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  4. mit S_o_M und Ley, darüber, was hilft jenseits professioneller Unterstützung
Was ist Hilfe? Und was hilft, wenn gefühlt gar nichts hilft? Im
ersten Teil dieser Folge sprechen SoM und Ley darüber, was
weitläufig als Hilfe verstanden wird. Sie sprechen über
Selbsthilfe, kollektive Hilfe, professionelle Hilfe und globale
Fürsorge. In der zweiten Hälfte tauschen sie sich darüber aus, wie
Hilfe gerade in ihrem Leben relevant ist, und fragen: Was hilft in
Zeiten, in denen Hilfe, innerlich oder äußerlich, schwer erreichbar
ist? Selbsthilfe kann vieles bedeuten: von Selbstermächtigung und
aktivistisch organisierten Selbsthilfegruppen über Audre Lordes
Definition von Selbstsorge als Selbsterhaltung und somit als Teil
politischen Widerstandes hin zu self care als gesellschaftliche
Aufforderung zur Selbstoptimierung. All das beeinflusst, wie wir
selbst Selbsthilfe verstehen und leben. Mit Bezug auf
Psychiatriebetroffenen-Bewegungen und einen Text von Jean Hille
fragen SoM und Ley zusätzlich, ob Selbsthilfe überhaupt trennbar
ist von kollektiver oder gegenseitiger Hilfe. Sie tauschen sich
darüber aus, welche Vorbilder von kollektiver Hilfe sie kennen (von
Frühstücksprogrammen bis zu Weglaufhäusern, Peer-Beratung und
informellen Zusammenschlüssen) und wie sie kollektive Hilfe selber
leben und lebten. Dabei wird deutlich, dass viele Formen der
aktivistischen gemeinschaftlichen Unterstützung der beginnenden
2000er Jahre Teil geworden sind von professionalisierten
Hilfenetzwerken. Da fragt sich auch, was die Vor- und Nachteile
dieser Professionalisierungsprozesse sind: Was wird dadurch möglich
und was unmöglich gemacht? Etwas fehlt den beiden noch in dieser
Besprechung von Hilfe zwischen Selbsthilfe, kollektiver und
professioneller Hilfe, und zwar die gegenseitige Sorge und das
miteinander Leben mit mehr als menschlicher Natur. Also suchen Ley
und Som nach Verständnissen von Hilfe und Fürsorge, die über
Menschen hinaus geht. Fündig werden sie unter anderem in Gavin van
Horns Begriff der globalen Fürsorge und einem Zitat der indigenen
Aktivistin und Juristin Sherri Mitchell, die davon erzählt, eine
Gemeinschaft der menschlichen und mehr als menschlichen
Verwandtschaften zu bilden, die es sich zur Aufgabe macht, einander
zu helfen, sich zu helfen. Nachdem diese vier Pfeiler der Hilfe
gesetzt sind, besprechen SoM und Ley, wie gerade ihr Bezug zu Hilfe
ist. Sie diskutieren, wann die professionelle Hilfe helfen kann,
mehr Kraft zu haben, sich selbst zu helfen oder Teil menschlicher
und mehr als menschlicher Gemeinschaften der kollektiven
Unterstützung zu werden. Und wann der psychiatrische Blick auf sich
selbst und das professionelle Unterstützungsnetz manchmal mehr ein
Spinnennetz ist, das einschränkt und zurückhält. Und nicht nur ein
Unterstützungsnetz, das auffängt und ermöglicht. Auch fragen sie,
was hilft, wenn bewährte (Selbst-)Hilfe grad nicht mehr greift oder
kein Zugang dazu da ist.
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„mit S_o_M und Ley, darüber, was hilft jenseits professioneller Unterstützung“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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