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  4. Bundeswehr startet mit 101 Soldaten | 12.11.1955
1950 gab Bundeskanzler Konrad Adenauer den Anstoß zum Aufbau einer
eigenen Armee. Das geschah zunächst geheim, denn die Alliierten
hatten ein Wörtchen mitzureden. Den Auftrag gab er dem
CDU-Politiker Theodor Blank. Sein Job war ziemlich verklausuliert,
er leitete die "Dienststelle für die mit der Vermehrung der
alliierten Truppen zusammenhängenden Fragen", im allgemeinen
Sprachgebrauch einfach "Amt Blank" genannt. Daraus wurde später das
Bundesverteidigungsministerium. Die Gründung der Bundeswehr ist
offiziell erst möglich, als am 5. Mai 1955 das Besatzungsstatut
aufgehoben und die Bundesrepublik ein souveräner Staat wird. Ein
halbes Jahr später treten die ersten 101 Soldaten in Bonn ihren
Dienst an. Unter ihnen auch ehemalige Generäle der Wehrmacht wie
Hans Speidel und Adolf Heusinger. Heusinger kommt im Beitrag auch
zu Wort, ebenso wie Theodor Blank, der inzwischen erster
Bundesverteidigungsminister ist. Das Datum, der 12. November 1955,
war bewusst gewählt. Es ist der 200. Geburtstag des preußischen
Generals Gerhard von Scharnhorst. Scharnhorst hatte Anfang des 19.
Jahrhunderts das Heer reformiert, die Adelsprivilegien abgeschafft
und die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Auf ihn geht somit das
Konzept vom Bürger in Uniform zurück. An seinem Ehrentag also
treten die ersten Soldaten ihren Dienst an. Der Name "Bundeswehr"
existiert zwar schon, ist aber offenbar noch nicht etabliert ist.
WDR-Reporter Hans Jesse spricht von den Deutschen Streitkräften.
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„Bundeswehr startet mit 101 Soldaten | 12.11.1955“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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