Ruhestörung Archiv
247 Episoden
42 Minuten
Mit dem Katalog an Zuschreibungen, die man immer wieder über Ilgen-Nur liest, könnte man fröhlich Bingo spielen. Auf jeden Fall mit dabei: „cool“, „Slacker“, „Coming-of-Age“. Wie nah all diese Attribute aber tatsächlich an ihrer Persönlichkeit dran sind, erfahren wir in dieser Ausgabe Ruhestörung. Die Musikerin spricht mit Leonie Möhring unter anderem über ihre allerersten Songaufnahmen im Teenagerzimmer, Begegnungen mit Kurt Cobain in ihren Träumen oder den eingestaubten Sexismus in Gitarrenläden. Und natürlich darüber, wie es denn mit neuer Musik von ihr aussieht.
25 Minuten
In dieser Folge von Ruhestörung haben wir die für einige Zeit von der Bildfläche verschwundene Fritzi Ernst zu Gast. Nach der Trennung ihrer Band Schnipo Schranke im Jahr 2019 war es gehörig still um die seit einiger Zeit in Hamburg lebende Musikerin geworden. Doch nun ist sie wieder da. Am 11. Juni erscheint ihr Solo-Debütalbum „Keine Termine“. Darüber, aber auch über die merkwürdige Konsistenz von Kartoffelklößen und ihre neugewonnene Basketballliebe hat sie mit Leonie Möhring für Ruhestörung gesprochen.
37 Minuten
Wenn man an Luxemburg denkt, denkt man an … ja, woran eigentlich? Vielleicht bald schon an die aufstrebende Musikerin, die heute hier bei Ruhestörung zu Gast ist: C'est Karma. Obwohl sie gerade mitten in den Vorbereitungen ihrer Abiturprüfungen steckt, erzählt sie uns von irrwitzigen bürokratischen Hürden beim Straßenmusizieren, ihrer liebsten Pastasorte und der Einwanderungsgeschichte ihrer portugiesischen Großeltern, die sie sogar in einem Song verarbeitet hat.
40 Minuten
Wenn man einen US-amerikanischen Musiker leidenschaftlicher vom deutschen Genitiv schwärmen hört als die einstige Deutschlehrerin zu Schulzeiten, dann hat man es sehr wahrscheinlich mit John Grant zu tun. Der mittlerweile seit einer Dekade in Island lebende Songwriter ist in dieser Ausgabe von Ruhestörung zu Gast und spricht mit Leonie Möhring unter anderem über Optimismus inmitten einer düsteren Weltlage, zauberhafte isländische Redewendungen und die bereits ausgekoppelten Singles zu seinem am 25. Juni erscheinenden Album „Boy From Michigan“.
35 Minuten
In dieser Ausgabe von Ruhestörung steht mal nicht einzig ein*e Musiker*in oder eine Band im Rampenlicht, sondern eine Veranstaltung, die vom 7.–8. Mai digital und im Hamburger Häkken stattgefunden hat: Pop'n'Politics. Das vom Reeperbahn Festival, der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Rolling Stone ins Leben gerufene Event behandelte in Panels, Workshops und einer großen Samstagabendshow viele wichtige Themen wie Diversität, Identität und die Zukunft der Kulturwirtschaft nach Corona. Mit dabei unter anderem Klan, Mia., Silly und Sam Vance-Law. Mit letzterem und dem Kurator der Veranstaltung, Björn Döring, haben wir für diese Ausgabe gesprochen.
40 Minuten
In dieser Folge ist eine Band zu Gast, die noch nicht mal ein Jahr lang existiert und sich folglich ausgerechnet 2020, mitten in der Pandemie, gegründet hat. Wie man bei all den Kontaktbeschränkungen und der schweren Dürre für Live-Musik trotzdem dazu kommt, ein musikalisches Projekt ins Leben zu rufen, erzählen heute Katrin Paucz und Marco Kleebauer von dem österreichischen Trio Sharktank. Wir erfahren viel von ihrer erfrischend erwartungsoffenen Haltung gegenüber dem gemeinsamen Schaffen, ihren sonstigen Tätigkeiten bei Bands wie Oehl, Bilderbuch oder Leyya und der gemeinsamen Liebe für einen ganz bestimmten Sound: Distortion.
32 Minuten
Ihre Songs heißen „Marmeladenglas“, „Fürst von Metternich“ oder „Metallmädchen“ und nun haben sie ihr Album auch noch „Ententraum“ genannt. Bei der Essener Band International Music tanzen stets viele Fragezeichen im Raum, was in Anbetracht der guten Musik, die sie dazu spielen, allerdings nicht weiter stört. In dieser Folge Ruhestörung ist Bassist und Sänger Pedro Goncalves Crescenti zu Gast und erzählt von der Entstehung des neuen Langspielers, possierlichem Enten-Content bei Social Media und warum Maurice Summens Steuererklärung vielleicht den Weg zu ihrem Plattenvertrag mit Staatsakt geebnet hat.
41 Minuten
Während andere begnadete Pianist*innen bereits im Vorschulalter über den Flohwalzer nur müde lächeln und mit beginnender Pubertät konzerttauglich das Klavierspiel beherrschen, näherte sich der heutige Gast von Ruhestörung dem Piano auf seine ganz eigene Weise. Martin Kohlstedt kletterte erst mit zwölf Jahren geradezu in das Klavier hinein, drückte stundenlang repetitiv Töne und nahm so behutsam den Kontakt zu dem Instrument auf, das ihn bis heute nie losgelassen hat. Mittlerweile spielt er auf internationalen Festivalbühnen oder in großen Hallen wie der Elbphilharmonie und begeistert das Publikum mit seinem unberechenbaren, von Improvisationen geprägten Stil und der Fusion elektronischer und klassischer Klaviersounds. Er spricht heute unter anderem über besondere Konzerte mit fliegenden Molotowcocktails, das Scheitern als wichtigen Bestandteil seines Schaffens und über seinen Wald.
41 Minuten
Man kann froh sein, dass der zähnefletschende Flügel aus dem Trailer zu Sophia Kennedys neuem Album nicht zugebissen hat, sonst hätte es die Hamburger Musikerin wohl kaum in diese Ausgabe von Ruhestörung geschafft. Was es mit den Monstern auf ihrer zweiten, am 7. Mai 2021 erscheinenden Platte auf sich hat, warum es für sie leichter war, als Türsteherin zu arbeiten als beim Theater und warum eine Pizza im Regen sie zum Songwriting bewogen hat: All das erfahrt Ihr in dieser Folge.
39 Minuten
Den heutigen Gast Lie Ning als „Sänger“ zu bezeichnen, wäre definitiv zu kurz gegriffen. Der 23-jährige Berliner vermag auf ganz natürliche Weise unterschiedliche Disziplinen wie Tanz, Regie, Mode und natürlich Musik so miteinander zu verweben, dass ein stets ein sehr harmonisches Stück Kunst zum Vorschein kommt. Doch hinter Lie Nings hinforttragender Stimme und der bloßen Schönheit seines Schaffens steckt auch eine hohe politische Ausdruckskraft. In dieser Folge von Ruhestörung spricht der Künstler vom Aufwachsen in einer Berliner Kommune und dem harten Ankommen in der Realität als Teenager, über seine Arbeit gegen Diskriminierung und einen seiner ersten Auftritte als gerade einmal Zehnjähriger in der Deutschen Oper Berlin.
39 Minuten
„Wow, wahnsinnig toll, wie Du Dich bewegen kannst und wie ästhetisch das alles ist. Aber verstanden, worum es Dir geht, habe ich trotzdem nicht.“ Das ist ein Satz, den vermutlich viele Tänzer*innen des Contemporary Dance als Reaktion auf ihr Schaffen kennen. So auch die Choreografin und Tänzerin Nana Anine Jørgensen. Sie ist Teil des Tanzensembles Kollektiva., das es sich zur Aufgabe gemacht hat, die freie Tanzszene in Hamburg zu bereichern und Themen wie Weiblichkeit, Nähe oder Distanz performativ zu ergründen. In dieser Folge Ruhestörung sprechen wir mit ihr über erste Choreografien in Teenagertagen, die Bedeutung von Tanz als Kommunikations- und Ausdrucksmittel und über Musik, zu der es sich besonders gut oder eher weniger bewegen lässt.
36 Minuten
Sucht der hagere junge Typ mit der Gitarre nach einem Unterschlupf oder bietet er ihn an? Wohl beides ist der Fall. Simon Graupner alias Shelter Boy vermag mit seinem sonnig-schwelgerischen Sound die Atmosphäre ganz schnell aus der Regenstimmung zu führen, findet in seiner Musik aber auch immer wieder Platz, seine eigenen Themen zu verarbeiten. In dieser Folge sprechen wir ihm über die Bedeutung von Songtexten, den sächsischen Herkunftsstempel, der ihm fortwährend aufgedrückt wird, Paul McCartney und seinen neuen Song „Atmosphere“.
40 Minuten
Eher Typ Palme oder Bonsai? In der heutigen Folge von Ruhestörung haben wir die in Berlin ansässige Musikerin Charlotte Brandi zu Gast und mit ihr über Topfpflanzen, Wut gegenüber musikhassenden Nachbarn und natürlich über ihre Ende 2020 erschienene EP „An das Angstland“ gesprochen. Darüber hinaus erzählte uns die Künstlerin von einem magischen Moment am Piano eines irischen Pubs und wie es dazu kam, dass sie sich persönlich wie musikalisch endlich gefunden hat.
40 Minuten
Introspektion, Erhabenheit, zarte Soundästhetik und eine Stimme, die direkt in die Fasern fährt: Das ist Jungstötter. Der ehemalige Sänger der in den 2010er-Jahren erfolgreichen Band Sizarr ist in dieser Folge von Ruhestörung zu Gast. Er spricht unter anderem über die Herkunft der Schwere seiner Musik und die ewigen, mitunter absurde Ausmaße annehmenden Vergleiche mit Nick Cave oder Scott Walker. Außerdem hören wir erste Eindrücke von seiner brandneuen EP.
33 Minuten
Marxismus und Major-Label, Rapkarriere und Abendgymnasium, Klassenkampf und Kitsch. In dieser Ausgabe von Ruhestörung reiben sich vermeintliche Gegensätze in der Welt des Hamburger Rappers Disarstar. Er spricht über sein kommendes Album „Deutscher Oktober“, über Rassismus und Worte, die er in seinen Texten nie benutzen würde. Und darüber, was seiner Meinung nach Kunst kann, muss und darf.