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  4. Warum war eine Republik historisch keine Demokratie? - Republikanische Versprechen und der Kampf um politische Teilhabe | Fakten zum Einschlafen: Geschichte
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Heute gehen die Begriffe „Republik“ und „Demokratie“ für die
meisten Menschen nahtlos ineinander über. Doch diese Annahme
hätte unsere Vorfahren vor dem zwanzigsten Jahrhundert zutiefst
verwundert. Für die Architekten der ersten Republiken war die
Herrschaft ohne König keineswegs gleichbedeutend mit der direkten
Herrschaft des Volkes. Vielmehr sahen sie in der ungebremsten
Volksherrschaft eine Gefahr für Freiheit, Eigentum und das
Gemeinwohl. Diese Episode zeichnet den historischen Weg nach, wie
das Konzept der Republik von der römischen Mischverfassung über
die politischen Theorien der Renaissance bis hin zu den
amerikanischen und französischen Revolutionen die Staatsformen
prägte.

Dabei wird deutlich, dass Systeme, die ihre Macht vom Volk
ableiteten, über Jahrhunderte hinweg so konstruiert waren, dass
sie die meisten Menschen von der politischen Teilhabe
ausschlossen. Frauen, Sklaven und Besitzlose galten nicht als die
tugendhaften, unabhängigen Bürger, die ein Gemeinwesen lenken
sollten. Doch genau diese elitären Strukturen bargen einen
entscheidenden Konflikt in sich: Die mächtige Sprache der
republikanischen Freiheit ließ sich gegen ihre eigenen Schöpfer
wenden.

Bei der Arbeit an dieser Episode kehrte ich immer wieder zu einer
faszinierenden Frage zurück: Wie konnten politische Ideale, die
ursprünglich zur Rechtfertigung von Ausschluss entworfen wurden,
am Ende genau diesen Ausschluss zu Fall bringen? Es ist die
Geschichte davon, wie ausgeschlossene Gruppen sich das Vokabular
der Republik aneigneten und es zwangen, seine eigenen Versprechen
einzulösen.
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„Warum war eine Republik historisch keine Demokratie? - Republikanische Versprechen und der Kampf um politische Teilhabe | Fakten zum Einschlafen: Geschichte“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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