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Digital Archiv
463 Episoden
36 Minuten
Heute treffen zwei bemerkenswerte Ereignisse aufeinander: Einerseits halten wir im Nerdfunk wie jeden letzten Dienstag im Monat Kummerbox live ab. Andererseits ist Halloween. Das ist ein invasiver Brauch, von dem zu Matthias’ Jugendzeiten noch niemand gehört hatte, der aber mit Umweg über die Vereinigten Staaten und deren kulturelle Erzeugnisse auch bei uns eingewandert ist. Und ja, wir haben auf Computerprobleme gehofft, bei denen das eine zum anderen kommt: Auf heulende Festplatten, quietschende Tastaturen und KIs, die «Trick or Treat» rufen, statt uns brav unsere Fragen zu beantworten. Leider wird nichts daraus. In Ermangelung von gruseligen, kürbismässigen oder Süssigkeiten-lastigen Fragen müssen wir unser ganz normales Pensum abarbeiten. Oder doch? Wenn wir Erikas Frage genau ansehen, könnten wir uns vielleicht vorstellen, wie ein kleines Phantom in den Google-Drive-Servern hockt. Jedenfalls möchte sie wissen, warum es ihr unmöglich ist, Fotos per Link zu verschicken. Journalisten-Kollege Felix hält sein Telefon für verhext, weil es keine Interviews aufzeichnen will. Magnus fragt, warum sein E-Book-Reader nicht mit dem Mac zusammenkommen will. Und ja: Pauls Inbox ist von Spam besessen!
34 Minuten
Vor einem Monat haben wir gefragt, ob wir bald alle unsere Kameras wegschmeissen. Der Grund dafür ist – natürlich – die Revolution bei der künstlichen Intelligenz. Die Text-zu-Bild-Generatoren verwandeln jede Idee innert Sekunden in ein Motiv, ohne dass man dafür seinen Fotoapparat zücken oder gar ein Stativ oder eine Leuchte aufstellen müsste. Heute erfolgt der zweite Teil der Sendung: Wir stürzen uns auf die Bildgeneratoren, die bei ihrem Durchbruch noch primitive und oft bizarre Resultate erzeugt haben, ein Jahr später aber die Kinderkrankheiten überwunden haben. Wir erklären den Fortschritt, wie man sie nutzt und wie wir sie einsetzen. Und natürlich kommen wir auch nicht um die Frage herum, ob das nun eigentlich Kunst ist, was der Computer da erzeugt: Müssen wir uns als kreative Geister von diesen Maschinen bedroht fühlen? Oder ist es nur halb so wild – und sind sie einfach ein neues Werkzeug, das etwas schlauer ist als die, die wir bislang benutzt haben?
34 Minuten
In der letzten Zeit ist einiges passiert, über das wir dringend reden müssen: In der Schweiz hat ein Elektroniklädelisterben eingesetzt; nachdem Steg vor einem Monat den Betrieb eingestellt hat, gibt Coop die Microspot-Marke auf. Kaufen wir Computer, Gadgets und den ganzen Technik-Kram bald nur noch online ein? Ausserdem hat sich Oppo völlig unerwartet aus der Schweiz zurückgezogen. Und Betrüger haben versucht, Digichris über einen Telefonanruf zu leimen. Immer, wenn so viel aktueller Redebedarf besteht, halten wir eine Patch-Tuesday-Folge ab. Und wie immer könnt ihr, wenn ihr die Sendung live hört, euren Senf dazugeben oder Themen wünschen. Die Kontaktmöglichkeiten findet ihr hier unter Live-Beteiligung. Ein kleiner Hinweis: An dieser Sendung nimmt auch ChatGPT teil. Die zu langen Wartezeiten auf eine Antwort haben wir im Podcast etwas gekürzt.
34 Minuten
Für die Herbstferien haben wir uns ein richtig locker-heiteres Thema ausgedacht: Excel. Die Tabellenkalkulation hält sich hartnäckig – und verweigert sich auch weitgehend jedem Fortschritt. Im September 1985 erfunden, funktioniert sie heute noch fast wie damals, obwohl diverse Start-ups gab, die versucht haben, das Rad neu zu erfinden. Wir gehen diesem Phänomen auf die Spur – und diskutieren darüber, wie man diese Software sinnvoll einsetzt, wo es gute Alternativen gibt und wie uns bei kniffligen Berechnungen heute die Chatbots helfen können. Und wir fragen uns, was an den Gerüchten dran ist, dass Excel Raketenabstürze verursachte, die Olympischen Spiele beeinträchtigte, einigen Firmen Milliardenverluste bescherte und womöglich auch an der Finanzkrise 2008 nicht unbeteiligt war …
35 Minuten
Wir sind grosse Freunde des Recyclings. Einerseits sind wir unserem Umweltgewissen schuldig. Denn ja, unsere Gadget-Leidenschaft geht auch mit einem gewissen Ressourcenverbrauch einher. Andererseits ist die Wiederverwertung auch eine hervorragende Methode, einen freudigen Moment ins Radio zu verlängern. Darum rezyklieren wir heute ein Thema, das Matthias bereits in seinem Blog und in der Zeitung breitgetreten hat, das aber so schön retro ist, dass wir es euch hier nicht vorenthalten wollen. Wir möchten den Fortschritt feiern, indem wir uns zusammen daran erinnern, wie schlimm die Computerei doch früher war: Immer zu wenig Speicher und Hardware-Engpässe, Programme wie Defrag und Zonealarm, mit denen wir uns herumschlagen mussten. Inkompatible Dateiformate. Treiber-Ärger und die Mühsal, eine externe SCSI-Festplatte oder einen Scanner zum Laufen zu bringen. Abstürze, Fehlermeldungen. Config.sys und Autoexec.bat. Die mühselige Suche nach Software quer durchs Internet. Viren, Würmer, Schadsoftware, Spam. Und last but not least: Quietschende Analogmodems und eine Verbindungsgeschwindigkeit von 56 kbps.
35 Minuten
Unsere Abneigung gegen Drucker ist legendär. Trotzdem stellen wir unsere persönlichen Gefühle hintenan und versuchen, mit unseren gesamten (bescheidenen) Möglichkeiten zu erklären, wie man Druckprobleme am Mac behebt. Aber es bleibt dabei: Im papierlosen Büro lebt es sich glücklicher. In der heutigen Folge von Kummerbox Live gibt es zum Glück nicht nur Probleme, die mit störrischen Ausgabegeräten in Zusammenhang stehen. Valentin möchte wissen, wie er die Grösse seiner Fotomediathek auf dem Mac beschränkt. Magnus möchte wissen, wie er seine Passwörter am sichersten speichert: In einem kostenpflichtigen Passwortmanager wie Passwortmanager Dashlane Premium – oder doch einfach im Schlüsselbund von Mac, iPad und iPhone? Thomas wird in Onenote durch eine andauernd erscheinende Fehlermeldung am Arbeiten gehindert. Und Lorenz erlebt einen «Interruptus» mit Amazon Music, weil dort seine gekaufte Musik nicht mehr abgespielt wird.
38 Minuten
Die Fotografie ist für viele Entwicklungen in der digitalen Welt ein Frühindikator: Bei ihr war absehbar, wie die «Stümper» (Andrew Keen, «The Cult of the Amateur») die Profis bedrängen und mit einem Überangebot für einen Preisverfall verantwortlich sind. Heute sehen wir, wie die Allgegenwart der Smartphone-Kamera unseren Umgang mit Bildern verändert und – wie Kritiker sagen – auch unsere Erinnerungskultur beeinflussen. Und das ist erst der Anfang: Jetzt zieht die künstliche Intelligenz in die Bildbearbeitung ein und lässt die Grenzen zwischen Realität und weiter verschwimmen. Und während sich die einen über ganz neue künstlerische Ausdrucksmöglichkeiten freuen, haben die anderen Angst vor Deepfakes und fordern eine KI-Deklarationspflicht und eine Rückkehr des analogen Films als Garant der Echtheit. In der heutigen Sendung äussern wir Nerdfunker die Vermutung, dass auch diese Suppe nicht so heiss gegessen wird, wie sie derzeit kocht. Wir müssen und werden lernen, mit diesen neuen Werkzeugen umzugehen. Und wie üblich werden wir einen Modus Operandi finden, ohne dass das Abendland zugrunde geht. Aber ob wir recht haben oder viel zu Tech-gläubig sind – das ist die Diskussion heute.
33 Minuten
Unsere Arbeit verändert sich rasant: Wir arbeiten regelmässig von Zuhause aus oder aus dem Kaffee, die Grenzen zwischen Job und Privatleben verfliessen, wir mutieren zu digitalen Nomaden oder wenigstens zu «Hot-Deskern» – und das alles bringt mehr Flexibilität, erhöht aber auch die Anforderungen an Zusammenarbeit und unser Organisationstalent. In der Sendung heute widmen wir uns einem Puzzleteilchen, das aber ein entscheidender Erfolgsfaktor ist: der Kommunikation im Team. Die findet heute kaum mehr per Mail oder Telefon statt, sondern mit Slack oder Teams. Das sind Chat-Apps für Unternehmen, die sowohl in grösseren Gruppen als auch für Zweiergespräche funktionieren. Wir sprechen über unsere Erfahrungen mit diesen Programmen, über die Vorteile und Schattenseiten – und die Frage, was in dieser schönen neuen Arbeitswelt mit der viel zitierten Work-Life-Balance passiert.
37 Minuten
Heute tauchen wir wieder einmal am tiefen Ende – falls wir diese englische Redewendung richtig verstanden haben. In der Hoffnung, nicht unterzugehen, beschäftigen wir uns mit Rudolfs seltsamem Computer, bei dem die Zahlen in Word und anderen Programmen plötzlich senkrecht gestapelt werden, statt brav hintereinander zu stehen. Reinhard will ChatGPT Deutsch beibringen und Beat findet, sein iPhone 6s Plus hätte mehr Speicher verdient, als die mickerigen 16 GB, die Apple ihm gegönnt hat – und ein «Geht nicht» will er nicht gelten lassen. Ausserdem heute bei Kummerbox Live, sofern die Zeit reicht: Werners Vermutung, die Spamfilter würden von den Spamversendern zu besonders raffinierter Spamverteilung missbraucht. Und Hans fragt sich, auf welchen Bäumen seine Druckertreiber wachsen – oder so ähnlich.
37 Minuten
In drei Tagen ist es so weit: Das neue Schweizer Datenschutzgesetz (DSG) tritt in Kraft. Es sorge dafür, dass «der Datenschutz den technologischen Entwicklungen angepasst, die Selbstbestimmung über die persönlichen Daten gestärkt sowie die Transparenz bei der Beschaffung von Personendaten erhöht» werde, schreibt der Bund. Das klingt höchst erfreulich für uns alle, die wir Daten produzieren und bei den Tech-Konzernen deponieren. Doch es gibt auch eine Kehrseite: Wer Daten von anderen entgegennimmt, muss mehr Vorsicht walten lassen – ansonsten happige Bussen drohen. Betroffen sind Unternehmen, aber auch Private, die eine eigene Website betreiben. Das löst derzeit eine gewisse Unruhe aus. Ist die angezeigt? Obwohl wir alles blutige Juristen-Laien sind, nehmen wir uns heute diesen Fragen an.
36 Minuten
Wir entschuldigen uns zuallererst für den uncharmanten Titel der heutigen Episode. Aber man wird doch noch fragen dürfen! Denn nachdem wir nun auch gezwungen wurden, uns vom sympathischen Vogel-Icon zu verabschieden, ist unsere Geduld am Ende. Trotzdem ist es unser Vorsatz, das Thema nüchtern und sachlich anzugehen. Denn eines ist nämlich interessant: Mit der Umbenennung ist jetzt klar, was Elon Musk mit dem Twitter-Kauf bezweckt: Er will X zur «Everything-App» verwandeln. Das Vorbild ist das chinesische Wechat, das nicht nur für Kommunikation, sondern auch für Shopping, Online-Dienstleistungen, Geldgeschäfte und vieles andere zuständig ist. Das wirft Fragen auf: Wollen wir tatsächlich chinesische Verhältnisse, was unsere App-Nutzung angeht? Was wären die Vorteile, was die Risiken – angesichts der vielen anderen Veränderungen, die bei Twitter, Pardon: X auch vor sich gehen. Die jüngste davon ist, dass Elon Musk die Blockierfunktion abschaffen will.
37 Minuten
Wir kennen ihn als Blogger und als Polterer in den sozialen Medien: Doch jetzt schlüpft er in eine neue Rolle – nämlich die des Science-Fiction-Autors. Réda El Arbi hat einen Cyberpunk-Roman geschrieben, der im Zürich der 2080er-Jahre spielt, das vom Klimawandel und Kapitalismus-Exzessen ziemlich gebeutelt worden ist. In seine «empfindungsfaehig» schickt Réda seine einarmige Heldin auf eine rasante Mission. Lea Walker muss Putschisten zur Strecke bringen, die es auf die Regierung Europas abgesehen haben, die wiederum längst nicht mehr aus Menschen besteht, weil seit den 2060er-Jahren eine künstliche Intellinz namens «EuroGov» die Geschicke des Kontinents lenkt. In diese Geschichte bekommen wir es auch mit religiösen Fundis, einer Gruppe von libertären Milliardären, die sich in einen künstlichen Erdsatelliten namens Orbital abgesetzt haben, und den Blood Sisters zu tun – das wiederum ist eine kriminelle Frauen-Gang, die Lea für ihre Mission anheuert. Wohin das alles führen wird, erfahren wir in der heutigen Sendung. Réda El Arbi ist in der letzten Ausgabe des Nerdfunks vor der Sommerpause Gast im Studio. Er erzählt, wie er dazu gekommen ist, diese Geschichte zu erzählen – und wie es sich anfühlt, in die Fussstapfen von Philip K. Dick oder Douglas Adams zu treten.
36 Minuten
Es gibt nichts, was die künstliche Intelligenz nicht könnte: Ob schreiben, übersetzen, illustrieren, moderieren, recherchieren oder kolorieren – die neue Technologie dringt in alle Lebensbereiche vor, und zwar in einem atemberaubenden Tempo. Das Beratungsunternehmen McKinsey sieht das Marktpotenzial bis 2030 bei 13 Billionen US-Dollar und behauptet, bis dahin würden siebzig Prozent aller Unternehmen mindestens eine Form von KI einsetzen. Diese Entwicklung sei grösser als die industrielle Revolution. In der heutigen Sendung wollen wir ausloten, wie sich diese neuen Werkzeuge heute schon einsetzen lassen: Wo bringen sie etwas im Alltag? Und wo sind es lustige und interessante Spielereien? Und Achtung! Die Shownotes sind für die heutige Folge wieder einmal sehr umfangreich ausgefallen: Wir haben etwa drei Dutzend solcher Werkzeuge aus elf Bereichen ausprobiert und aufgelistet, die man heute schon (mehr oder weniger) produktiv einsetzen kann – dieser Katalog ist eine gute Anlaufstelle für Leute, die dieser Sache noch skeptisch gegenüberstehen. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-669/
34 Minuten
Wenn die Temperaturen steigen, sinkt unsere Geduld mit den digitalen Geräten. Oder wie sonst wäre der verblüffende und unerwartete Anstieg bei den Fragen an «Kummerbox Live» zu erklären? Seit der letzten Woche gab es fast ein Dutzend Anfragen, die wir in dieser Folge wohl nicht alle abarbeiten können. Aber wir versprechen: Wir geben unser Bestes! Eva möchte wissen, wie sie Dokumente sicher übermittelt. Jürg fragt, ob ihm die KI dabei helfen könnte, seine neurologisch bedingte Sprechbehinderung zu kompensieren. Erika fragt sich, was es mit der Einstellung von Apples Fotostream auf sich hat. Und Dorothee will wissen, wie sie das Impressum ihrer Website korrekt gestaltet. Und Nicole hat Zweifel daran, dass unsere Handys uns tatsächlich nicht belauschen – obwohl wir das doch im Nerdfunk 582 beteuert haben. Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-668/
37 Minuten
Es ist ein Horror-Szenario: Während einer Reise kommt das Handy, der Laptop oder sonst ein Gadget abhanden – und man steht da, ohne elektronisches Billett, Navigation und Kommunikations-Möglichkeit. Was nun? Da Digichris vor ein paar Tagen ein einschlägiges Erlebnis hatte, ist es höchste Zeit, dieses Thema planmässig anzugehen: Wir besprechen, wie man sich in einer akuten Situation verhält und die Bredouille abwendet. Vor allem aber erklären wir, welche Vorbereitungen wir treffen können – und wie dank moderner technischer Mittel die Chancen gar nicht so schlecht stehen, ein verlorenes oder vergessenes Gerät zurückzuerhalten. Und es geht auch darum, wie diese Mechanismen helfen, dass Gadgets und Tablets keine lukrative Diebesbeute mehr sind. Falls ihr eigene einschlägige Erfahrungen habt, lasst uns das wissen; am liebsten live in die Sendung via Discord (http://bit.ly/nerdfunk). Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-667/