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  4. UMTS-Versteigerung – Schnell mal 100 Milliarden für den Finanzminister | 10. bis 17.8.2000
Im Jahr 2000 bietet sich dem Bund die seltene Gelegenheit, durch
eine Versteigerung mit einem Schlag fast 100 Milliarden Mark
zusätzlich einzunehmen. Versteigert werden: Die
UMTS-Mobilfunkfrequenzen. UMTS – das war der Mobilfunkstandard 3G,
damals noch das Schnellste, was es gibt. Mit diesem Standard werden
einfache internetfähige Handys massentauglich. In ganz Europa
werden die Frequenzen versteigert. In Deutschland reibt sich
Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) die Hände. Er fährt damals
einen rigiden Sparkurs – Schuldenabbau ist oberstes Ziel. Und die
Bundesrepublik ist wegen der Ausgaben für die Wiedervereinigung
hoch verschuldet. Die Versteigerung beginnt am 31. Juli 2000. Die
Gebote laufen in Mainz zusammen, bei der Regulierungsbehörde für
Telekommunikation und Post, dem Vorgänger der Bundesnetzagentur.
Nach 10 Tagen liegen die Gebote schon bei 47 Milliarden D-Mark.
Eine Woche später ist die Auktion vorbei und die Summe hat sich
mehr als verdoppelt. Finanzminister Eichel kann sich am Ende auf
98,8 Milliarden Mark freuen. Er deutet daraufhin die Abkürzung UMTS
spaßeshalber um in „Unerwartete Mehreinnahmen zur Tilgung von
Staatsschulden“ – denn genau darauf beharrt er. Das Geld soll
direkt in den Schuldenabbau gehen. Die Mobilfunkbetreiber haben die
hohen Summen nicht flüssig – deshalb macht sich die Versteigerung
auch am Kapitalmarkt bemerkbar.
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„UMTS-Versteigerung – Schnell mal 100 Milliarden für den Finanzminister | 10. bis 17.8.2000“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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