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Leipzig liest Archiv

36 Episoden
43 Minuten
Johanna Dürrholz, geboren 1989, ist seit 2017 Redakteurin im Ressort Gesellschaft bei FAZ.NET und schreibt außerdem regelmäßig im »Leben« der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Davor arbeitete sie als freie Online-Redakteurin für den Westdeutschen Rundfunk. Dürrholz lebt in Köln. Mit Anfang 30 stellt sie sich die Frage: Will ich ein Kind oder lieber nicht? In „Die K-Frage: Was es heute bedeutet, (k)ein Kind zu wollen“ (erschienen 2021 im Dudenverlag) spricht sie mit Müttern, Vätern, ungewollt Kinderlosen, Fortpflanzungsgegnern, Medizinern und Freunden über Rollenbilder, Erwartungsdruck und die viel diskutierte Work-Life-Balance. Im Podcast hören Sie die Autorin im Interview sowie ausgewählte Leseproben aus dem Buch. Viel Spaß beim Zuhören!
48 Minuten
Andreas Winkelmann ist 1968 in Niedersachsen geboren, schreibt unter verschiedenen Pseudonymen und erreicht mit seinen Thrillern regelmäßig die Bestsellerlisten, u. a. mit „Das Haus der Mädchen“, „Die Lieferung“ und „Der Fahrer“. Neben dem Schreiben ist das Reisen seine große Leidenschaft - am liebster fernab der gewöhnlichen Reiserouten. Mit seinem guten Freund, dem Schauspieler Markus Knüfken, hat er sich auf den Weg gemacht, um Europas letzte wilde Ecken zu entdecken. Ihre Erlebnisse beschreiben sie in ihrem Buch „Wilder wird’s nicht – Auf der Suche nach Europas letzten Abenteuern“ (Rowohlt Taschenbuch). Im Rahmen von Leipzig liest extra erzählen sie im Leipziger Outdoorladen Tapir, wo in Europa noch wirklich wilde Orte zu entdecken sind. Viel Spaß beim Zuhören!
38 Minuten
Sahra Wagenknecht war 2010 bis 2014 eine der stellvertretenden Parteivorsitzenden der Linkspartei und trat bei der Bundestagswahl im September 2021 als Spitzenkandidatin des Landesverbandes Nordrhein-Westfalen an. 2021 erschien außerdem ihr neues Buch „Die Selbstgerechten. Mein Gegenprogramm – für Gemeinsinn und Zusammenhalt“. Wagenknecht wirft darin linken Parteien vor, soziale Fragen aus den Augen verloren zu haben. Mit Gender-, Klima- oder Biolebensmitteldebatten hätten sie traditionelle Wähler und Wählerinnen mit geringem Einkommen verprellt. Sie spricht in dem Zusammenhang von „Lifestyle-Linken“. Die Reaktionen auf das Buch waren sehr unterschiedlich - aus Reihen der Linkspartei wurde es scharf kritisiert. Wer genau die „Lifestyle-Linken“ sind und wie Wagenknecht wieder die Menschen erreichen möchte, deren Stimme sie als „ungehört“ bezeichnet, das erzählt Wagenknecht im Interview mit der Journalistin Lydia Jakobi. Viel Spaß beim Zuhören!
33 Minuten
Anja Kampmann wurde 1983 in Hamburg geboren. Sie hat an der Universität Hamburg und am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studiert. Ihren ersten Erfolg hatte sie 2006, als sie als Finalistin zum Open Mike in Berlin geladen wurde. Seither wurden ihre Lyrik und Prosa mehrfach ausgezeichnet. 2013 erhielt sie für ihre Kurzgeschichte „Jsem - Ich werde ihr erzählen“ den MDR-Literaturpreis. Im Hanser Verlag ist u. a. ihr Gedichtband „Proben von Stein und Licht“ (Lyrik Kabinett, 2016) und ihr Debütroman „Wie hoch die Wasser steigen“ (2018) erschienen. Letzterer wurde mit dem Lessing-Förderpreis und dem Mara-Cassens-Preis ausgezeichnet und war nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse und den Deutschen Buchpreis. 2021 ist ihr Gedichtband „Der Hund ist immer hungrig“ ebenfalls im Hanser Verlag erschienen. Die Autorin lebt in Leipzig und im Podcast hören sie ein Gespräch mit dem Journalisten Tino Dallmann sowie einzelne Gedichte aus dem neuen Gedichtband. Viel Spaß beim Zuhören!
47 Minuten
Bettina Baltschev, geboren 1973 in Berlin, hat Kulturwissenschaften, Journalistik und Philosophie studiert. Aufgrund der großen Liebe für die Niederlande pendelt sie zwischen Amsterdam und Leipzig. Sie ist Geschäftsführerin des Sächsischen Literaturrats, Literaturkritikerin und Redakteurin beim MDR. Zudem hat sie mehrere Bücher veröffentlicht, u. a. „Ein Jahr in Amsterdam“ und „Last Exit Schkeuditz West“. Für ihr aktuelles Buch „Am Rande der Glückseligkeit. Über den Strand“ (erschienen bei Berenberg) wurde sie mit dem Seume-Literaturpreis 2021 ausgezeichnet. In dem Sach- und Reisebuch widmet sich Baltschev dem Strand als kulturell aufgeladenen Ort. Denn Strand ist nicht gleich Strand und auch die Badekultur befindet sich in einem stetigen Wandel. Anhand von acht Beispielen aus acht Ländern zeichnet sie den Bedeutungswandel nach und nimmt die Leser_innen mit auf eine Reise vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Entlang der Küsten erzählt Baltschev von Urlauben, sozialen Gefügen, aber auch von Grenzen und vom Militär. Und immer spielt die Sehnsucht dabei eine entscheidende Rolle. Anne-Dore Krohn vom RBB Kulturradio hat Bettina Baltschev im Rahmen von Leipzig Liest getroffen. Viel Spaß beim Zuhören!
15 Minuten
Kristof Magnusson, Jahrgang 1976, ist in Hamburg geboren und dort zweisprachig als Sohn einer deutschen Mutter und eines isländischen Vaters aufgewachsen. Die Sommerferien hat er jedes Jahr auf Island verbracht. Nach dem Abitur ging er nach New York, wo er mit Obdachlosen und Holocaust-Überlebenden gearbeitet hat. Danach absolvierte er eine Ausbildung zum Kirchenmusiker und entdeckte nebenbei das kreative Schreiben für sich. Nach der Ausbildung entschied er sich, seiner Leidenschaft zu folgen und sich der Literatur zu widmen. Anschließend studierte er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig, Szenisches Schreiben an der Hochschule der Künste Berlin sowie ein Jahr lang Isländische Literatur an der Universität Reykjavík. Heute schreibt er Romane, Theaterstücke und übersetzt aus dem Isländischen. „Ein Mann der Kunst“ ist sein vierter Roman, aus dem Magnusson in dieser Podcastfolge eine Passage aus dem Buch liest. Viel Spaß beim Zuhören!
37 Minuten
Amanda Lasker-Berlin ist 1994 in Essen geboren und hat schon als Jugendliche angefangen zu schreiben. Bereits mit 18 Jahren inszenierte sie dann ihr erstes Theaterstück. Es folgte ein Studium der Freien Kunst an der Bauhaus-Universität in Weimar sowie ein Regie-Studium an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. Ihre Theaterstücke und Prosa wurden mehrfach ausgezeichnet und auch ihr Debütroman „Elijas Lied“ wurde mit dem Debütpreis der lit.COLOGNE 2020 prämiert und für „Das Debüt 2020 – Bloggerpreis für Literatur“ nominiert. Heute lebt sie in Frankfurt am Main. 2021 ist ihr zweiter Roman in der Frankfurter Verlagsanstalt erschienen. „Iva atmet“ dreht sich inhaltlich um große gesellschaftliche Themen wie z. B. dem persönlichen Umgang mit historischer Schuld, dem Schweigen in Familien und deutschen Kolonialverbrechen. Im Podcast wird Amanda Lasker-Berlin ein paar Passagen aus dem Buch lesen und mit Claudius Nießen über den Entstehungsprozess, über Familiengeheimnisse und über Schuld sprechen.
47 Minuten
Björn Stephan, Jahrgang 1987, ist in Schwerin aufgewachsen und lebt heute in München. Als Reporter schreibt er für die ZEIT und gelegentlich für das SZ-Magazin. Seine Reportagen wurden vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Sozialpreis, dem Axel-Springer-Preis und dem Reporterpreis. Mit „Nur vom Weltraum aus ist die Erde blau“ stellt er seinen ersten Roman vor, der 2021 mit dem Ulla-Hahn-Autorenpreis ausgezeichnet wurde. Der Roman spielt 1994, also in der Nachwende- und Transformationszeit, in der die Karten in Deutschland noch einmal neu gemischt wurden. Die Hauptfigur Sasha Labude ist zu dieser Zeit 13 Jahre alt und erzählt von seiner ersten Liebe und dem Aufwachsen in den Ruinen eines verschwundenen Landes. Im Podcast hören sie Björn Stephan ein paar Passagen aus dem Buch vorlesen. Außerdem spricht er mit Claudius Nießen über Nostalgie und seine Kindheit in der Nachwendezeit.
40 Minuten
Michel Decar ist 1987 in Augsburg geboren und lebt heute als Autor und Regisseur in Berlin. Seine Theaterstücke wurden an zahlreichen Bühnen im In- und Ausland inszeniert und mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Kleist-Förderpreis. Seine Hörspiele werden von Deutschlandfunk Kultur produziert. Decar ist außerdem als Regisseur tätig. Sein Film „Europa zum Beispiel“ (2019) lief im Wettbewerb des Max Ophüls Preis. Nach seinem literarischen Debüt „Tausend deutsche Diskotheken“ (2018) ist nun sein zweiter Roman erschienen. Er heißt „Die Kobra von Kreuzberg“ und kann sehr gut mit dem Wort „Einbruchsromanze“ beschrieben werden. Im Podcast liest er drei Stellen aus dem Buch. Außerdem spricht er mit Claudius Nießen über seine Arbeitsweise, über den Urlaub nach dem großen kreativen Output und darüber, dass das Schriftstellerdasein eigentlich ein ganz gutes Alibi wäre, um ein Verbrechen zu vertuschen.
34 Minuten
Anna Brüggemann ist 1981 geboren und in Südafrika, Stuttgart und Regensburg aufgewachsen. In dem TV-Thriller Virus X hat sie 1996 erstmals vor der Kamera gestanden. Es folgten Hauptrollen in diversen Fernseh- und Kinofilmen. Mit ihrem Bruder, dem Filmemacher Dietrich Brüggemann, hat sie das Drehbuch für den Spielfilm Kreuzweg geschrieben, der bei der Berlinale 2014 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde. 2019 war sie als Drehbuchautorin an Als Hitler das rosa Kaninchen stahl beteiligt. Jetzt ist Anna Brüggemanns erstes Buch erschienen. Der Titel „Trennungsroman“ verrät schon viel über den Inhalt, aber es geht um einiges mehr als das Ende einer Beziehung. Mit Claudius Nießen spricht Anna Brüggemann über die Endlichkeit der Liebe und über den Versuch, aus jeder gescheiterten Beziehung etwas zu lernen und es bei der nächsten besser zu machen.
41 Minuten
Matthias Jügler ist 1984 in Halle an der Saale geboren und hat Skandinavistik und Kunstgeschichte in Greifswald und Literarisches Schreiben am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig studiert. Für seinen Debütroman »Raubfischen« aus dem Jahr 2015 erhielt er eine Reihe von Auszeichnungen. Außerdem war er Stadtschreiber in Pfaffenhofen, LCB-Stipendiat und Writer in Residence des Goethe-Instituts in Usbekistan. Jetzt ist sein neuer Roman „Die Verlassenen“ erschienen. In dem Buch erzählt Jügler die Geschichte einer vom DDR-Regime zerstörten Familie, die zwischen Stasi-Machenschaften versucht einen Alltag zu leben. Neben der wichtigen und einfühlsamen Aufarbeitung ostdeutscher Geschichte geht es in Jüglers Buch in erster Linie um Verlust, Verrat und um das lähmende Gefühl des Verlorenseins. Im Podcast hören Sie einen kleinen Ausschnitt aus dem Buch und im Gespräch mit Moderator Claudius Nießen erzählt Matthias Jügler außerdem, warum er so viele Reaktionen auf das Buch bekommt, wie er mit diesen häufig auch sehr emotionalen Zuschriften umgeht und warum er sich für den Schreibprozess eine alte Schreibmaschine zugelegt hat.
34 Minuten
Simon Urban, geboren 1975 in Hagen, hat Germanistik und Komparatistik in Münster sowie am Deutschen Literaturinstitut Leipzig studiert. Sein Roman »Plan D« (2011), in dem die DDR heute noch existiert, wurde in elf Sprachen übersetzt. 2014 erschien sein zweiter Roman »Gondwana«. Neben seiner Tätigkeit als Autor arbeitet er auch als freier Werbetexter. Für die renommierte Agentur Jung von Matt schrieb er 2015 den Edeka-Clip #heimkommen, der mit mehr als 66 Millionen Klicks zu den erfolgreichsten deutschen Virals gehört. Für seinen neuesten Roman „Wie alles begann und wer dabei umkam“ – erschienen bei Kiepenheuer & Witsch – erhielt er den Hamburger Literaturpreis 2020 in der Kategorie Roman. Im Podcast liest Urban zwei Textstellen aus seinem Buch und spricht mit Claudius Nießen darüber, wie es ist, aus einer Juristenfamilie zu kommen und warum er für die Buch-Recherche Heino hören musste.
44 Minuten
Mit „Herr der Ringe“ kann sich Shida Bazyar bis heute nicht so richtig anfreunden. Doch das liegt nicht an der abenteuerlichen Geschichte, sondern daran, dass es an weiblichen Charakteren fehlt. Umso wichtiger findet sie es, dass in der Literatur mehr komplexe weibliche Figuren Beachtung finden. In ihrem neuen Roman „Drei Kameradinnen“, der bei Kiepenheuer & Witsch erschienen ist, gibt es gleich drei davon. Hani, Kasih und Saya wissen alle was es heißt, auf Grund ihrer Herkunft immer und überall in Frage gestellt zu werden. Doch sie halten zusammen und stellen sich der rechten Hetze gemeinsam in den Weg. „Drei Kameradinnen“ ist der zweite Roman der Autorin. Ihr Debütroman »Nachts ist es leise in Teheran« erschien 2016 und wurde u. a. mit dem Bloggerpreis für Literatur, dem Ulla-Hahn-Autorenpreis und dem Uwe-Johnson-Förderpreis ausgezeichnet und in mehrere Sprachen übersetzt. Im Rahmen von Leipzig Liest Extra hat Claudius Nießen die Autorin eingeladen einen Ausschnitt aus ihrem neuen Buch zu lesen. Außerdem sprechen sie über das Geschichtenerzählen als politische Person, über Schnellfickerhosen und Frauenfreundschaften.
47 Minuten
Jean Peters ist Journalist, Aktionskünstler und hat das Kollektiv Peng! gegründet. Mit Peng! unterwandert er regelmäßig Unternehmen und stellte auf mehreren Kunst-Biennalen aus. 2018 wurde das Kollektiv mit dem Aachener Friedenspreis ausgezeichnet. Jean Peters ist außerdem Mitbegründer der NGO Seebrücke und war 2019 für das Recherchezentrum Correctiv undercover in der Klimaleugnerszene. Nun hat er über seine Aktionen ein Buch geschrieben. Es heißt „Wenn die Hoffnung stirbt, geht’s trotzdem weiter. Geschichten aus dem subversiven Widerstand“ und ist im S. Fischer Verlag erschienen. In dem Buch geht es u. a. um seinen berühmten Tortenwurf auf die AFD-Politikerin Beatrix von Storch. Im Rahmen von Leipzig liest extra hat Claudius Nießen den Aktionskünstler getroffen und mit ihm über Sahnewürfe auf Nazis, die Kraft der Selbstironie und über die Fehlbarkeit von Aktionskunst gesprochen.
31 Minuten
Raphaela Edelbauer ist in Wien geboren und hat Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst studierte. Für ihr Werk »Entdecker. Eine Poetik« wurde sie mit dem Hauptpreis der Rauriser Literaturtage ausgezeichnet. Außerdem wurde ihr der Publikumspreis beim Bachmann-Wettbewerb, der Theodor-Körner-Preis und der Förderpreis der Doppelfeld-Stiftung zuerkannt. Mit ihrem Roman »Das flüssige Land« stand sie auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises und des Österreichischen Buchpreises. 2021 ist nun ihr Roman „Dave“ bei Klett-Cotta erschienen. Im Rahmen von Leipzig Liest Extra hat Claudius Nießen die Autorin eingeladen und mit ihr über ihr neues Buch, über das Verlernen des Literaturbetriebs und über das Rudern gesprochen.
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Der Podcast der Leipziger Buchmesse produziert von detektor.fm