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  4. Die Versuchung und das Böse - Vortrag von Bischof Stefan Oster am Home Gebetsabend
Das Vaterunser ist eines der wenigen Gebete, die uns Jesus
ausdrücklich gelehrt hat. Das Gebet aller Gebete geht den meisten
Christen daher leicht über die Lippen. Die Zeile im Vaterunser „Und
führe uns nicht in Versuchung, sondern rette uns vor dem Bösen“
sollte vor ein paar Jahren geändert werden. Papst Franziskus
meinte, sie sei missverständlich. Gott führt schließlich der
Heiligen Schrift nach nicht in Versuchung. Beten wir also etwas,
was Gott gar nicht tut und gar nicht tun kann? Eine Erklärung
hierfür ist, dass nicht Gott, sondern der Geist in Versuchung
führt. Bestes Beispiel: Jesus wurde vom Geist in die Wüste geführt,
um vom Teufel versucht zu werden. Wie Jesus zeitlebens, so
konfrontiert Gott auch uns bewusst mit Versuchungen zur Prüfung.
Nie aber sind es solche, die wir nicht bewältigen könnten. Und wer
ihnen standhält, bewährt sich und kann dadurch persönlich wachsen,
in der Beziehungsfähigkeit, in Geduld und Hoffnung, in Stabilität
und Lebensweisheit. Wenn man nun vom Bösen spricht, stellt sich die
Frage, ob es „das Böse“ oder „der Böse“ heißt. Die Tradition
unseres Glaubens besagt, der Teufel ist ein „gefallener Engel; er
ist „reiner Geist“ und damit leiblos. Sprich: Das Böse. Eine
Unterscheidung ist heutzutage aber insofern schwer, da wir
tagtäglich mit „Bösem“ konfrontiert sind, wie beispielsweise
Marktmacht, Waffenhandel, Drogen und Machtmissbrauch. Trotzdem wir
aber anfällig für die Mechanismen dieser Welt sind und selbst nicht
die Chance haben, dem Bösen aus eigener Kraft Paroli zu bieten,
dürfen wir durch die Zusage Jesu hoffen, der gesagt hat: „In der
Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt
besiegt.“ Mehr dazu im Video von Bischof Stefan Oster über die
Versuchung und das Böse im Vaterunser.
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„Die Versuchung und das Böse - Vortrag von Bischof Stefan Oster am Home Gebetsabend“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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