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  4. Wie ein Sandsteinblock in Quecksilber die Physik veränderte? - Die unerwartete Abwesenheit: Wie ein Nullresultat die Raumzeit formte | Fakten zum Einschlafen - Das Universum
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Im späten neunzehnten Jahrhundert ging die Physik davon aus, dass
Licht sich durch ein unsichtbares Medium bewegt, den sogenannten
Lichtäther. Wenn die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne durch
diesen ruhenden Äther reist, müsste dies einen messbaren
Ätherwind erzeugen. Albert Michelson und Edward Morley
konstruierten 1887 in Cleveland ein hochpräzises Interferometer
auf einem in Quecksilber schwimmenden Sandsteinblock, um genau
diesen Wind nachzuweisen. Doch die erwartete Verschiebung der
Interferenzstreifen blieb aus. Die Lichtstrahlen auf den
senkrechten Wegen kamen gleichzeitig zurück, als gäbe es keine
Strömung.

Diese Episode untersucht, was dieses berühmte Nullresultat
tatsächlich bedeutete und was die Apparatur wirklich maß. Wir
betrachten die physikalischen Erklärungsversuche der Zeit, etwa
die Hypothese von George Francis FitzGerald und Hendrik Lorentz,
dass Objekte in Bewegungsrichtung schrumpfen. Wir klären auch das
Missverständnis, das Experiment habe den Äther sofort widerlegt.
Erst Albert Einsteins spezielle Relativitätstheorie von 1905
machte das Konzept des Äthers überflüssig, indem sie die Konstanz
der Lichtgeschwindigkeit postulierte.

Bei der Arbeit an dieser Episode kehrte ich immer wieder zu einer
Frage zurück: Wie ausgerechnet das Ausbleiben eines Effekts
unsere Vorstellung von Raum und Zeit revolutionieren konnte. Mich
fasziniert die historische Genauigkeit dieses Prozesses. Es war
nicht ein einzelner Nachmittag, der die Physik umwarf, sondern
eine lange, umstrittene Deutungsgeschichte. Ich lade Sie ein,
diese stetige, sich anhäufende Arbeit des Verstehens in Ruhe zu
verfolgen.
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„Wie ein Sandsteinblock in Quecksilber die Physik veränderte? - Die unerwartete Abwesenheit: Wie ein Nullresultat die Raumzeit formte | Fakten zum Einschlafen - Das Universum“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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