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  4. Venezuela und der Kampf gegen den US-Imperialismus - mit Nico
Unter dem Schweigen der Bundesregierung und anderer westlicher
Verbündeter läutete Trump das neue Jahr mit der Bombardierung
Venezuelas und der Entführung des Präsidenten Nicolás Maduro und
seiner Ehefrau ein. Führende US-Vertreter:innen beschrieben die
Ziele des Angriffs unverblümt: Das ölreichste Land der Erde soll
durch einen Regimewechsel Chinas Einfluss entzogen werden. Damit
sendet die USA ein Droh-Signal an weitere Länder. Warum konnte
die Invasion in Venezuela ohne viel Widerstand gelingen? Wie
können wir diese jüngste Verlagerung imperialistischer Spannung
einordnen? An welchen Punkten können wir Druck auf die
Herrschenden aufbauen? Diese und weitere Fragen wollten wir
gemeinsam diskutieren.

Im ersten Teil der Veranstaltung analysiert Nico (Sozialismus von
unten) die aktuelle Eskalation in Venezuela und ordnet die
Entführung von Präsident Nicolás Maduro durch die USA politisch,
historisch und geopolitisch ein. Ausgangspunkt ist der
US-Militärschlag vom 3. Januar – ein offener Akt
imperialistischer Aggression, der weltweit Proteste auslöste, von
westlichen Regierungen jedoch weitgehend relativiert oder
verschwiegen wurde.

Der Vortrag bietet einen fundierten Rückblick auf das
chavistische Projekt in Venezuela seit den frühen 2000er-Jahren
unter Hugo Chávez: von den Hoffnungen der bolivarischen
Revolution, massiven Umverteilungsprogrammen und der
Mobilisierung der Arbeiter*innenklasse bis hin zu
Bürokratisierung, Korruption und dem schrittweisen Niedergang
unter Nicolás Maduro. Dabei wird deutlich, warum Venezuela lange
als Leuchtturmprojekt gegen den Neoliberalismus in Lateinamerika
galt – und welche inneren Widersprüche dieses Projekt letztlich
geschwächt haben. Ein zentraler Fokus liegt auf der Frage, warum
Venezuela ins Visier des US-Imperialismus geraten ist: Öl,
geopolitische Kontrolle, der Einfluss Chinas und Russlands sowie
die offene Rückkehr der Monroe-Doktrin in der US-Außenpolitik.
Der Vortrag beleuchtet zudem Sanktionen, den wirtschaftlichen
Kollaps ab 2017, Hyperinflation, Massenmigration und die
Zerstörung sozialer Strukturen.

Im anschließenden Antwort- und Diskussionsteil teil gehen
Publikum und Redner u. a. auf folgende Fragen ein:

- Führt der US-Angriff zu neuer Unterstützung für das Regime?

- Warum bleibt trotz Antiimperialismus eine Massenmobilisierung
aus?

- Repression gegen linke Oppositionelle und Menschenrechtsarbeit

- Wohin sind über 8 Millionen Venezolaner*innen migriert?

- Warum ist die venezolanische Opposition politisch zersplittert?

- Arbeiterkontrolle, Selbstorganisation und reformistische
Grenzen

- Zusammenhang von Imperialismus, Aufrüstung und Sozialabbau
(auch in Europa)

Die Diskussion vertieft zentrale Lehren aus Venezuela: die
Grenzen staatlicher Umverteilung, die Bedeutung realer
Arbeiter*innenkontrolle, die Gefahr von Bürokratisierung – und
warum der Kampf gegen Imperialismus untrennbar mit sozialen
Kämpfen hierzulande verbunden ist.

Für einen Sozialismus von unten – für internationale Solidarität,
Selbstorganisation und eine Gesellschaft jenseits von Profitlogik
und Imperialismus.

Falls auch du dich revolutionär organisieren willst, kannst du
dies hier tun: https://sozvu.org/organisation/
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„Venezuela und der Kampf gegen den US-Imperialismus - mit Nico“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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