EvidenzUpdate – für klügere Medizin Archiv
207 Episoden
45 Minuten
Bonsoir, mesdames et messieurs! Immer noch Mittwoch, immer noch Paris: Hier kommt Teil 3 unseres WONCA-Reisetagebuchs. Diesmal auf einer abgesperrten Treppe sitzend und mit Special Guest: Jörg Schmid, Arzt in Weiterbildung aus München, stellvertretender Sprecher der DEGAM-Sektion Klimawandel und Gesundheit, Notarzt und Schiffsarzt in der Seenotrettung. Es geht um junge Allgemeinmedizin, eine aufrüttelnde Planetary-Health-Keynote und eine richtig gute Hörerfrage.
38 Minuten
Bonjour, Mesdames et Messieurs. Mittwochmittag, wieder (immer noch) vor dem Palais des Congrès. Frankreich hat 3:0 gegen Schweden gewonnen (das Hupkonzert blieb abends erstaunlich leise, setzte aber während der Aufzeichnung ein), einer von uns saß im Treppenhaus fest, und die KI hat das Kongressprogramm seziert. Dazwischen: Pädiatrie und ein Ländervergleich der Primärversorgung. Willkommen zu Tag 2, bzw. Teil 1 davon.
32 Minuten
Bonjour, Mesdames et Messieurs. Vier Tage WONCA Europe, (mindestens) vier Episoden, ein Selbstversuch mit Euch und Ihnen als Live-Peer-Reviewer: Diese Woche senden wir täglich aus Paris. Folge Nummero 1 entsteht im O-Ton vor dem Palais des Congrès – mit Straßenlärm, Sonne im Gesicht und einer Eröffnungszeremonie, die ordentlich „BAM“ gemacht hat.
39 Minuten
Wie kommt man nur durch dieses Fußballturnier, bei dem man sich nun doch noch das eigene 1/16-Finale ansehen muss? Und bei dem sogar Österreich in der K.-o.-Runde steht!? Klar, mit einer Tüte salzig-fettiger-nährwertarmer Chips, dazu ein bisschen Brause, schön süß, einige Maß Bier und ein paar ultra-prozessierte Tiere, gepresst in Laberln und Würste fürs fetischhafte Gefresse. So würde aus einem Fußballturnier ein veritables Public-Health-Risiko (vom Korruptionsrisiko nicht zu sprechen). Würde man das in Chile sehen, sie klebten auf alles ein schwarzes Achteck: „ALTO EN …“. Dort ist all das Genannte seit 2016 schlicht ein Etikettierungs-Tatbestand: Warnhinweise auf zu fettes, zu süßes, zu salziges Essen, Werbeverbote dafür, raus aus den Schulen. Jetzt gibt es zu dieser Public-Health-Intervention in einem ganzen Land mit immerhin rund 20 Mio. Einwohnern erstmals Daten zu einem harten Endpunkt.
1 Stunde 18 Minuten
Warum reden wir Deutschen zwar über Prävention wie ein Weltmeister, agieren beim Vorbeugen aber wie Absteiger? Heute gehen wir der Hypothese nach, dass das kein Versehen ist, sondern System: Hinter dem „großen Missverständnis Prävention“ stehen handfeste Märkte, Interessen und eine Politik, die das Missverständnis am Leben hält. Über das große Missverständnis Prävention sprechen wir in dieser Episode mit Oliver Huizinga. Er leitet die Abteilung Prävention beim AOK-Bundesverband.
48 Minuten
Sehr geehrte Damen und Herren! Der Nachtbus ist abgeschleppt worden wegen Falschparkens. Und das Evidenz-Postamt quillt immer noch über. Also gibt es heute den versprochenen Teil 2 unseres Hörerpost-Doppels. Und ja: Hörerpost wird abgearbeitet, nicht aufgearbeitet. Diesmal kontert es aus dem Nordwesten und zwar mit einem ganzen Strauß an Präzisierungen zu unserem Kardio-Gipfel. Wir machen ein Antwort-Blitzlicht und arbeiten uns danach durch COBRRA, Katarakt, Zweitmeinung, Sankt Florian, die saftige Zitrone.
43 Minuten
Einsteigen, bitte! Mittlerweile kommt die Post ja immer seltener, also die im Briefkasten. Bei uns ist es reziprok: Wir kommen mit der Hörerpost kaum hinterher. (Pardon für alle ausstehenden Antworten an dieser Stelle!) Also haben wir beschlossen: In zwei Episoden wird der Briefkasten geleert, zumindest im Ansatz. Und dann hat es auch noch „BAM“ gemacht hat. Oha! (Nein, das ist keine neue Erkrankung).
26 Minuten
Prost! Hier kommt Teil 7 unserer kleinen FKG-BStabG-Staffel. Und wieder wird es, Pardon, politisch: Prävention durch Steuern. Genauer gesagt bei Tabak, Alkohol und Zucker. Und es geht um die Frage, ob man Menschen gesünder besteuern kann, ohne sie zu bevormunden. Die FinanzKommission Gesundheit (FKG) widmet dem Thema gleich drei eigene Empfehlungen (Nr. 64–66) und ein ganzes Kapitel mit dem schönen Titel „Einführung von Konsumsteuern zur Stärkung der Prävention“.
27 Minuten
Gute Nacht! Weiter geht unsere kleine Reise durch die FKG-BStabG-Welt, heute zur Unzeit Teil 6 (nach Teil 5, 4, 3, 2 und 1): die pharmazeutischen Unternehmen, kurz und liebevoll auch einfach pU genannt ( J. Hecken et al.). Die Arzneimittelausgaben sind mittlerweile der zweitgrößte Ausgabenblock der GKV, gute 60 Milliarden Euro im Jahr, und das (wird ganz gerne vergessen) ganz ohne die Krankenhaus-Arzneimittel, die noch oben drauf kommen. Rund 80 Prozent der Arznei-Ausgaben entfallen auf die neuen, sog. innovativen Patentarzneimittel.
31 Minuten
Guten Abend! Hier kommt Teil 5 unserer kleinen FKG-BStabG-Staffel: die Katarakt-Operation, der Graue Star. Rund 800.000 Eingriffe pro Jahr in Deutschland, die Zahl hat sich seit 2015 nahezu verdoppelt. Die Finanzkommission Gesundheit (FKG) widmet ihr eine eigene Empfehlung mit der Nummer 18. Es geht um Effizienz, um Mengenausweitung, um Indikationsqualität und um die Frage, ob da nicht ein bisschen zu viel Industrie und ein bisschen zu wenig Medizin im Spiel ist.
20 Minuten
Salve! Hier kommt Teil 4 unserer FKG-BStabG-Staffel (nach Teil 3, 2 und 1). Dieses Mal gibt es einen Check-up über den Check-up, die Gesundheitsuntersuchung (GU). Die FinanzKommission Gesundheit (FKG) hat empfohlen, sie evidenzbasiert anzupassen. Und die Bundesregierung will die GU überprüfen lassen und mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BStabG) dem Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) einen entsprechenden Auftrag ins Pflichtenheft schreiben.
24 Minuten
Moin! Heute gibt es Teil 3 unserer kleinen FKG-BStabG-Staffel (nach Teil 2 und Teil 1). Und der geht unter, nein: auf die Haut. Wir nehmen uns das Hautkrebs-Screening vor, von uns manchmal liebevoll auch nur HaKaEs (oder HKS) genannt. Es ist bekanntlich das einzige seiner Art auf der ganzen Welt: ein flächendeckendes, anlassloses, bevölkerungsweites Programm, bei dem alle GKV-Versicherten ab 35 Jahren alle zwei Jahre anspruchsberechtigt sind. Die Kritik daran gibt es seit vor der Einführung. Sie ist nicht leiser geworden seither. Und nun soll das HKS endlich auf den Prüfstand.
22 Minuten
Mahlzeit! Na, zweite Meinung gefällig? In dieser 2. Episode unserer kleinen Staffel zu FKG und BStabG nehmen wir uns die FKG-Empfehlung Nummero 32 vor: der schrittweisen Einführung obligater Zweitmeinungsverfahren für mengensensible elektive Eingriffe. Übersetzt: Wer in Deutschland zum Beispiel (!) vor einem neuen Kniegelenk steht, soll künftig verpflichtend eine zweite ärztliche Meinung erhalten, bevor das Messer angesetzt wird. Heute ist es bekanntlich eine Wahloption. Ob das klug ist, besprechen wir heute.
1 Stunde 2 Minuten
Aloha! Zwei Abkürzungen sollte man sich merken: FKG und BStabG. Beide dürften die gesundheitspolitische Bubble im Jahre 2026 ähnlich prägen wie die beiden Worte „Meisterschaft“ und „Torwartfehler“ bei Fans des FC Bayern in dieser Saison. Während es beim Fußball-Rekordmeister aus Giesing nurmehr um die Frage geht, wie viele Titel die Frauen und Männer heuer holen (sogar vom Doppel-Triple ist die Rede), geht’s im Gesundheitswesen ums große „Sparen“.
38 Minuten
Ahoi! Protonenpumpenhemmer, Pantoprazol, Omeprazol und Co, sind wie „Smarties“ in der täglichen Pharmakotherapie: klein, auch ein wenig bunt, irgendwie toll und nützlich, scheinbar harmlos. Und in rauen Mengen im Umlauf: Allein Pantoprazol kommt 2024 in der GKV auf 23 Millionen Verordnungen, 3 Milliarden Tagesdosen und fast 400 Millionen Euro Nettokosten. Alte Schwedin!