Ein athletisches Training ohne Alterslimit
Ob Dressur, Springen, Western oder Working Equitation: alle
Disziplinen lassen sich auch mit einem Hobby Horse reiten. Ein
Hobby Horse ist kein gewöhnliches Steckenpferd, erklärt Jenny vom
österreichischen Hobby Horse Verband. Der Kopf ist in der Regel
kleiner, der Stab mit 30 bis 50 cm deutlich kürzer als beiseinen
Kollegen aus der Spielzeugabteilung.
Die Trainingsgeräte sind leicht und fest mit Füllwatte gestopft,
damit sie wendig sind und man möglichst hoch mit ihnen springen
kann. Es werden sogar Europameisterschaften in Hobby Horsing
ausgetragen, selbstverständlich mit Richtern und Reglements
ähnlich wie bei „echten“ Reitwettbewerben, berichtet Jenny,
selbst auch klassische Turnierreiterin. Der Hobby Horse Verband
Österreich bemühe sich derzeit noch um die Aufnahme in den
Österreichischen Pferdesportverband. „Leider werden wir immer
noch belächelt, häufig von unsportlichen 40-jährigen mit
Bierbauch“, lässt sich Jennynicht beirren und galoppiert mit
ihrem eigenen Hobby Horse quer durch die Messehallen der
#AproposPferd.
Zu Gast bei Auf Trab erzählt Jenny vom
Österreichischen Hobby Horse Verband, wie sich das Sportgerät vom
klassischen Kindersteckenpferd im Detail unterscheidet und
wie anspruchsvoll das Training sein kann, das seinen Ursprung in
Finnland hat. Wer über Hindernisse von 1,20 oder 1,30 Metern aus
eigener Kraft springt oder eine mehrminütige Dressurkür
absolviert, braucht Kraft, Gleichgewicht und Ausdauer. Mit einer
Begeisterung führt die Reiterin im eigens aufgebauten Parkour
vor, wie beim Hobby Horsing Gangarten und Lektionen ausgeführt
werden, bei der Bewertung sogar die Haltungdes Pferdekopfes zählt
und es bei der Piaffe darauf ankommt, wie hoch man das Knie
zieht.
Auf Turnieren wird ebenso Turnierbekleidung getragen. Nur stecken
die Füße nicht in Reitstiefeln, sondern bei Dressur-Wettbewerben
oftmals in Gymnastikschlapfen und beim Springen in speziellen,
stark federnden Turnschuhen, wie sie die Cheerleaders tragen.
Altersmäßig gibt es keine Limits nach oben. Eine deutsche
Spitzensportlerin in dieser Disziplin sei weit über 60 Jahre. Ob
lebende oder Steckenpferde: es sind überwiegend Frauen, die sich
für sie begeistern.
Nicht alle Hobby Horse-Freundinnen kommen aus dem Pferdesport.
Manche hätten mit dem klassischen Reiten gar nichts am Hut, wobei
sich die Sportarten perfekt ergänzen würden. Mit dem Hobby Horse
könne man prima Bahnfiguren und Lektionen „trocken trainieren“.
Wobei auch nicht alle Hobby Horser sich im Viereck messen wollen.
In Vorarlberg werden bereits Ausritte angeboten und die sind
lange im Voraus ausgebucht.
Zu einer außergewöhnlichen, spaßigen AUF TRAB-Podcastfolge
begrüßen Euch #JuliaKistner und ihre Welshobs. Viel Hörvergnügen!
Musik- und Soundrechte:
https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
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#Pferdesportverband
Foto: AUF TRAB
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