Der erste Gast bei Hörhammer & Hörhammer – und direkt ein
Gespräch mit ordentlich Substanz: Martin und Stefan Hörhammer
treffen Tim van Wasen, Managing Director von Dell Technologies
Deutschland, im Dell Office in Frankfurt.
Im Mittelpunkt steht eine Frage, die viele Unternehmen gerade
beschäftigt: Warum gibt es so viele KI-Piloten, aber
vergleichsweise wenig produktiven Einsatz?
Martin nennt es den „POC-Friedhof“. Tim van Wasen beschreibt, was
sich im vergangenen Jahr verändert hat: Unternehmen haben erste
Erfahrungen gesammelt, kennen inzwischen aber auch die Grenzen
von KI deutlich besser. Damit verschiebt sich die Diskussion von
Buzzwords und Möglichkeiten hin zu einer konkreteren Frage: Was
braucht es, damit KI verlässlich produktiv wird?
Die drei sprechen unter anderem darüber,
warum Guardrails und Domänenwissen für produktive KI entscheidend
werden,
weshalb Agentic AI organisatorisch ähnlich gedacht werden muss
wie ein neuer Mitarbeitender mit Rollen, Rechten und
Verantwortlichkeiten,
warum Unternehmen bei KI häufig zu groß anfangen,
wie kleine Use Cases schnell messbaren Nutzen schaffen können,
wie Mitarbeitende beim Wandel mitgenommen werden,
welche Unterschiede Martin, Stefan und Tim zwischen Enterprise
und Mittelstand sehen,
warum KI zu den Daten kommen sollte und nicht umgekehrt,
und welche Auswirkungen der steigende Bedarf an Compute auf
Strom, Kühlung, Rechenzentren und Nachhaltigkeit hat.
Tim gibt dabei auch Einblicke in seine eigene Initiative „Tim on
Tech“ bei Dell und erklärt, warum er beim Thema KI auf „Leading
by Example“ setzt: nicht theoretisch erklären, sondern selbst
ausprobieren, konkrete Anwendungsfälle zeigen und damit Hürden
abbauen.
Besonders deutlich wird im Gespräch: Die nächste Phase von KI ist
keine reine Technologiefrage. Unternehmen müssen Daten,
Governance, Compute, Prozesse und Menschen gemeinsam denken.
Denn Agenten können bereits heute Aufgaben übernehmen und
Prozesse anstoßen. Die größere Herausforderung liegt zunehmend
darin, sie kontrolliert, wirtschaftlich und dauerhaft produktiv
einzusetzen. Und auch die Infrastrukturfrage wird größer:
Unternehmen reservieren teilweise bereits Compute-Ressourcen,
bevor die konkreten Use Cases feststehen. Gleichzeitig steigen
Anforderungen an Energieversorgung, Kühlung und
Rechenzentrumsleistung massiv. Jeder zusätzliche Token hat damit
nicht nur einen Preis, sondern auch einen Ressourcenbedarf.
Ein Hörhammer-&-Hörhammer-Special über den Weg vom KI-Piloten
zum produktiven Einsatz, Agentic AI, menschliche Verantwortung
und die Infrastruktur hinter der nächsten KI-Generation.
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zwischen KI-Pilot und produktivem Einsatz?
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