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Verbunden bleiben! Archiv

51 Episoden
16 Minuten
Die Geschichte von Rut im Alten Testament ist eine wunderbare Erzählung von einer mutigen Frauenfigur in der durch und durch patriarchalen Welt der Bibel. Rut ist ein vielschichtiges Buch über Trauer und Neuanfang, Mut und Fremd sein, Liebe und Dazugehören. Manche Themen aus der Geschichte sind bis heute erschreckend aktuell: Der gesellschaftliche Status von Frauen und Männern oder die Herausforderungen als religiös oder ethnisch Fremde in einer neuen Heimat Fuß zu fassen. Ruts Geschichte, so viel darf man schon verraten, hat ein Happy End und diese mutige, junge Frau bekommt einen bedeutenden Platz in der Geschichte des Volkes Israels und auch im Stammbaum Jesu. - Autor: Moritz Gräper, Pfarrer der Auferstehungs-Kirchengemeinde (https://auferstehungsgemeinde-muenster.ekvw.de) und für Citykirchenarbeit in Münster (https://www.facebook.com/mscity.evangelisch/) - Musik: Brigitte Stumpf-Gieselmann, Klaus Homann und der Gemeindechor ‚Gaudeamus‘ - Titel- und Bibeltext: Dennis Mohme - Produktion: Lukas Pietzner
16 Minuten
Aus dem Gespräch mit Marina Weisband ist mir das Thema Umgang mit Hass und Hetze im Netz und in der analogen Welt hängen geblieben. Das ist eine belastende Realität unserer Zeit. Die Bibel überliefert wie viele andere Kulturen und Religionen einen schlichten Merksatz, der ein Schlüssel zur Überwindung von Hatespeech und Hasskriminalität sein kann: Behandle andere so, wie du auch behandelt werden möchtest (vgl. Mt 7,12). Die Goldene Regel ist einfach, aber weise. Und sie ermutigt auch zu mehr Zivilcourage, online und auf der Straße.
1 Stunde 21 Minuten
Unser heutiger Gast ist 32 Jahre alt und in der Ukraine geboren. Als Kind kam sie mit ihrer Familie nach Deutschland und lebt seit einigen Jahren in Münster. Sie ist Diplompsychologin und Expertin für digitale Partizipation und Bildung. Sie ist verheiratet und hat eine Tochter. Sie ist Künstlerin und zeichnet. Von 2011 bis 2012 war sie politische Geschäftsführerin der Piratenpartei. In dieser Zeit ist sie sehr bekannt geworden. Heute engagiert sie sich bei den Grünen. „Wir nennen es Politik“ (https://www.klett-cotta.de/buch/Tropen-Sachbuch/Wir_nennen_es_Politik/31736) heißt ihr 2013 erschienenes Buch. Darin schildert sie für Politik-Neueinsteiger die Möglichkeiten neuer demokratischer Formen durch Nutzung des Internets. Seit 2014 leitet sie bei politik-digital e.V. das Projekt aula - ein Konzept zur politischen Bildung und demokratischen Beteiligung von Jugendlichen an den Regeln und Angelegenheiten ihrer Schulen und außerschulischen Organisationen (https://www.politik-digital.de/projektuebersicht/aula-schule-gemeinsam-gestalten/). Darüber hinaus hat sie eine regelmäßige Radiokolumne beim Deutschlandfunk (https://www.deutschlandfunk.de/rassismus-in-der-sprache-uns-fehlen-die-worte.2907.de.html?dram:article_id=478357) und moderiert den Podcast "Überstunde" bei mediapioneer auf einem Schiff in Berlin (https://www.thepioneer.de/originals/die-ueberstunde/podcasts). Hineingeboren in eine jüdische, aber atheistische Familie, kam sie als junge Erwachsene zum jüdischen Glauben. Sie ist so vielfältig beschäftigt, dass ich Zweifel hatte, dass sie Zeit für VERBUNDEN MIT… hat. Und dann hat sie auch noch, einen Tag nachdem ich sie per Mail angeschrieben hatte, getweetet, ob ihr nicht jemand die 95 ungelesenen Mails abnehmen könnte, die in ihrer Mailbox warten. Da dachte ich, okay, die hat einfach zu viel um die Ohren. Umso mehr freue ich mich auf dieses spannende Gespräch, das wir im Gemeindehaus der Auferstehungskirche aufgezeichnet haben. Wir sind jetzt verbunden mit Marina Weisband.
22 Minuten
Jesus ist vielen Menschen zurecht ein Vorbild. Seine zugewandte, mit Konventionen brechende, menschen-, lebensfreundliche und Grenzen überwindende Art, wie sie in den Evangelien überliefert ist, inspiriert. In dieser Folge geht es dagegen um Jesu Begegnung mit einer Griechin (Markus 7,24-30), in der die harsche Reaktion und abwertende Rhetorik Jesu überrascht. Diese Geschichte macht deutlich, warum Exegese, also die wissenschaftlich verantwortete Auslegung der Bibel, eine fortdauernd wichtige Aufgabe bleibt und man als Leser kritisch bleiben muss. Die Frau, die als „ausländisch“ und „andersreligiös“ in der Erzählung markiert wird, taugt als Vorbild für mutigen, emanzipierten und mündigen Glauben.
17 Minuten
Karneval gehört mit zur Corona-Geschichte, weil von einer Feier viele Infektionen ausgegangen sind. Darum geht es aber in dieser Folge von Verbunden bleiben! nicht. Es geht um einen Aspekt von Karneval, der auch Karnevalsmuffel überzeugt. Jede Jeck is anders und wenn alle verkleidet sind, sehen zwar alle anders aus, sind aber doch alle gleich. Das tut einer Zeit gut, in der die Gesellschaft von manchen Kräften gespalten wird und extreme Meinungen lautstark geäußert werden. Und eine alte weise Einsicht aus dem Alten Testament kommt vor: „Der Mensch sieht, was vor Augen ist. Gott aber sieht das Herz an“ (1Samuel 16,7).
1 Stunde 7 Minuten
In dieser Folge sind wir verbunden mit Mouhanad Khorchide. Der Islamische Theologe wurde 1971 in Beirut in eine palästinensische Familie geboren. Über Stationen in Saudi Arabien und Österreich landete der Soziologe und Theologe vor zehn Jahren in Münster und wurde hier Professor für Islamische Religionspädagogik. Er ist der Leiter des Zentrums für Islamische Theologie (https://bit.ly/37Ylki2) und einer der Principal Investigators des Exzellensclusters Religion und Politik (https://bit.ly/2VfIVFJ) an der WWU Münster. Dazu ist er Gründungsmitglied der Muslimischen Gemeinschaft NRW (https://www.mg-nrw.de/), ein Verband für Musliminnen und Muslime, die eine weltoffene Religiosität pflegen und die Friedenspotentiale des Islams in den Vordergrund stellen möchten. Er schreibt wissenschaftliche Bücher und Artikel dazu Kolumnen in arabisch- und deutschsprachigen Medien. Er steht für einen Islam, in dem Barmherzigkeit das Zentrum bildet. Seine progressiven und liberalen Thesen sind in der muslimischen Community hochkontrovers. Sein im Podcast empfohlenes Buch „Islam ist Barmherzigkeit“ gibt es hier: https://bit.ly/2zZFJXv. Wir freuen uns auf ein spannendes Gespräch mit einem der profiliertesten Islamischen Theologen der Gegenwart.
21 Minuten
Er wird Messias genannt oder Wort von Gott. Er wurde der Heiligen Schrift zu Folge von einer Jungfrau geboren und mit Heiligem Geist gestärkt. Und seine Botschaft hieß Evangelium. Die Rede ist von Jesus. Klar. Aber in dieser Folge nicht vom Jesus der Bibel, sondern von Jesus im Koran. In dieser Folge von Verbunden bleiben! geht es um die Ähnlichkeiten und Unterschiede zwischen Koran und Bibel, zwischen Islam und Christentum. Moritz Gräper erzählt von seiner Erfahrung als Student in der Türkei, wo er 2011 als ‚Alman Papaz‘ in den Abendnachrichten im Fernsehen vorkam. Diese Folge ist ein Plädoyer für Dialog, Begegnung, das Lernen vom anderen und das Miteinander der Religionen. So sieht das übrigens auch ein Vers im Koran: „Ihr Menschen! Siehe, wir erschufen euch als Mann und Frau und machten euch zu Völkern und Stämmen, damit ihr einander kennenlernt“ (Koran 49,13). In diesem Sinne: Allah’a emanet ol! (Sei von Gott behütet!)
19 Minuten
Rassismus ist eine traurige Realität, nicht nur in den USA, sondern auch bei uns. In dieser ersten Folge von Verbunden bleiben! nach der Pause reflektiert Moritz Gräper aus Anlass des Mordes eines weißen Polizisten am schwarzen George Floyd in den USA, wie er selbst mit allen anderen weißen Menschen in den strukturellen Rassismus verstrickt ist. Viele der Gedanken sind inspiriert von Alice Hasters, die mit ihrem Buch „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen aber wissen sollten“ eine sehr empfehlenswerte Lektüre vorgelegt hat. Es geht auch um die Ambivalenz der Bibel in der Frage von Dazugehören und Fremdsein. Ein schöner alter biblischer Vers aus 3. Mose 19,34 wird als Schlüsseleinsicht auch für heute herausgestellt.
1 Stunde 6 Minuten
In dieser Folge sind wir verbunden mit Holger Erdmann. Erdmann ist der neue Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Münster und schaut auf 17 Jahre Erfahrung als Pfarrer, Lehrer und Notfallseelsorger zurück. Es geht um seinen Start im neuen Amt, seinen Weg als Pfarrer, Umgang mit schwierigen Situationen und Trauer, Kirche in der Corona-Zeit, seine Vision für Münster und auch Entspannung in der Sauna und Wandern.
30 Minuten
Eigentlich sollte es nur ein kurzer Gesprächsteil für Folge 10 werden und zack, waren auch schon 30 Minuten aufgenommen. Wer Lust auf ein paar Einblicke in die Entstehung von Verbunden bleiben zu bekommen und überhaupt einmal die Stimme von Brigitte Stumpf-Gieselmann und Lukas Pietzner zu hören, der sollte sich das Teamgespräch anhören. Viel Freude!
17 Minuten
In dieser Folge geht es um die Bibel. Schwierige und schöne Geschichten aus 2000 Jahren Literatur finden sich in Altem und Neuem Testament. Vieles über das Menschsein kommt in den Erzählungen zum Ausdruck. Eine der Lieblingsstellen von Moritz Gräper (Jeremia 1,4-10) wird vorgestellt. Darin geht es um Selbstzweifel, Empowerment und Mut. Das können wir alle gerade in der jetzigen Zeit gebrauchen.
20 Minuten
Viele Tausend Konfirmandinnen und Konfirmanden würden eigentlich in diesen Tagen ein großes Familienfest mit Gottesdienst und Abendmahl, leckerem Essen und Geschenken feiern. Auch bei uns wird die Konfirmation von 22 Mädchen und Jungs, die zu einer tollen Gruppe geworden sind, in diesem Jahr auf unbestimmte Zeit verschoben. Heute wäre eigentlich ihr Tag gewesen, deswegen ist diese Folge ihnen gewidmet. Es geht um Gemeinschaft und den Barmherzigen Samariter. Und dazu gibt es einen Gruß von den Teamern Anna und Jan. Wir freuen uns über Follower bei Instagram und Facebook. Sie finden uns unter "auferstehung muenster".
18 Minuten
Ein Besuch auf dem Wochenmarkt, die Geschichte von Noah und der Arche und dazu noch ein Stück aus einer Predigt von Professor em. Christian Grethlein, einem der renommiertesten Praktischen Theologen im deutschsprachigen Raum und Gemeindemitglied bei uns, über die Handicaps von Philipp Melanchthon. Diese Folge erzählt warum der Regenbogen ein Zeichen der Zuversicht ist (1. Mose 9,8-13), Gott besonders den „müden und matten“ Kraft gibt und dass es schon viele vor uns geschafft haben, sich auf eine neue Normalität einzulassen.
13 Minuten
Jesus ist wahrhaftig auferstanden. Das erkennen die Jünger erst im Nachhinein in Emmaus, wenn Jesus als Auferstandener mit ihnen Abendmahl gefeiert hat (Lukas 24,13-31). So ist es oft im Leben. Im Nachhinein ist man klüger und versteht Zusammenhänge. Auch die Corona-Krise und ihre Konsequenzen auf alle Bereiche unseres Lebens werden wir erst im Nachhinein erkennen. Ostern ist in diesem Jahr besonders wichtig, als Fest der Hoffnung in einer nie dagewesenen Krise. Pfarrer Moritz Gräper und unser Produzent Lukas Pietzner waren an der Produktion von besonderen Videogottesdiensten für den Kirchenkreis Münster beteiligt. Ab Karfreitag bzw. ab Ostersonntag sind die Gottesdienste zum Mitfeiern über den YouTube-Kanal des Kirchenkreises Münster erreichbar: https://bit.ly/3bSADJO
13 Minuten
An Karfreitag schauen wir auf das Kreuz Jesu und denken an das Leid in der Welt. Corona macht Krankheit und Tod allgegenwärtig in unserer Zeit. Was kann man angesichts des Todes von Menschen eigentlich sagen? In dieser Folge Verbunden bleiben! wird das berühmte Gedicht „Von guten Mächten“ von Dietrich Bonhoeffer zitiert, dazu ein Wort der Hoffnung von Gott an sein Volk Israel (Jes 43,1-2): „Fürchte dich nicht!“ Jesu Tod am Kreuz steht beispielhaft für einen zu frühen, grausamen Tod. Heute ist der Tag im Jahr, um an alle zu denken, die Leid ertragen, trauern und um ihr Leben kämpfen. Pfarrer Moritz Gräper und unser Produzent Lukas Pietzner waren an der Produktion von besonderen Videogottesdiensten für den Kirchenkreis Münster beteiligt. Ab Karfreitag bzw. ab Ostersonntag sind die Gottesdienste zum Mitfeiern über den YouTube-Kanal des Kirchenkreises Münster erreichbar: https://bit.ly/3bSADJO