Verbunden bleiben! Archiv
51 Episoden
22 Minuten
Jersualem verzaubert ihre Besucherinnen und Gäste. Heilig für drei Religionen und Magnet für Millionen von Menschen, die die Grabeskirche, den Tempelberg und den Felsendom einmal sehen möchten. „Das neue Jerusalem“ ist das Symbol in der Offenbarung des Johannes auf eine Transformation durch Gott. Auf der Schwelle von Leben und Tod, aber auch im Hier und Jetzt.
33 Minuten
Wie war es, einen Radio-Gottesdienst zu senden? Darum geht es in dieser Folge. Es gibt Einblicke in die Vor- und Nachbereitung, wie es sich anfühlt, wenn einem 200.000-400.000 Menschen zuhören und wie die Rückmeldungen waren. Das gemeinsame Gestalten dieses Deutschlandfunk-Gottesdienstes war für alle ein Highlight. Wer den ganzen Gottesdienst nachhören möchte, kann das hier tun: https://rundfunk.evangelisch.de/kirche-im-radio/dlf-gottesdienste/bis-der-tag-anbricht-11627
1 Stunde 12 Minuten
Heute spreche ich mit einem Mann, den man nicht leicht in eine Kategorie einordnen kann. Er ist Künstler, aber nicht einer, dessen Werke man in Museen oder Galerien betrachtet. Das wäre ihm zu elitär. Seine Kunst ist immer öffentlich und genreübergreifend. Theaterstücke, Installationen, große Veranstaltungen oder ein dezentrales Konzert. Was er kreiert hat stets Haltung und ist gesellschaftspolitisch relevant. Geboren 1960 in Stuttgart landete mein heutiger Gast nach einem Design-Studium in Münster. Heuerte beim Borchert-Theater an, arbeitete dort einige Jahr sehr intensiv, auch als kommissarischer Intendant. Seit 1990 ist er freischaffend tätig. Seine Kunst prägt seit Jahren unsere Stadt. Ich freue mich auf ein Gespräch über Kunst in der Pandemie, Ideen für die Zukunft, Fleischkonsum und was Religion und Glaube mit unserm Zusammenleben zu tun hat. Wir sind jetzt verbunden mit… Thomas Nufer.
15 Minuten
Die zweite Tafel der 10 Gebote regelt das menschliche Zusammenleben. Kurz und prägnant, uralt und bis heute sofort einleuchtend. Die zweite Tafel schützt Werte, die unsere Menschlichkeit ausmachen: Das Leben, unsere Beziehungen und Familien, das Eigentum, die Wahrheit, und die Haltung, dass man anderen etwas gönnt und ihnen nicht neidet. Warum „Du sollst nicht stehlen“ das Gebot ist, auf das sich die anderen herunterbrechen lassen, erfährt man aus Khaled Hosseinis Bestseller „Drachenläufer“, aus dem ein Stück vorgelesen wird.
23 Minuten
In dieser und der nächsten Folge geht es um die 10 Gebote. Diese Reihe von Regeln gehört sicher zu den bekanntesten Texten aus der Bibel. Sie enthalten Normen und schützen Werte, die heute noch in Verfassungen und den Menschenrechten ihre Spuren hinterlassen haben. Besonders das Gebot Vater und Mutter zu ehren passt in unsere Zeit. Die gesellschaftlichen Einschränkungen in der Pandemie sollen die Eltern und Älteren schützen und ehren. Aber auch die anderen Gebote behalten ihre Plausibilität bis heute.
1 Stunde 8 Minuten
Unser heutiger Gast ist 66 Jahre alt, seit 44 Jahren verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und ist stolzer Großvater. Der gebürtige Nürnberger hat Theologie und Philosophie in München, Göttingen und Erlangen studiert, war Pfarrer und Religionslehrer in Regensburg und hat parallel an der Uni München seinen Doktorgrad erworben. Er war dann als Wissenschaftlicher Assistent in Erlangen, habilitierte dort und es folgten Stationen als Professor für Praktische Theologie und Religionspädagogik in Berlin, Halle und ab 1997 in Münster wo er über 40 Semester gelehrt und geforscht hat, bis er dann im vergangenen Frühjahr, zu Zeiten des ersten Lockdowns emeritiert wurde. Er gehört zu den profiliertesten und einflussreichsten praktischen Theologen im deutschsprachigen Raum, aber auch darüber hinaus. Er hat über 20 einschlägige Bücher zu ganz vielfältigen religionspädagogischen und praktisch-theologischen Themengebieten veröffentlicht, dazu war er als Herausgeber tätig, und hat zahlreiche Beiträge in Lexika, Sammelbänden und Fachzeitschriften und viele Praxishilfen für Schule und Kirche geschrieben. Sein Opus Magnum Praktische Theologie kennt buchstäblich jeder, der sich näher mit evangelischer Theologie und Kirche beschäftigt. Dazu hat er in kirchlichen Synoden beraten und kritisch begleitet, wie die evangelische Kirche auf verschiedensten Ebenen mit den Herausforderungen der Gegenwart umgeht. Sein großes Stichwort ist die Kommunikation des Evangeliums in der Gegenwart. Darüber, aber auch über seine Sicht auf das zurückliegende Jahr und die Pandemie und natürlich seine Ideen für eine Kirche der Zukunft möchte ich mit ihm sprechen. Wir sind heute verbunden mit… Christian Grethlein.
16 Minuten
In diesem Jahr feiern wir Heiligabend kleiner, stiller und zurückgenommener als sonst. Vielleicht kommen wir so näher an den Kern der Weihnachtsgeschichte, die von einer Geburt in karger Umgebung erzählt.
14 Minuten
Was für Worte von Maria! Ihr „Magnificat“ (Lk 1,46-55) ist ein starker Text, dessen sozialkritischer Ton keinen Deut Relevanz eingebüßt hat. Dazu kommt ein ökumenischer Gruß von Ludger Picker aus unserer katholischen Schwestergemeinde. Musikstücke: Magnificat Kanon, Dixit Maria, Tochter Zion, Magnificat (F. Durante)
15 Minuten
Die Geburt eines Kindes ist immer ein Grund zu Freude und Dankbarkeit. Es bleibt das größte Wunder des Lebens. Zacharias, der Vater Johannes des Täufers freut sich in seinem „Benedictus“ (Lk 1,68-79) und lobt Gott für seinen Sohn. Seine Wünsche werden zum Anlass genommen, einen Wunsch eines Vaters der Gegenwart für seine Kinder vorzulesen. Musikstücke: Nun sei uns willkommen, Macht hoch die Tür, Tochter Zion. Text aus „Die Winzigkeit des Glücks. Brief an meine Töchter“ von Johannes Ehrmann
18 Minuten
Jesaja (Jes 35,3-10) spricht von Zion als dem Sehnsuchtsort für die Menschen seiner Zeit. Seine Vision einer Welt, in der Blinde sehen und Lahme gehen hilft beim Durchhalten einer schweren Zeit, die sich wie Ohnmacht anfühlt. So eine Zeit erleben wir seit diesem Frühjahr und brauchen umso mehr die Weihnachtsbotschaft, die Hoffnung auf bessere Zeiten wachhält.
18 Minuten
Zum 1. Advent geht es um die Vision einer besseren Welt. Die alten Worte des Propheten Jeremia (Jer 23,5-8) ermutigen auch für die heutige Zeit die Sehnsüchte und Hoffnungen zu formulieren: „Es wird eine Zeit kommen…“ Das Warten im Advent ist vor allem das Warten auf die Geburt Jesu und damit auf die Kraft für Neues und für Transformation in unserer Welt.
1 Stunde 6 Minuten
Unser heutiger Gast wurde 1941 in Stettin geboren, floh mit ihrer Mutter am Ende des Kriegs Richtung Westen und landete über Stationen in Thüringen und Schleswig-Holstein erst in Aurich und dann in Oldenburg. Nach dem Abi studierte sie Englisch und Geographie in Freiburg, München und Mainz. In Mainz lernte sie ihren späteren Ehemann kennen, dem sie ihren unverkennbaren und für Schreibfehler anfälligen Nachnamen verdankt. Zusammen zog das junge Ehepaar nach Münster. Er promovierte an der Uni und sie arbeitete als Berufsschullehrerin. Ab 1989 gehörte unser Gast zu den wichtigen politischen Akteurinnen unserer Stadt. Sie war über dreißig Jahre im Rat und über 15 Jahre stellvertretende Bürgermeisterin. Und das alles ehrenamtlich. Ihre Leidenschaft galt immer Kultur, Integration und Bildung. Seit ein paar Tagen ist sie nun im wohlverdienten Ruhestand und ich freue mich auf ein spannendes Gespräch über die US-Wahl, ihre Biografie, Frausein in der Politik, wichtige Themen für die Zukunft von Münster und der Welt, die Rolle von Kirche in unserer Stadtgesellschaft und was sie nun eigentlich mit ihrer neugewonnen Zeit anfängt. Unser Gastgeber Moritz Gräper ist jetzt verbunden mit Beate Vilhjalmsson.
31 Minuten
In Joh 8 bringen Männer eine Frau zu Jesus. Sie sei eine Ehebrecherin und müsse gemäß dem biblischen Gesetz gesteinigt werden. Jesus nimmt den Anklägern mit einer entlarvenden Gegenfrage den Wind aus den Segeln und rettet die Frau: Wer unter euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein. Die Attitüde der religiösen Eiferer, die die Frau zu Jesus bringen erinnert an die Art wie Fundamentalisten stur und streng jedes Wort der Bibel unhinterfragt als Gottes Willen ansehen und anwenden wollen. Auch wenn es gegen zeitgemäße ethische Werte steht. Eine sehr geschätzte Kollegin von mir sah sich vor einiger Zeit einem solch fundamentalistisch denkendem Theologen und Pastor in einer quasi-Inquisition gegenüber, obwohl es eigentlich darum ging, einen ökumenischen Gottesdienst zu planen. Darum geht es in dieser Folge.
20 Minuten
Jesus wird angesprochen, wie seine Jünger darauf kämen am Sabbat Körner aufzusammeln. Seine Antwort ist bleibend weise, wenn es um den Sinn von Regeln und Gesetzen gibt. Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht und nicht der Mensch um des Sabbats willen. Regeln und Gesetze sollen dem Leben dienen. Was diese Einsicht mit dem Verhältnis von Judentum und Christentum, Antijudaismus und Antisemitismus und den Corona-Regeln zu tun hat, wird in dieser Folge reflektiert. Es wird auf den Podcast „Lebenszeichen“ von Simon Hillebrecht und Aike Schäfer verwiesen (https://open.spotify.com/episode/0sSjgbjp6HXrxBiVCalYAQ?si=WOXdybNbRAWQpyZbrKBlZw), in dem die beiden mit dem emeritierten Professor für Klavier, Matitjahu Kellig, gesprochen haben, der sich als Vorsitzender der jüdischen Gemeinde Herford-Detmold engagiert.
1 Stunde 14 Minuten
Unser heutiger Gast ist wurde 1992 geboren, kommt vom Niederrhein und lebt seit 2013 in Münster. Er ist katholischer Theologe und arbeitet als pastoraler Mitarbeiter an der Lambertikirche mitten in der Stadt. Daneben ist er seit einigen Jahren gesellschaftlich, kirchlich und politisch sehr engagiert. Früher in der Jugendkirche Effata, bei Amnesty International und bei den Grünen, deren Sprecher er in Münster ist. Mir ist er aus den Medien bekannt, seitdem er eine der deutschlandweit größten Anti-Pegida Demos - oder besser gesagt eine riesige Demo FÜR Vielfalt und Toleranz - organisiert hat in unserer Stadt (https://youtu.be/Z93P42rXzCs). Und das als 22jähriger mit ein paar Kommilitonen und Freunden (https://youtu.be/q2wYGXhlupM). Das hat mich nachhaltig beeindruckt. Ich freue mich auf ein Gespräch über politisches Engagement, wie es ist, wenn plötzlich 20mal so viele Menschen zur Demo kommen, als man angemeldet hatte, über Trauer und Einsamkeit und über Kirche und Theologie. Wir sind jetzt verbunden mit Stephan Orth. Dieses Gespräch haben wir schon Anfang Juli aufgezeichnet und mit der Veröffentlichung bis nach der Kommunalwahl bzw. einer möglichen Stichwahl gewartet.