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Auf geht's - der Reha-Blog! Archiv

234 Episoden
5 Minuten
Erstgespräche als Reha-Manager sind spannend, besonders was Informationen für Unfallopfer betrifft. Ein Unfallopfer berichtete, dass es von einer Physiotherapiepraxis begleitet wurde und dort negativ über die gegnerische Haftpflichtversicherung beraten wurde. Doch juristische Fragen sollten vom Anwalt geklärt werden. Das Unfallopfer wurde dazu angehalten, die Frage mit dem Anwalt zu besprechen und nach Begutachtung eine Entscheidung über eine Abfindung zu treffen. Vorsicht ist geboten bei Beratungen und Vergleichen, da jeder Fall individuell ist.
4 Minuten
Ein Unfallopfer leidet nach einer Wirbelsäulenverletzung unter Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Schon die kleinste Anstrengung ist schmerzhaft. Eine einwöchige physiotherapeutische Diagnostikmaßnahme in einer Reha-Klinik ergibt ein erhebliches muskuläres Defizit. Und dass fast drei Jahre nach dem Unfall. Fest steht, dass die betroffene Person nichts therapeutisch gemacht hat. Erstaunlich ist, dass eine stationäre Maßnahme abgelehnt wird. So werden die Möglichkeiten einer Teilhabe am Arbeitsleben dermaßen reduziert, dass am Sinn von entsprechenden Maßnahmen gezweifelt werden muss. Reha-Hemmnisse werden vom Unfallopfer verneint. Zeit, die Sache auf die schadensrechtliche Ebene zurückzugeben, um das weitere Vorgehen dort prüfen zu lassen.
4 Minuten
Ein schrecklicher Unfall hinterließ sichtbare und unsichtbare Narben bei einem jungen Unfallopfer. Das Reha-Management erwägt plastisch-chirurgische Maßnahmen, während das Opfer auch traumapsychologisch behandelt wird. Die PTBS-Behandlung begann spät aufgrund verspäteter Bekanntschaft zwischen Familie und Jörg Dommershausen. Dank der Haftpflichtversicherung konnte eine schnelle Lösung im Sozialversicherungssystem gefunden werden. Die PTBS hatte Auswirkungen auf Schule und Freundeskreis. Jeder Blick in den Spiegel erinnerte das Opfer an den tragischsten Tag, an dem nahe Verwandte starben. Eine Lösung wurde gesucht und eine Behandlungsoption bei Prof. Vogt, Chefarzt für Plastische Chirurgie an der MHH in Hannover, gefunden. Die Termine für die Operation müssen nun abgestimmt werden.
5 Minuten
Es ist schon manchmal sehr komisch bei der Reha-Planung. Da meldet ein Reha-Zentrum ein Problem mit einem Unfallopfer nach Hüftoperation. Die Vorstellung beim Operateur wird veranlasst. Als Reha-Manager stellt sich natürlich die Frage nach Komplikationen. Das Unfallopfer steigt aus dem Taxi aus und sitzt kaum im Rollstuhl und erklärt gleich, dass das Reha-Zentrum gesagt hätte, dass die Reha um zwei Wochen zu verlängern wäre. Ist da nicht erstmal die Frage mach der medizinischen Situation zu stellen. Und wer entscheidet denn über eine Verlängerung? Sicher nicht das Reha-Zentrum. Der Operateur stellt fest, dass alles in Ordnung ist. Und eine Verlängerung der stationären Maßnahme? Nein, das ist überhaupt nicht notwendig. Zumal das Unfallopfer selbst bei der Untersuchung berichtet, dass das gleich Reha-Programm auch ambulant am Wohnort angeboten wird. Also worum geht es dem Reha-Zentrum? Böse wäre wer denkt, dass es nur darum geht Geld zu verdienen. Genau diese Haltung macht das Versorgungssystem kaputt. Das Unfallopfer ist froh, dass es wieder nach Hause geht und am Wohnort neben der therapeutischen auch die ärztliche Versorgung gesichert ist.
5 Minuten
Für die Reha-Planung war es wichtig, all diese Informationen zu berücksichtigen. Wir vereinbarten eine ambulante und stationäre Reha, inklusive Psychotraumatologie und Schmerzmedizin. Wegen Schulter- und Kniebeschwerden wurden MRTs veranlasst, um die Verletzungen in Schulter, Ellbogen und Knie genauer zu untersuchen. Durch eine umfassende Behandlung soll sichergestellt werden, dass der Betroffene die bestmögliche Chance hat, sich zu erholen und wieder am Leben teilzunehmen.
7 Minuten
Ein Unfall kann das Leben von heute auf morgen komplett verändern. Wenn man dann nicht mehr so arbeiten kann wie bisher, ist das besonders schwierig. Das musste auch das Unfallopfer in unserem Beispiel erfahren, das nach einem Autounfall eine schwere Hüftverletzung erlitten hatte. Eine Standard-Reha-Maßnahme brachte nicht den gewünschten Erfolg. Im Rahmen der medizinischen Reha-Planung stellte sich heraus, dass ein Knochen im Bereich der Hüfte nicht richtig zusammengewachsen war. Das Unfallopfer hat weiterhin Schmerzen und kann nicht mehr so arbeiten wie bisher. Als Reha-Manager war es für Jörg Dommershausen eine Herausforderung, dem Unfallopfer zu helfen. Gemeinsam wird mit dem BG-Klinikum Hamburg eine Lösung gesucht. Es geht darum, eine realistische Perspektive für die berufliche Teilhabe zu schaffen. Dabei wird berücksichtigt, dass das Unfallopfer nicht mehr vollschichtig arbeiten kann und möglicherweise auch eine Qualifikation notwendig ist, um eine passende Beschäftigung zu finden.
4 Minuten
In dem Beitrag geht es um die Entscheidungsfindung bei der Hilfsmittelversorgung, insbesondere wenn noch Potenzial für eine Rehabilitation vorhanden ist. Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten können hierbei helfen, die richtigen Hilfsmittel auszuwählen und die Autonomie der Betroffenen zu stärken. Eine vorschnelle Entscheidung kann jedoch mögliche Rehakompetenzen verhindern.
7 Minuten
Typisch Deutschland möchte man da denken. Alles ist reglementiert und man hält sich ausschließlich an eine Prozedur. Geht eine Sache einmal anders oder es bestehen mehr Möglichkeiten wird geblockt. Dies und jenes machen wir nicht. Ganz konkret geht es um das neurologische Phasenmodell. Bei einer Besichtigung einer neurologischen Reha-Klinik kommt dies zur Sprache. Nein wir nehmen keine Patientinnen und Patienten von einer Phase B in unsere Abteilung für Phase B auf. Das würden Kostenträger nicht übernehmen. Dumm nur, dass der Kostenträger eine verbesserte Genesung, Rehabilitation und Teilhabe mit dem Unfallopfer erreichen will. Da geht es dann nicht um Phasen, sondern um Ergebnisse. Und um intensive Therapieversorgung. Die es laut der Mitarbeiterin, die eine Führung ermöglicht nicht möglich. Mit wem auch. Bei 220 Patientinnen und Patienten gibt es nur 110 Therapeutinnen und Therapeuten. Und ein Großteil ist Teilzeitbeschäftigt. Den Rest kann man sich selbst denken.
7 Minuten
Es könnte so einfach sein mit der beruflichen Eingliederung. Man findet einen neuen Arbeitsplatz, mittels Erprobung wird die Belastung geklärt und alle Maßnahmen für ein dauerhaftes Arbeiten des Unfallopfers werden ergriffen. Davon können manchmal sogar Kolleginnen und Kollegen profitieren. Und gerade das berufliche Umfeld kann dann ein Hindernis sein, wenn es um die Rückkehr an den neuen Arbeitsplatz geht. Auf dem Punkt gebracht geht es um Mobbing. Allerdings kann darin auch die Chance bestehen, einen weiteren neuen Arbeitsplatz zu finden. In einem konkreten Fall klappt genau das. Und es gibt auch eine Pointe. Die alte Abteilung, in der die erste Umsetzung erfolgen sollte, wurde aufgelöst.
7 Minuten
Im Personenschadenmanagement macht es Sinn, wenn schnell reagiert wird. Abwarten und Zeitverlust, können für ein Unfallopfer gravierende Folgen haben. Wird das Reha-Management erst spät eingeleitet, kann zielgerichtete Beratung nicht zeitgerecht erfolgen. Dazu kommt dann das Problem der Standard-Reha. Ein Unfallopfer wird in der Reha zulasten der Rentenversicherung behandelt. Die betroffene Person berichtet, dass sie nur wenige Therapien erhalten hat. Und wegen der Armnervengeflechtlähmung soll sie abwarten. Das ist genau die falsche Beratung, wie sich in der Abteilung für Plexuschirurgie der Uniklinik Aachen herausstellt. Mit gravierenden Folgen für das Unfallopfer und finanziell auch für den Haftpflichtversicherer.
8 Minuten
Man sollte denken, dass sich Krankenhäuser im Sinne der Patienten verhalten. Gerade dass sie nach Entscheidungen fragen und nicht über den Kopf der Patienten und Angehörigen hinweg entscheiden. Statt einmal über den nächsten Schritt zu sprechen, wird einfach mitgeteilt, wie es weiter geht. Und dann ist da noch der Wunsch nach einem Kennenlernen einer Reha-Klinik bei einem anderen Klienten von rehamanagement-Nord. Immerhin möchten die Angehörigen die richtige Entscheidung treffen. Mehr in der aktuellen Sendung des „Auf geht’s -der Reha-Blog!.
7 Minuten
Unfallopfer, die nicht im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung betreut werden, stehen nach einem schweren Unfall mit ihrer Rehabilitation und Teilhabe alleine da. Erhalten Unfallopfer und Angehörige über Umwege die Information, dass es ein Reha-Management gibt, sollte man davon ausgehen, dass dies anwaltliche Vertretung dies unterstützt. Leider ist dies nicht immer der Fall. So wird von der anwaltlichen Vertretung eine gute Teilhabe und Rehabilitation des Unfallopfers und Entlastung der Angehörigen verhindert. Das Unfallopfer muss darunter leiden.
7 Minuten
Nach einem Unfall kann es am Anfang sehr schwer aussehen, wieder ins Leben zurück zu kommen. Gerade nach einem schweren Schädelhirntrauma kann dies der Fall sein. Die kognitiven Veränderungen bringen manchmal so viele Veränderungen mit sich, dass Teilhabe nur mit dem familiären Umfeld möglich ist. Ganz besonders dann, wenn sich ein Unfallopfer nicht mehr an Gesichter erinnern kann. Oder die Orientierung komplett fehlt. Wenn dann die Berufsgenossenschaft gesetzliche Leistungen noch versagt und gemeinsam dafür gekämpft werden muss, zerrt dies die letzten Kräfte auf. Doch der Kampf hat sich gelohnt. Die Berufsgenossenschaft übernimmt die Leistungen endlich und erkennt auch an, dass regelmäßige teilhabeorientierte Reha-Maßnahmen notwendig sind. Und dann ändert sich auf einmal alles noch einmal. Auf einmal muss das Unfallopfer funktionieren, weil der Ehemann schwer erkrankt. Und dass setzt ungeahnte Energien frei. Und die Betroffene kann etwas zurückgeben.
8 Minuten
Manchmal haben es Unfallopfer nicht ganz leicht. Da haben Sie einen schweren Unfall und kommen so langsam wieder ins Leben zurück. Also alles gut. Und dann kommt ein neuer Schicksalsschlag. Bei einem Klienten von rehamanagement-Nord kommt es genauso. Nach einem schweren Fahrradunfall musste er an der Schulter operiert werden. Dann ging es in die Reha und die berufliche Eingliederung sollte folgen. Der Reha-Plan konnte eingehalten werden. Und dann kommt es dick für den Betroffenen. Gerade auf einem guten Weg kommt es zu einem Bandscheibenvorfall, der operiert werden muss. Das hat gravierende Folgen. Einmal im Bereich der Sozialversicherungsleistungen und auch im Schadensersatz.
6 Minuten
Auf Zusagen von Arbeitgebern kann man sich in der Regel verlassen, wenn es um die Wiedereingliederung von Unfallopfern geht. Gerade dann, wenn Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung beteiligt sind und auch noch ein betriebliches Eingliederungsmanagement durchgeführt wurde. Manchmal spielt allerdings der Arbeitgeber nicht ganz fair. Die stufenweise Wiedereingliederung dauert bei dem Unfallopfer etwas länger und urplötzlich wird die für das Unfallopfer reservierte Stelle neu ausgeschrieben. Mit den entsprechenden psychischen Belastungen für das Unfallopfer.