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  4. Warum hielten die Chinchorro ihre Toten unter den Lebenden? - Die Chinchorro-Mumien und die älteste künstliche Mumifizierung der Welt | Fakten zum Einschlafen: Geschichte
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Vor siebentausend Jahren, lange bevor die ersten ägyptischen
Pyramiden erbaut wurden, begannen kleine Fischergemeinschaften an
der Küste der Atacama-Wüste damit, ihre Toten auf eine
außergewöhnliche Weise zu verwandeln. Sie zerlegten die Körper,
entfernten die inneren Organe und rekonstruierten die menschliche
Gestalt mithilfe von Schilf, Lehm und Pigmenten. Diese als
Chinchorro bekannten Gruppen schufen damit die frühesten
bekannten künstlichen Mumien der Welt – und dies völlig
unabhängig von den späteren Dynastien am Nil.

Diese Episode untersucht, wie eine sesshafte Lebensweise ohne
Landwirtschaft an einem der unwirtlichsten Orte der Erde
überhaupt möglich war. Der kalte Humboldtstrom lieferte eine so
verlässliche Nahrungsquelle, dass die Gemeinschaften dauerhaft an
den Flussmündungen siedeln konnten. Wir betrachten die
technischen Details der schwarzen und roten Mumien, die
aufwendige Pflege der Verstorbenen im direkten Wohnbereich und
die dringliche Frage, wie der moderne Klimawandel diese
jahrtausendealten Zeugnisse nun gefährdet.

Bei der Arbeit an dieser Episode kehrte ich immer wieder zu einer
grundlegenden Frage zurück: Warum investierten Menschen ohne
staatliche Strukturen oder Schrift so viel kollektive Arbeit in
den Erhalt ihrer Toten? Die Chinchorro fordern uns dazu heraus,
unsere Vorstellungen von gesellschaftlicher Komplexität und
Monumentalität neu zu überdenken, denn sie bauten keine
Pyramiden, sondern errichtete ihre Denkmäler aus menschlichen
Körpern.
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„Warum hielten die Chinchorro ihre Toten unter den Lebenden? - Die Chinchorro-Mumien und die älteste künstliche Mumifizierung der Welt | Fakten zum Einschlafen: Geschichte“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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