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Zoom - Musikgeschichte, und was sonst geschah Archiv

621 Episoden
9 Minuten
Wenn ein Maler oder ein Komponist eigene Werke vernichtet, mag das für die Nachwelt schmerzlich sein - der Künstler selber kann nicht anders: Das solchermaßen Vernichtete genügt nicht den eigenen Ansprüchen, ist also für den Schöpfer nicht Kunst, sondern kann weg. Was allerdings im Herbst 1907 in einer der berühmtesten Künstlerfamilien Wiens auf dem Müll landete, hatte damit nichts zu tun - die Vernichtungsaktion hatte andere Gründe.
9 Minuten
Die Wiener Sängerknaben können auf eine lange Liste namhafter Musiker zurückblicken, die ebenfalls in diesem Chor sangen. Auch Franz Schubert und Joseph Haydn waren Wiener Sängerknaben. Schubert musste den Chor verlassen, weil seine Leistungen in Mathematik ungenügend waren. Warum Joseph Haydn aus dem Chor entlassen wurde - und das, obwohl der Domkapellmeister alles in die Wege geleitet hatte, ihn noch länger im Chor zu halten, verrät Ihnen dieses ZOOM.
8 Minuten
Alle Menschen müssen sterben. Komponisten machen da keine Ausnahme, und für gewöhnlich tun sie das - wie andere Menschen auch - daheim in ihren Betten. Einige wenige aber nicht: William Lawes fiel im englischen Bürgerkrieg, der von 1642 bis 1648 dauerte.
7 Minuten
Die Unruhen brachen am 18 . September 1809 aus und dauerten 67 Tage. Abend für Abend rotteten sich die Menschen zusammen, um ihren Unmut zu äußern. London kochte: Was trieb die braven Bürger der Millionenstadt auf die Straße? War es Hunger, hohe Steuern, oder etwa der Geist der Revolution? Keines davon. Der Aufstand der Massen hatte einen anderen Grund, er entzündete sich am königlichen Opernhaus Covent Garden. ZOOM berichtet über die "OP-Riots", die als Teil der Londoner Stadt- und der englischen Kulturgeschichte legendär wurden.
10 Minuten
Für seine opulenten Bläsersätze ist er bekannt, für seine Religiosität, für seinen Hang zum Monumentalen. Weniger bekannt ist Anton Bruckners Neigung zum "Lethalen". Was es damit auf sich hat und in welcher Form der große Komponist seiner Vorliebe fürs Makabre frönte, hat das heutige ZOOM zusammengefasst.
7 Minuten
Das Wetter muss spätsommerlich heiter gewesen sein, damals, Anfang September des Jahres 1914, und die meisten Menschen in Europa hätten zu diesem Zeitpunkt wohl noch nicht geglaubt, dass der Krieg, der wenige Wochen zuvor begonnen hatte, einmal der Erste Weltkrieg genannt werden würde. Später verblutete die Jugend des Kontinents auf den Schlachtfeldern. Unter den ersten Künstlern, die dem Gemetzel zum Opfer fielen, war am 3. September 1914 der französische Komponist Albéric Magnard. ZOOM über einen ungewöhnlichen Musiker und sein ungewöhnliches Ende.
8 Minuten
Er war ein Genie. Darüber sind sich Generationen einig. Charles Parker Jr., genannt Charlie Parker oder auch "Bird", wie der Vogel, spielte Jazz wie keiner vor ihm. Am 29. August wäre der 100. Geburtstag des musikalischen Revolutionärs, der 1955 mit nur 34 Jahren starb. ZOOM erzählt über sein Leben und seine Musik.
8 Minuten
Bei der ersten Ausgabe der Festspiele - 1876 war das - gab es ein ziemliches Durcheinander. 2.000 Menschen, das waren damals einfach zu viele für Bayreuth. Die Stadt war nicht auf so viel Publikum eingestellt. Und sogar Peter Tschaikowsky hat hungern müssen als Besucher. Die Geschichte der ersten Bayreuther Festspiele gibt es bei ZOOM!
8 Minuten
Johann Strauß Sohn ist der Walzerkönig. Jeder kennt zum Beispiel "An der schönen blauen Donau" - dieser Walzer wird jedes Jahr beim Neujahrskonzert in Wien gespielt. Seine zweite Ehe scheiterte, vielleicht auch an zu hohen Erwartungen an ihn, den prominenten Walzerkönig. Um aber ein drittes Mal heiraten zu können gab er, ein Wiener durch und durch, seine österreichische Staatsbürgerschaft auf - und wurde Deutscher. Die ganze Geschichte gibt es bei ZOOM!
8 Minuten
Kennen Sie eigentlich die Ziegenlippe, den Goldröhrling oder eine Morchel? Als Pilze kennt wohl jeder diese kleinen und feinen Köstlichkeiten. Und sie erfreuen sich einer sehr großen Beliebtheit. Aber Vorsicht, denn das Sammeln will gelernt sein. Glücklicherweise gibt es heutzutage genügend Menschen mit dem Pilzblick. Einer von ihnen war sogar ein Komponist aus Amerika. ZOOM erzählt von diesem Künstler und seiner Begeisterung für die kleinen Lebewesen.
8 Minuten
Es war die Künstler-Ehe des 19. Jahrhunderts: Clara und Robert Schumann. Eine begnadete Pianistin und der Poet unter den großen Komponisten der Romantik. Dass ihre Ehe etwas Besonderes war, zumal Clara ihre Karriere als reisende Konzertpianistin trotz mehrerer Kinder fortsetzte, war den beiden bewusst. Und einfach war die Beziehung erst recht nicht. Am stürmischen Beginn dieser Liebe war das traurige Ende nicht abzusehen - doch Hindernisse gab es auch damals schon mehr als genug. ZOOM erzählt vom erbitterten Kampf um eine Hochzeit.
9 Minuten
Schwabing sei kein Ort, sondern ein geistiger Zustand! Das fand Wassily Kandinsky. Sein erstes abstraktes Bild hatte er in München gemalt, immer wieder tauschte er die Stadtwohnung mit einem kleinen Holzhaus in Murnau an Staffelsee: dem Russenhaus. Hier lebte er mit Gabriele Münter. Viele Besucher kamen. Maler pilgerten ins blaue Land. Kandinsky zog sie alle an. Seine erste Begegnung mit einem berühmten Komponisten ereignete sich unweit der Alpen in Bayern. ZOOM erzählt, wie ein Maler und ein Komponist miteinander baden gingen.
10 Minuten
Heutzutage kennt und schätzt ihn jeder, den Komponisten des "Karnevals der Tiere", der dramatischen Orgelsymphonie, der "Danse macabre": Camille Saint-Saëns. Als Kammermusikkomponist ist er hingegen weniger bekannt. Und als Saint-Saëns noch lebte, da waren seine Kammermusikwerke sogar regelrecht verpönt. Dennoch hat der Komponist einen Weg gefunden, diese zumindest vor einem kleinen Publikum aufzuführen: immer am Montagabend, in seiner Privatwohnung. "Les Lundis" waren im Paris der 1860-er Jahre eine angesagte kulturelle Institution.
11 Minuten
Fast wäre Kirsten Flagstad, eine der größten Wagner-Sängerinnen des letzten Jahrhunderts, Pianistin geworden. Denn erst 1930 verschrieb sich die 1895 geborene Norwegerin ganz der Kunst Wagners. Doch dann ging alles ganz schnell: frisch entdeckt, wurde sie an der New Yorker Met ab 1934 zum großen Star und so populär, dass die US-amerikanische Wagner-Rezeption in das Zeitalter "before and after Kirsten" eingeteilt wurde. Eine Jahrhundertstimme, warm, reich und expressiv, von immenser Kraft und Größe. Privat indes blieb der Weltstar stets nahbar und uneitel. ZOOM würdigt die Sopranistin zu ihrem 125. Geburtstag.
9 Minuten
Zum 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, geht es in diesem ZOOM um Charles Ives. Er war der erste Komponist, der es wagte, abseits von Brahms, Tschaikowsky und Beethoven eine eigene amerikanische Musik zu komponieren. Hauptberuflich war er Versicherungsunternehmer. Ganz nebenbei hatte er außerdem politische Ideen, die ihrer Zeit weit voraus waren - und heute wieder ziemlich aktuell sind.