Mit acht Jahren bekommt Felix Neureuther von Alberto Tomba einen
Kaugummi geschenkt. Er hebt ihn jahrelang auf und wird
Skirennfahrer, weil er fahren will wie der Italiener. 13
Weltcupsiege und fünf WM-Medaillen später ist er selbst das
Vorbild. Ein Pokal, sagt er, sei nur ein Stück Metall. Ein Kind,
das mit einem Autogramm freudestrahlend davonläuft, sei ihm mehr
wert gewesen. Und: Deutschland habe große Helden. Es müsse nur
dafür sorgen, dass sie ihm nicht ausgehen.
In der siebten Folge von „Deutschland wird gut. Wetten?“ nimmt er
mit Alev Doğan den Vorwurf auseinander, die Jugend bewege sich
nicht mehr. Acht Stunden Bildschirmzeit am Tag sind Fakt, nur
sitzen die Erwachsenen daneben und schauen selbst aufs Handy.
Warum so viele Jugendliche den Sportverein verlassen, sobald sie
älter werden, erklärt er mit einem System, das zu früh
aussortiert: Zehnjährige trainieren heute wie er als
Sechzehnjähriger, und wer nicht mithält, geht, allen voran die
Mädchen. Seine Antwort darauf setzt nicht im Leistungssport an,
sondern im Klassenzimmer: Bewegung, die sich mit Rechnen und
Lesen verbindet, fünf bis zehn Minuten in jeder
Unterrichtsstunde, ein Erfolgserlebnis für jedes Kind, auch für
das, das nie das schnellste sein wird. Außerdem erzählt er, warum
Sport ein Training fürs Gehirn ist und warum er hofft, dass es
seine Stiftung 2036 nicht mehr geben muss.
Jetzt kommt es auf euch an! Denn wir wollen wie immer wissen:
Haben Felix Neureuther und Alev Doğan euch mit dieser Folge
überzeugt? Glaubt ihr mit uns daran, dass aus Kindern, für die
Bewegung selbstverständlich ist, gesündere und glücklichere
Menschen und vielleicht am Ende die Helden werden, die dieses
Land mitreißen? Dann stimmt jetzt ab auf:
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Am Ende der Staffel werten wir alle Folgen aus und ermitteln,
welches Thema und welcher Gast die meisten Menschen überzeugt
haben, und lösen die Wette mit einer Spende über 50.000 Euro ein.
Mehr Informationen zu unserem Gast:
Felix Neureuther, Jahrgang 1984, geboren in München, aufgewachsen
in Garmisch-Partenkirchen, Sohn von Rosi Mittermaier und
Christian Neureuther. Mit 13 Weltcupsiegen ist er der
erfolgreichste deutsche Skirennläufer der Männer im Weltcup, dazu
kommen fünf WM-Medaillen, darunter Teamgold 2005 in Bormio und
Slalomsilber 2013 in Schladming. 2019 beendete er seine Karriere.
Das Programm „Beweg dich schlau!“, entwickelt mit der Technischen
Universität München, startete er noch als aktiver Sportler. Seit
Januar 2020 wird es von seiner eigenen Stiftung getragen, die
nach eigenen Angaben mehr als 400.000 Kinder in Deutschland,
Österreich und Südtirol erreicht hat; 2024 kam das Umweltprogramm
„Naturhelden“ hinzu. Neureuther ist Ski-Experte der ARD, seit
2025 UN-Botschafter für saubere Berge und Gletscher, verheiratet
mit der früheren Biathletin Miriam Neureuther und Vater von vier
Kindern.
Foto Felix Neureuther Frank Bauer
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