77 Menschen.
77 Geschichten.
Und zwei Freunde, die in dieser Folge für alle anderen
stehen.
Am 22. Juli 2011 trifft ein rechtsextremer Terroranschlag
Norwegen mitten ins Herz. Insgesamt sterben 77 Menschen: acht in
Oslo und 69 auf der kleinen Insel Utøya. Die meisten von ihnen
sind jung, engagiert und voller Pläne für ein gerechteres Land.
Wir können nicht jede ihrer Geschichten erzählen. Deshalb
erzählen wir eine, aus der Sicht von Magnus, der diesen Tag
überlebt hat.
Grundlage dieser Folge sind seine öffentlichen Schilderungen,
Interviews, Dokumente und Berichte; sie bleibt eine
fiktionalisierte Rekonstruktion. Sein Name wird bewusst nur
reduziert genannt.
Magnus kommt aus Gjøvik, einer Arbeiterstadt am größten See
Norwegens. Sein bester Freund ist Even: Torwart, Schiedsrichter,
Trainer der Jüngeren und jederzeit für eine Waffel zu haben –
einer, der die Gruppe zusammenhält. In jenem Sommer fahren die
beiden zum ersten Mal gemeinsam ins Sommerlager auf die Insel.
Diese Folge erzählt von ihrer Freundschaft und davon, wohin
Rassismus und rechtsextremer Hass führen können: zu einem Angriff
auf junge Menschen, auf die Demokratie und auf eine offene
Gesellschaft.
Diese Gefahr gehört nicht der Vergangenheit an. Auch in
Deutschland werden solche Stimmen wieder lauter. Deshalb ist
diese Geschichte nicht nur ein Blick zurück, sondern eine Warnung
an uns alle. Hass ist keine Meinung.
Erzählt für alle 77 —
und in Erinnerung an jeden einzelnen von ihnen.
️ INHALTSWARNUNG
Diese Folge enthält Darstellungen eines rechtsextremen
Terroranschlags sowie von Todesangst, dem Sterben sehr junger
Menschen, dem Verlust enger Freunde und Angehöriger und den
Folgen eines Traumas.
Wenn dich diese Inhalte belasten: Überspringe die Folge — oder
höre sie nicht allein.
HILFE & ANLAUFSTELLEN
Du bist nicht allein. Diese Anlaufstellen sind anonym, kostenfrei
und vertraulich — Hilfe anzunehmen ist Stärke. Die 116-Nummern
gelten auch in Österreich.
TelefonSeelsorge — 0800 111 0 111
kostenfrei · rund um die Uhr
Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen — 116
016
kostenfrei · rund um die Uhr · anonym
Weißer Ring, Opferhilfe — 116 006
täglich 7–22 Uhr
Hilfeportal sexueller Missbrauch — 0800 22 55
530
kostenfrei · vertraulich
QUELLEN
Diese Folge beruht auf 61 belegten Quellen: dem
Bericht der norwegischen 22.-Juli-Kommission, Magnus' eigenen
Interviews, der Lokalzeitung seiner Heimatstadt, norwegischer und
deutscher Presse und der wissenschaftlichen Literatur zum
psychologischen Exkurs über Radikalisierung.
Das vollständige Verzeichnis gibt es als PDF zum Download auf
judy-alfers.de — bei dieser Folge einfach auf „Mehr lesen"
klicken.
IM NAMEN DER TOTEN
True Crime aus der Perspektive der Opfer. Nicht der Täter
steht im Mittelpunkt, sondern der Mensch: sein Name, seine Würde,
seine Geschichte. Akribisch recherchiert, psychologisch
eingeordnet, fiktiv erzählt.
Fiktive Geschichten – Wahre Fälle.
Jede Folge ist ein Video-Podcast: Bilder, Karten und
Archivmaterial begleiten jede Geschichte. Als Video unter anderem
auf Spotify und YouTube — auf reinen Audio-Plattformen läuft
dieselbe Folge als Ton.
Konzept, Recherche, Buch & Stimme: Judy
Alfers
Technik & Produktion: Philip Alfers
Intro-Stimme: Roman Schröder
Musik im Abspann: „For When It Rains" von Juan Sánchez
(Pixabay)
Alle Folgen, alle Plattformen und alle Anlaufstellen:
judy-alfers.de
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