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  4. Wie navigierten polynesische Seefahrer und Beduinen ohne Instrumente? - Sterne, Dünung und Eis: Wie Menschen ohne Karten den Globus besiedelten | Fakten zum Einschlafen: Geschichte
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Heute navigieren wir, indem wir auf Bildschirme schauen, die uns
unseren Ort im Raum anzeigen. Doch rund sechzigtausend Jahre lang
durchquerten Menschen Ozeane, Wüsten und Eisfelder, ohne
irgendetwas bei sich zu führen, das einer Karte ähnelte. Diese
Episode untersucht, was aus einer Route wird, wenn sie nicht auf
Papier gespeichert ist, sondern in trainierten Körpern, in
rhythmischer Sprache und im Gedächtnis derer, die überlebt haben.

Wir betrachten die strengen und erprobten Wissenssysteme von
Beduinenführern in der Sahara, pazifischen Navigatoren auf den
Karolinen-Inseln und Inuit-Jägern in der Arktis. Es geht nicht um
vage Intuitionen, sondern um hochspezialisierte Disziplinen mit
Lehrern, Schülern und Prüfungen. Dabei wird deutlich, dass eine
Karte kein gezeichnetes Bild sein muss, sondern eine Praxis, eine
Erzählung und eine soziale Beziehung zur Umgebung sein kann.

Bei der Arbeit an dieser Episode kehrte ich immer wieder zu einer
einfachen Frage zurück: Was bedeutet es, einen Raum wirklich zu
kennen, wenn das Überblickswissen nicht in einem Gerät liegt,
sondern im eigenen Körper? Ich wollte verstehen, wie dieses
Wissen über Generationen weitergegeben wurde und warum diese
schriftlosen Systeme keine primitiven Vorläufer unserer
Kartografie waren, sondern parallele kognitive und soziale
Leistungen.
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„Wie navigierten polynesische Seefahrer und Beduinen ohne Instrumente? - Sterne, Dünung und Eis: Wie Menschen ohne Karten den Globus besiedelten | Fakten zum Einschlafen: Geschichte“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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