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Architektur, Stadt, Planung Archiv

47 Episoden
1 Stunde 2 Minuten
Imagine you study architecture and your professors never show up, because it’s the early 70s and they are on strike. What would be the best thing to do after graduating and not knowing anything about architecture? Right: Start your own office and jump into work. Unbelievable? Odile Decq did exactly that. She startet her journey with passion and became famous and influential since the 90s. Since 30 years she is a professor, and since 2014 she is running her own Architecture School. What her students need to learn and what sailing and designing have in common, she reveals in this episode.
47 Minuten
„Wir starten in eine interessante und schöne Zeit“, sagt Andrea Gebhard, die neue Präsidentin der BAK. Die mehrfach ausgezeichnete Landschaftsarchitektin legt ein besonderes Augenmerk auf die Qualität der Grünräume und der Architektur in Städten: Jedes Projekt solle eine Verbesserung der Biodiversität, des Bodenschutzes und des Umgangs mit dem Wasser sein. Welche Themen der neuen Präsidentin noch wichtig sind und wofür sie sich stark machen wird, erzählt sie in dieser Episode.
52 Minuten
Eike Becker gehört zu den Architekten, die sich nicht nur mit ihren eigenen Projekten beschäftigen, sondern sich voll in die gesellschaftliche Debatte über Architektur, Städtebau und Stadtplanung stürzen. Mit seinen Kolumnen und Statements bezieht er klar Position, was für den Berufsstand gut und auch nötig ist. Denn die Stadtproduktion ist das anspruchsvollste, was man sich als Gesellschaft vornehmen kann. Und das leisten viele Akteure zusammen. Welche Rolle Architektinnen dabei spielen und wieviel Macht sie haben, beantwortet Eike Becker in dieser Episode.
46 Minuten
Sie bekommen einen Auftrag und der Bauherr erwartet, dass Sie sofort und zackig los bauen, obwohl Sie gerade erst mit der Planung begonnen haben. Klingt schrecklich? Für die meisten bestimmt. Die Unsicherheit im April letzten Jahres, als man sich vor überfüllten Intensivstationen fürchtete, hat genau dazu geführt: Heinle, Wischer und Partner wurden beauftragt, ein neues Corona Behandlungszentrum in der Messe Berlin zu entwerfen und zu bauen. Alles gleichzeitig. Alles schnell. Warum gerade dieses Projekt die ArchitektInnen glücklich und geradezu euphorisch gemacht hat und welche Erkenntnisse sie für den zukünftigen Krankenhausbau daraus mitnehmen, erzählt Edzard Schultz in dieser Episode.
52 Minuten
Architekten fahren Porsche, haben eine modernistische Villa und trinken Schampus. Erkennen Sie sich darin wieder? Die meisten von uns wohl kaum. In Krimis des deutschen Fernsehens wird dennoch meist dieses Bild des Architekten, und hier ist bewusst die männliche Form gewählt, gezeichnet. Die Realität sieht natürlich ganz anders aus: Selbständige Planerinnen und Planer aller Fachrichtungen beziehen ihr Honorar aufgrund einer Honorarordnung, die nicht nur angepasst werden muss, damit die Honorare den heutigen Leistungen entspricht, sondern die "attackiert" wurde im letzten Jahr vom EuGH. Was steckt hinter diesem "Angriff"? Was wird wie und für wen anders sein? Was ist für den gesamten Berufsstand jetzt wichtig, damit aus dem Leistungswettbewerb kein Preiswettbewerb wird? Joachim Brenncke, der Vizepräsident der BAK, gibt Antworten und erzählt, wie wir das gute Zeitfenster vor der Bundestagswahl nutzen können, um die richtigen Weichen für eine Novellierung der HOAI zu stellen.
1 Stunde 37 Minuten
Fahren sie gerne nach Florenz oder Venedig, weil es dort so schön ist? Wer tut das nicht. Aber gerade die Verantwortlichen in der Planungspolitik sollten vielleicht weniger in die Ferne schauen, sondern mehr Leidenschaft für die Architektur zu Hause aufbringen. Barbara Ettinger-Brinckmann meint, wir können es uns hier genauso schön machen, man müsse die Profis nur machen lassen. Nicht erst seit Corona fordert sie mehr gebaute Qualität für die Stadt, aber Corona hat deutlich gemacht, dass die Schönheit der Stadt nicht eine Flugstunde weit entfernt sein darf, sondern direkt vor unserer Haustüre zu finden sein muss. Und warum ist das Glück einer Stadt im Erdgeschoss zu finden? Das erklärt sie in diesem Gespräch.
43 Minuten
How are comfortable cities with inviting public spaces created? With careful planning, says Dorte Mandrup. "A house or an idea should not be a gimmick, but must be relevant." The Danish architect sees architecture and the city as a complex and complicated undertaking that can only succeed with the necessary knowledge and deeper understanding of architecture, in other words, only with architects and urban planners as experts. Meanwhile, the commercialization of architecture is progressing. How can architects rebel against it without fearing for their contracts and their existence? Wie entstehen komfortable Städte mit einladenden öffentlichen Räumen? Mit vorsichtiger Planung, sagt Dorte Mandrup. „Ein Haus oder eine Idee darf kein Gimmick, sondern muss relevant sein.“ Die dänische Architektin versteht Architektur und Stadt als ein komplexes und kompliziertes Unterfangen, das nur mit dem nötigen Wissen und tieferen Verständnis über Architektur gelingen kann, also nur mit Architekten und Stadtplanern als Fachleuten. Die Kommerzialisierung der Architektur schreitet unterdessen voran. Wie können Architekten sich dagegen auflehnen, ohne um ihre Aufträge, also ihre Existenz, bangen zu müssen?
45 Minuten
Architektur und Stadtplanung sind in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, weil die Corona-Krise die Defizite der Stadt noch deutlicher gemacht hat. Allen wurde bewusst, dass Begegnungs- und Naturräume vor der eigenen Haustür in der Stadt wichtig und unabdingbar sind. Man kann sagen: Es ist die Stunde der Planerinnen und Planer. Deshalb sprechen wir heute mit einer Architektin, die seit 26 Jahren in Berlin ein eigenes Büro betreibt und schon einige Aufs und Abs in der Stadtplanung miterlebt hat: Anne Lampen. Im Gespräch erklärt sie, warum die Corona-Krise die Grenze zwischen Notwendigkeit und Luxus im Wohnungsbau verschiebt und warum es sich lohnt, starre Regelungen beim Bauen zu überdenken, damit die Stadt lebendiger wird. Außerdem erfahren Sie, was Bauherren über die Themen Energieeinsparung und fünfte Fassade denken und warum morgen einpacken kann, wer sich heute nicht mit BIM auseinandersetzt.
41 Minuten
„Alarmstufe rot.“ Man hört es nicht gerne, aber das ist der Stand der Dinge. Wir Menschen stoßen grundlegende Veränderungen im Erdsystem an und sind in der Lage, das Klimasystem zu zerstören. Willkommen im Antropozän. Das Pariser Klimaabkommen versucht gegenzulenken und hat zum Ziel, die Emissionen in den Städten bis 2050 auf 0 zu reduzieren. Was heißt das für unser zukünftiges Stadtleben? Definitiv, dass wir die Städte von morgen, nicht wie die Städte von gestern bauen können. In der Aufgabe, die Stadt neu zu erfinden, kann für Planerinnen und Planer eine große und spannende Herausforderung liegen. Worum geht es hierbei genau? Warum liegt in interdisziplinären Arbeitsgruppen die Zukunft? Der Präsident des Umweltbundesamtes Dirk Messner hat ziemlich konkrete Ansätze und spricht über konkrete Maßnahmen in der Baubranche in Sachen Klimaschutz, über die Verunsicherung in Zeiten des Wandels und darüber, wo der „Place to be“ ist für junge Planerinnen und Planer, die sich in die großen Veränderungsprozesse einbringen wollen.
33 Minuten
Selten haben wir unser Handeln im öffentlichen Raum so sehr hinterfragt wie in den letzten Wochen. Der Shutdown durch Corona hat unsere Wahrnehmung verändert. Plötzlich war die Stadt leer. Wir, die wir täglich pendeln, blieben zu Hause. Seit Wochen bewegen wir uns wieder auf den „Normalzustand“ zu. Nur: Wollen wir alles wieder genauso machen wie vorher? Reiner Nagel meint, wenn Menschen sich auf dem Gehweg quetschen, während parkende Autos den meisten Raum einnehmen, so steht die öffentliche Raumaufteilung zur Disposition. Oder wird Cocooning ein neuer Trend? Das Auto als virenfreier Sehnsuchtsort? In dieser Episode erfahren Sie, wie die Harmonie zwischen Sozialraum und Verkehrsraum gelingen kann und warum wir kleine Läden brauchen.
31 Minuten
„Es ergibt keinen Sinn, Barrieren zu bauen.“ Unsere Städte und Häuser sind meist für die gebaut, die sie auch planen. Menschen mit Behinderungen werden oft nicht berücksichtigt in der Entwicklung kluger Gebäude. Wenn Jürgen Dusel über Barrierefreiheit spricht wird schnell deutlich, dass sie kein netter Zusatz zum „Normalen“ ist, sondern als Qualitätsstandard dazu gehören muss, genauso wie der Brandschutz. Der Anspruch „Durch Architektur Teilhabe ermöglichen" ist Pflicht, so Jürgen Dusel. Auf den Regionalkonferenzen "Inklusiv gestalten" wird darüber informiert und debattiert, wie kluge Gebäude und Städte für alle aussehen können.
54 Minuten
Der DAT steht kurz bevor und da ist es naheliegend mit der Frau zu sprechen, die Gastgeberin des Deutschen Architektentages ist und am besten weiß, was wir mit diesem Tag erreichen wollen: Wir wollen als Planende in Deutschland in die Gestaltung der gebauten Umwelt und die komplexen Vorgänge, die damit verbunden sind, eingebunden werden. Das müssen wir von der Politik einfordern. Und warum? Weil wir die Experten sind. Seit Jahren setzt Barbara Ettinger-Brinckmann sich für die Belange der Planenden in Deutschland ein, ob Klimawandel, Baukultur, oder Bodenpolitik. Eine gute Lösung, die der Lebensqualität der Stadt dienlich ist, sieht sie nur mit den Leuten, die dafür qualifiziert sind: Den Architektinnen und Architekten, Stadtplanerinnen und Landschaftsarchitekten.
42 Minuten
Die Professorin der Philosophie Rahel Jaeggi spricht über den Zustand unserer Demokratie und die Wechselwirkung zwischen gebauter Lebenswirklichkeit und gesellschaftlicher Lebensform. Was bedeutet räumliche Aneignung für die Stadtbewohner und inwiefern untergräbt die Marktlogik die Freiheit der Menschen, sich eine Stadt anzueignen, ohne eine Gentrifizierung auszulösen?
1 Stunde 5 Minuten
Falls Sie beizeiten geneigt sind, über die Stadt zu schimpfen, sei es wegen des Verkehrs, sei es wegen der vielen Touristen, sei es wegen des Lärms, dann ändert sich Ihre Sichtweise vielleicht durch das, was Riklef Rambow über die „Erfolgsgeschichte Stadt“ zu erzählen hat. Der Architekturvermittler leitet das Fachgebiet Architekturkommunikation am Karlsruher Institut für Technologie und setzt sich für eine gelungene Kommunikation zwischen Laien und Experten ein. Hören Sie in dieser Episode, was der Unterschied ist zwischen Architekten und der „normalen“ Bevölkerung, was an der Kommunikation zwischen Laien und Experten bemerkenswert ist und warum Architekten sich manchmal die Finger schmutzig machen müssen.
39 Minuten
Verena Bentele, Jahrhundertsportlerin, ehemalige Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung und heutige Präsidentin des Sozialverbandes VdK, sorgt für einen Perspektiv-Wechsel in unserer DAT-Interviewserie: Sie spricht nicht als Planerin, sondern als Stimme derer, die auf Barrierefreiheit angewiesen sind. Sie setzt sich für die Gleichbehandlung aller Stadtbewohner ein und dafür, dass Planer, Politiker und Menschen mit Beeinträchtigungen gemeinsam ihren Lebensraum gestalten, damit die Lebensqualität für alle besser wird. Was ist die ideale Verbindung zwischen der Inklusion und der künstlerischen Arbeit von Architekten? Hören sie in der dritten Episode, wie sich Barrieren im Denken überwinden lassen und was dran ist, wenn Verena Bentele sagt: „Kreativität und Inklusion schließen einander null aus.“