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  4. Diktat aus dem Propagandaministerium – So soll der Rundfunk über Jalta berichten | 15.2.1945
Wie Rundfunk in der NS-Zeit funktionierte, machen die sogenannten
"Rundfunkarbeitsbesprechungen" deutlich. Praktisch täglich diktiert
dort der Leiter der Rundfunkabteilung im Propagandaministerium,
Hans Fritzsche, ob und wie der Reichsrundfunk über Ereignisse zu
berichten hat. Zahlreiche dieser internen Besprechungen sind heute
Teil des Deutschen Rundfunkarchivs. Hier gibt Fritzsche Anweisungen
bezüglich der Alliierten-Konferenz in Jalta im Februar 1945, die in
den Tagen zuvor zu Ende ging. Dort haben die Staatschefs der USA,
Großbritanniens und der Sowjetunion – Roosevelt, Churchill und
Stalin – konkretisiert, was mit Deutschland nach einer Kapitulation
passieren solle; insbesondere; wie es zwischen den Siegermächten
aufgeteilt wird. Hans Fritzsche diktiert, wie die Rundfunkdienste
mit diesen Nachrichten umgehen sollen: So solle die Schwäche der
USA und Großbritanniens gegenüber Stalin zum Ausdruck kommen und
die Konferenz von Jalta als "Sieg des Weltjudentums" dargestellt
werden. Hans Fritzsche hatte im Reichsrundfunk eine eigene Sendung
mit dem Titel "Hier spricht Hans Fritzsche". Nach dem Krieg wurde
er im Nürnberger Prozesss gegen die Hauptkriegsverbrecher
angeklagt, aber freigesprochen, weil er vor dem Internationalen
Militärgerichtshof Reue demonstrierte und ihm nicht nachgewiesen
werden konnte, dass er von den zur Diskussion stehenden
Kriegsverbrechen gewusst habe. Anschließend kam er in einer
Spruchkammer erneut vor Gericht und wurde dort zu neun Jahren
Arbeitslager verurteilt. 1950 kam er durch eine Amnestie vorzeitig
aus der Haft, drei Jahre später starb er an einer Krebserkrankung.
Weitere Aufnahmen aus dem Zweiten Weltkrieg:
http://swr.li/zweiter-weltkrieg
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„Diktat aus dem Propagandaministerium – So soll der Rundfunk über Jalta berichten | 15.2.1945“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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