Business aufgeben, ist das Scheitern? Oder ein Learning? Oder
einfach nur ein Schritt auf dem Weg? Die liebe Jenniffer Feder
ist zum zweiten Mal bei mir, und diesmal erzählt sie nicht den
Anfang ihrer Geschichte, sondern das Ende.
Jenny hat knapp drei Jahre lang nebenberuflich ihr Business rund
um mentale Gesundheit aufgebaut: eine Box mit Puzzle, Duftkerze
und Audiowelt, mit der man einfach mal abschalten kann. Ende
September hat sie ihr Gewerbe abgemeldet. Warum? Am Ende war es
die Bürokratie, ganz konkret die neue EU-Verpackungsverordnung
PPWR. Nach der Auslegung des Verpackungsregisters wäre sie
plötzlich „Erzeuger“ ihres Versandkartons gewesen, nur weil sie
ein Versandetikett draufklebt. Jenny sagt dazu sehr schön: Wer an
der Supermarktwaage ein Etikett auf eine Melone klebt, wird ja
auch nicht zum Melonenanbauer.
Was mich in dem Gespräch super, super berührt hat, ist der
persönliche Teil: https://www.linkedin.com/in/jennifeder/
- Warum sich ein Business aufzugeben anfühlt wie Liebeskummer,
mit rosaroter Brille am Anfang und der Frage „Passt das noch?“ am
Ende.
- Wer bin ich eigentlich ohne mein Business? Kein Sport, keine
Hobbys, die ganze freie Zeit floss ins Unternehmen.
- Der Moment auf der Heimfahrt von einem Festival, an dem sie zum
ersten Mal gesagt hat: „Ich glaube, ich schmeiß hin.“ Das war
anderthalb Jahre vor dem tatsächlichen Ende.
- Würde sie noch mal gründen? Ja, vielleicht. Aber nicht mehr
allein.
Und die Frage, die sich viele Selbstständige heimlich stellen:
Bin ich gescheitert, wenn ich aufhöre? Ich sag mal ganz klar:
Nein. Ein Business zu schließen ist genauso eine unternehmerische
Entscheidung wie eins zu gründen, und die treffen die wenigsten.
Jenny hat den kompletten Kreislauf einmal durch, und gerade
deshalb kann sie heute anderen Gründerinnen und Gründern ehrlich
was mitgeben. Ihr Fazit am Ende: Mut zur Angst.
Kapitel
00:00 Scheitern, Learning oder nur ein Schritt?
02:54 Jennys Business: Puzzle, Duftkerze, Audiowelt
08:07 Der Todesstoß: die Verpackungsverordnung PPWR
16:12 Business aufgeben ist wie Liebeskummer
18:54 Wer bin ich ohne mein Business?
26:32 Würde Jenny noch mal gründen?
34:21 Wenn Scheitern seinen Schrecken verliert
38:16 Post-it, Raketen und KI: Scheitern als Fortschritt
42:05 „Ich glaube, ich schmeiß hin“: der erste Moment
46:08 Schlusswort: Mut zur Angst
Jenny findest du hier
Jennifer Feder auf LinkedIn:
Teil 1 mit Jenny, in dem sie erzählt, wie alles angefangen hat:
Ein Puzzle, das dein Leben verändert?
Danke fürs Zuhören, und wenn dir die Folge gefallen hat, lass
gerne eine Bewertung da. Das hilft mega.
Dein Pascal
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