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  4. Reeperbahn: Susis Showbar – Sexy geht anders
Moin Moin St. Pauli! In dieser Folge von Read Out Loud,
dem Format des St. Pauli POP Podcast Blogs, ziehe ich Artikel aus
meiner Archiv-Mottenkiste, die seit Jahren oder Jahrzehnten bei
mir herumliegen, und mache sie euch auch als Podcast verfügbar,
auf YouTube, Spotify, Apple oder wo immer ihr hört.

Den Anfang macht „Susis Showbar – Sexy
geht anders”, zuletzt aktualisiert am 12. Mai 2025. An
der Ecke Reeperbahn und Große Freiheit liegt ein Relikt aus der
Zeit der Live-Sexshows auf dem Kiez: Table Dance, ein
patriarchales Relikt, das zur Touri-Show geworden ist. Susis
Showbar unterhielt allerdings auch eine Loge am antisexistischen
Millerntor, und das erregte im Zuge der Sozialromantiker-Proteste
Widerstand. Die Antwort des Wirtschafters in der MOPO finde ich
ziemlich entlarvend: Wenn du kritisiert wirst, dreh einfach den
Vorwurf um.

Der Konflikt liegt für mich aber gar nicht bei Susi und ihrer
Showbar, die unbestreitbar ein Teil von St. Pauli ist, genauso
wie der FC St. Pauli ein Teil des Kiez ist. Unerträglich sind die
Macht und die Machismen, die in Logen hinter getönten Scheiben
nicht nur die Frauen zum Lustobjekt machen, sondern das ganze
Millerntor zur S*x-Folklore gleich mit. Was unterscheidet eine
Künstlerin wie Dita Von Teese von einem Table Dance auf der
Reeperbahn? Die Formel ist eigentlich relativ einfach: "Subjekt
gleich sexy". Ob Frauen in einer Rolle ihre Würde wahren können,
hängt elementar vom Umfeld ab, von Loge, Theater oder Stange, und
von den Betrachtenden.

Wo ist etwas platter Sexismus und platte Ausbeutung, und wo fängt
selbstbestimmte Kunst an? Das finde ich interessant zu
beleuchten. Wenn ihr damit Erfahrungen habt oder mich, den
Blogpost oder diesen Podcast korrigieren möchtet: immer her
damit!

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„Reeperbahn: Susis Showbar – Sexy geht anders“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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