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Moin und willkommen zum Fleckenhörer am 5. Oktober 2026! Vor zwei
Tagen fand in Berlin wieder die große Querfrontdemo statt, die
angeblich um Frieden bemüht ist. Inklusive Reunion von „Die Linke“
und BSW, daneben weitere rechtsextreme und
verschwörungsideologische Akteur*innen wie Freie Linke, dieBasis
und andere. „Wir sagen NEIN zu allen Kriegen“, heißt es bei den
Veranstalter*innen. Das ist ein schöner Satz. Leider hat die
Geschichte die unangenehme Eigenschaft, ihn gelegentlich zu
beantworten. Auschwitz wurde nicht durch eine Friedenskonferenz
befreit. Die Wehrmacht stellte ihre Tätigkeit nicht ein, weil in
London jemand „Die Waffen nieder!“ rief. Das Schreckensregime der
Roten Khmer in Kambodscha, das rund ein Viertel der eigenen
Bevölkerung ermordete, wurde 1979 erst durch den militärischen
Einmarsch vietnamesischer Truppen gestürzt. Wer jeden Krieg
unterschiedslos verwirft, muss irgendwann erklären, ob auch der
Krieg gegen die Vernichtungsmaschine nur deshalb bedauerlich war,
weil geschossen wurde. „Nie wieder Krieg“ und „Nie wieder
Auschwitz“ sind eben nur so lange dasselbe, wie niemand Auschwitz
mit Krieg verhindern muss. Moskau kommt im Aufruf, bei den Reden
und auf den Plakaten hauptsächlich als Gegenstand westlicher
Feindbilder vor. Teheran als Opfer. Iranflaggen soweit das Auge
reicht. Wichtige Fragen blieben unbeantwortet: Wer behält das
eroberte Land? Wer darf zurückkehren? Wer muss fliehen? Wer darf
sich bewaffnen? Wer entscheidet? Und wer bezahlt die Ruhe, die
andere Frieden nennen? Wo die Frage nach den Opfern aufhört, kann
Frieden zur Ruhe werden, die der Sieger herstellt. Unsere Themen im
Fleckenhörer heute: +++ Im Austausch mit Andreas Kemper bei der
Langen Nacht der Demokratie +++ Mediensucht wird immer größer:
Lübecker Beratungsstelle erweitert ihr Angebot +++ Filmvorführung:
Kein Land für Niemand in Lübeck Musik: Rudimentary Peni (UK)
Modeselektor (Berlin) Schnuppe (Köln) The Specials (UK)
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„FLECKENHÖRER vom 05.10.2026“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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