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  4. DDR-Flüchtlinge und Vertriebene im Lager Rastatt | 1952 - 1959
Unwürdige Zustände, beengte Verhältnisse, viele Schlafplätze in
einem Raum, Schlägereien unter Flüchtlingen – das alles gab es
schon in den 1950er Jahren, als Hunderttausende aus der DDR in den
Westen flohen und Millionen ihre Heimat in den ehemals deutschen
Ostgebieten verlassen mussten. Im Südwesten kommen viele von ihnen
das Flüchtlingslager Rastatt. Es handelt sich um ein ehemaliges
Lazarett aus der Zeit der Badischen Revolution im 19. Jahrhundert.
In der NS-Zeit wurde das Lazarett zur einer Anstalt für psychisch
kranke Menschen – im Volksmund Irrenhaus – umfunktioniert. Dann war
es eine Kaserne. Nach dem Krieg, ab 1945 diente es als Lager für
Displaced Persons – also vor allem Zwangsarbeiter aus dem Osten,
die sich nach Kriegsende in Deutschland aufhielten. Ab 1952 werden
Flüchtlinge hier untergebracht. Obwohl es Durchgangslager heißt,
bleiben manche über Jahre hier. Wie die folgenden drei Berichte aus
den Jahren 1952, 1957 und 1959 zeigen, verschärft sich die
Situation zunehmend. Hier also zunächst eine Reportage vom 14. Juli
1952 – die vor allem die Bewohner zu Wort kommen lässt. Die nächste
Reportage, ebenfalls aus dem Lager in Rastatt, spielt 5 Jahre
später, am 15.2.1957. inzwischen halten sich 400.000 Flüchtlinge in
der Bundesrepublik auf. Angesichts der desolaten Verhältnisse im
Lager verbindet der Südwestfunk den Bericht mit einem
Spendenaufruf, einem „Flüchtlingsgroschen“. Weitere zwei Jahre
später. Am 28.6.1959 beginnt das von der UNO ausgerufene
Weltflüchtlingsjahr. Der Südwestfunk nimmt dies zum Anlass, seinen
Reporter Erich Bottlinger Anfang Juli erneut ins Flüchtlingslager
nach Rastatt zu schicken. Und der beschränkt sich in dieser
Reportage nicht darauf, die Situation der Flüchtlinge darzustellen,
sondern diskutiert darüber auch mit dem Lagerleiter und dem
Rastatter Pfarrer.
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„DDR-Flüchtlinge und Vertriebene im Lager Rastatt | 1952 - 1959“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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