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  4. Warum ist das Universum linkshändig? - Die Hypothese vom Spiegeluniversum | Fakten zum Einschlafen - Das Universum
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Wir gehen meist davon aus, dass sich die Naturgesetze in einem
Spiegel nicht verändern. Doch im Jahr 1956 entdeckten die
Physiker Tsung-Dao Lee und Chen-Ning Yang durch das berühmte
Kobalt-60-Experiment von Chien-Shiung Wu, dass die schwache
Kernkraft eine bevorzugte Richtung besitzt. Das Universum ist im
Kern linkshändig. Diese sogenannte Paritätsverletzung stürzte
eine bequeme Annahme um und riss eine Wunde in unser Verständnis
der fundamentalen Physik.

Die Spiegeluniversum-Hypothese entspringt genau dieser
Erkenntnis. Sie legt nahe, dass unsere Welt nicht fehlerhaft ist,
sondern durch einen parallelen Sektor ergänzt wird, der aus
Spiegelmaterie besteht. Diese Spiegelatome, Spiegelsterne und
Spiegelplaneten besetzen denselben Raum wie wir, bleiben aber
elektromagnetisch völlig stumm. Die einzige Kraft, die unsere
beiden Sektoren verbindet, ist die Schwerkraft. Das macht die
Spiegelwelt zu einem faszinierenden Kandidaten für die Dunkle
Materie, die unsichtbar die Galaxien zusammenhält.

Bei der Arbeit an dieser Episode kehrte ich immer wieder zu einer
Frage zurück: Was bedeutet es für unser Bild der Wirklichkeit,
wenn das Offensichtliche nur die halbe Wahrheit ist? Mich
fasziniert der Gedanke, dass die Dunkelheit zwischen den Sternen
keine Leere sein könnte, sondern eine Fülle, die wir schlicht
nicht wahrnehmen können. Wir blicken auf einen Nachthimmel, der
vielleicht von einer kompletten, rechtshändigen Spiegelwelt
durchdrungen ist.
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„Warum ist das Universum linkshändig? - Die Hypothese vom Spiegeluniversum | Fakten zum Einschlafen - Das Universum“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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