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  4. Was bedeutete gegenseitig zugesicherte Zerstörung wirklich? - Nukleare Abschreckung und globale Stellvertreterkriege | Fakten zum Einschlafen: Geschichte
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Der Kalte Krieg gilt als eine Epoche der Spannungen, in der die
Welt am Rande des Abgrunds balancierte. Doch warum kam es
zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion nie zu einem
direkten militärischen Zusammenstoß? Die Antwort liegt in der
nuklearen Abschreckung und der Logik der gegenseitig
zugesicherten Zerstörung, die einen offenen Krieg undenkbar
machte. Während das nukleare Zentrum der Rivalität kalt blieb,
brannte die Peripherie. In Asien, Afrika und Lateinamerika wurden
lokale Konflikte durch das Eingreifen der Supermächte zu
verheerenden Stellvertreterkriegen, die Millionen Menschen das
Leben kosteten.

Diese Episode untersucht das strukturelle Paradoxon dieser
Epoche. Wir betrachten die Truman-Doktrin als Startpunkt der
amerikanischen Eindämmungspolitik, die Krisen von Berlin bis Kuba
und die Art und Weise, wie die Entkolonialisierung neuen Staaten
eine Bühne für den Systemwettbewerb bot. Dabei betrachten wir die
Eigeninteressen lokaler Akteure, die die Unterstützung aus
Washington oder Moskau suchten, um ihre eigenen Ziele zu
verfolgen.

Bei der Arbeit an dieser Episode kehrte ich immer wieder zu einem
Gedanken zurück: Wie konnte eine Rivalität, die den Frieden
zwischen den größten Atommächten bewahrte, gleichzeitig so viel
Gewalt in der restlichen Welt ermöglichen? Mich fasziniert die
kalte Rationalität, die einen Dritten Weltkrieg verhinderte, aber
die Auslagerung von Konflikten in die Dritte Welt billigend in
Kauf nahm. Es ist eine Geschichte, die unsere heutige Weltordnung
noch immer prägt.
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„Was bedeutete gegenseitig zugesicherte Zerstörung wirklich? - Nukleare Abschreckung und globale Stellvertreterkriege | Fakten zum Einschlafen: Geschichte“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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