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  4. Was geschah wirklich mit der römischen Regierung in Westeuropa? - Das Ende Westroms und die Neukombination der Macht | Fakten zum Einschlafen: Geschichte
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Das Jahr 476 gilt traditionell als das Ende des Römischen
Reiches, doch was tatsächlich geschah, war weit komplexer als ein
plötzlicher Zivilisationszusammenbruch. Als der
Militärbefehlshaber Odoaker die kaiserlichen Insignien nach
Konstantinopel sandte, endete zwar das westliche Kaisertum, aber
nicht die römische Regierung. Diese Episode untersucht die
langwierige und ungleichmäßige Transformation, in der alte
römische Institutionen von neuen militärischen und politischen
Führungsschichten übernommen und angepasst wurden. Wir
betrachten, wie Königreiche der Westgoten, Ostgoten, Franken und
Langobarden entstanden, die zwar keinem Kaiser mehr unterstanden,
aber römisches Recht, Steuersysteme und städtische Verwaltungen
weiter nutzten, um ihre überwiegend römischen Bevölkerungen zu
regieren.

Bei der Arbeit an dieser Episode kehrte ich immer wieder zu einer
grundlegenden Frage zurück: Wie regiert man eine Gesellschaft,
deren institutionelles Gerüst noch völlig römisch ist, wenn die
politische und militärische Führung aus anderen Kulturkreisen
stammt? Ich wollte verstehen, warum diese neuen Herrscher nicht
einfach zerstörten, was sie vorfanden, sondern sich bewusst für
römische Verwaltungspraktiken und Legitimitätssymbole
entschieden. Es ist faszinierend zu sehen, wie aus dieser
Verschmelzung von Alt und Neu die Grundlagen für das
mittelalterliche Europa entstanden.
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„Was geschah wirklich mit der römischen Regierung in Westeuropa? - Das Ende Westroms und die Neukombination der Macht | Fakten zum Einschlafen: Geschichte“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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