Aktuelle Nachrichten, 19. Oktober 2026:
Jochen Flasbarth wechselt zur European Climate Foundation:
Der scheidende SPD-Staatssekretär im Bundesumweltministerium soll
im Februar die Leitung der einflussreichen Klimaschutzstiftung
übernehmen. Die Organisation verfügt über ein Jahresbudget von
zuletzt 258 Millionen Euro und finanziert zahlreiche NGOs,
Denkfabriken und Institute. Brisant ist, dass das
Umweltministerium zuvor Projekte im Umfeld der Stiftung mit
Millionenbeträgen gefördert hatte. Die Organisation Lobbycontrol
fordert deshalb eine Prüfung möglicher Interessenkonflikte und
hält eine Karenzzeit für angemessen.
Gewalt bei Protesten in Frankreich – und die Rolle von
Linksradikalen und Greta Thunberg:
Landesweite Demonstrationen gegen hohe Lebenshaltungskosten und
Missstände im Bildungssystem sind von schweren Ausschreitungen
überschattet worden. Maskierte Randalierer setzten Gebäude und
Autos in Brand, plünderten Geschäfte und verwüsteten unter
anderem ein historisches Rathaus in Limoges sowie eine Synagoge
in Paris. Die Behörden meldeten zahlreiche Festnahmen und
verletzte Polizisten. Der Islamismus-Experte Ahmad Mansour
kritisiert, dass weiterhin pauschal von Schülerprotesten
gesprochen werde, und sieht die Bewegung zunehmend von
Linksradikalen und gewaltbereiten Jugendlichen geprägt.
Russland baut neue Drohnenbasis nahe der ukrainischen Grenze:
Satellitenbilder von Planet Labs und Airbus zeigen, wie innerhalb
weniger Wochen in der russischen Region Rostow ein neuer
Militärkomplex entstanden ist. Die Anlage könnte künftig den
Start von mindestens 100 düsengetriebenen Angriffsdrohnen pro Tag
ermöglichen. Die Modelle Geran 4 und Geran 5 erreichen Berichten
zufolge beinahe 600 Kilometer pro Stunde und stellen die
ukrainische Luftabwehr vor zusätzliche Herausforderungen. Laut
Reuters hat Russland den Einsatz solcher Drohnen im Sommer
innerhalb von drei Monaten ungefähr versechsfacht. Der Ausbau
nahe der Ukraine und der NATO wirft zugleich neue Fragen zur
europäischen Sicherheit auf.
Huthi-Angriffe auf Aden und Saudi-Arabien setzen Kronprinz
Mohammed bin Salman unter Druck:
Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben den
Präsidentenpalastkomplex in der jemenitischen Stadt Aden mit
Raketen und Drohnen angegriffen. Nach Angaben jemenitischer
Regierungsvertreter wurden fünf Menschen getötet und 16 verletzt.
Gleichzeitig nehmen die Angriffe auf saudische Flughäfen,
Ölanlagen und andere wichtige Einrichtungen zu. Trotz saudischer
Gegenangriffe gelingt es den Huthis weiterhin, kritische
Infrastruktur zu treffen und die Sicherheitslage im Königreich zu
verschärfen. Internationale Banken ermöglichen Mitarbeitern
bereits die Arbeit von zu Hause, während Schulen auf
Online-Unterricht umstellen. Damit gerät auch Saudi-Arabiens
Ziel, sich als sicherer Standort für internationale Investitionen
und Tourismus zu etablieren, zunehmend unter Druck.
Quellen:
WELT, taz (Thema: Jochen Flasbarths Wechsel zur European Climate
Foundation und mögliche Interessenkonflikte)
Reuters, Associated Press, WELT, Le Monde, JP (Thema: Proteste,
Ausschreitungen, Plünderungen und Brand des Rathauses in Limoges)
Reuters, Planet Labs, Airbus, The Moscow Times (Thema: Neue
russische Drohnenbasis in Rostow und schnellere Angriffsdrohnen
nahe der ukrainischen Grenze)
Reuters, Associated Press, Financial Times, Al Jazeera (Thema:
Huthi-Angriff auf den Präsidentenpalast in Aden, Angriffe auf
Saudi-Arabien und wirtschaftliche Folgen für Mohammed bin Salmans
Reformpläne)
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