Wenn Menschen sich positiv auf den Sozialismus beziehen, eilen
bürgerliche Politiker:innen schnell herbei, die Idee der
Befreiung der Arbeiterklasse mit der DDR oder mit Stalins
Arbeitslagern gleichzusetzen. Zugleich wird suggeriert, es gebe
keine Alternative zum Kapitalismus, und jeder Versuch, eine
Gesellschaft jenseits von Ausbeutung, Privateigentum an
Produktionsmitteln und Klassenherrschaft zu schaffen, sei zum
Scheitern verurteilt und führe zum Stalinismus.
Aber ist das tatsächlich so?
Wie konnte es dazu kommen, dass aus dem nach der
Oktoberrevolution 1917 freisten Land der Welt, in dem
Arbeiter:innen, Soldaten und Bäuer:innen den Kapitalismus
stürzten und durch ein demokratisches Rätesystem ersetzten, nur
gut zehn Jahre später kaum noch etwas übrig war? Wie konnte sich
aus einer revolutionären Bewegung, die auf Selbstverwaltung,
Internationalismus und Klassenbefreiung zielte, eine autoritäre
Bürokratie entwickeln, an deren Spitze Stalin seine Diktatur
errichtete?
Diese Fragen stehen im Zentrum der historischen und politischen
Auseinandersetzung mit der Russischen Revolution, der
Konterrevolution, dem Stalinismus, dem Charakter der Sowjetunion
und der Rolle von Staatskapitalismus statt Sozialismus. Sie sind
entscheidend für alle, die sich heute mit Sozialismus,
Kommunismus, Antikapitalismus, Klassenkampf und Arbeitskämpfen
beschäftigen – und die nach einer realen Alternative zum
kapitalistischen System suchen.
Diese Veranstaltung ordnet die Entwicklungen nach 1917 historisch
ein und widerspricht der bürgerlichen Erzählung, Sozialismus sei
gleichbedeutend mit Diktatur. Es zeigt, warum die Gleichsetzung
von Sozialismus mit Stalin oder der DDR eine politische Strategie
ist, um jede Form von linker, revolutionärer oder
antikapitalistischer Politik zu delegitimieren.
Mit Tabea und Jean-Michael
Mehr Informationen findet Ihr auf: https://sozvu.org/
Falls auch Du Dich revolutionär organisieren willst, kannst Du
dies hier tun: https://sozvu.org/organisation/
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