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  4. #16 In 80 Minuten bis nach Afrika
In der sechzehnten Sitzung der Pension Alcatraz nehmen sich Tina
Voß und Dietmar Wischmeyer vor, in achtzig Minuten die Welt
abzuarbeiten: jedes Land, in dem mindestens einer von beiden war,
und dazu die eine Sache, die hängen geblieben ist. Weit kommen sie
nicht. Nach Asien und Afrika ist die Zeit herum, der Rest folgt im
zweiten Teil. Vorher sind noch ein Cashew-Joghurt, eine insolvente
Fähre, ein Klassentreffen nach fünfzig Jahren und ein Besuch der
internen Revision zu erledigen. Die Themen dieser Episode im
Überblick: • Die Folgennummer und der Satz für alle Fälle: Tina
hatte recht, es ist Folge 16, nachdem alle es besser wissen wollten
und auf 17 umgeschrieben hatten. Danach der wichtigste Satz, den
man laut Dietmar überhaupt kennen muss, wenn eine Exekutivmacht an
einen herantritt. Er funktioniert allerdings nur in Rechtsstaaten
und nicht als Gesprächseinstieg in der Kfz-Zulassungsstelle. •
Talsperren mit eigenem Kanal: Ein Hörer betreibt inzwischen einen
eigenen Instagram-Account für die Füllstände. Der Mittelwert liegt
bei 46 Prozent, bei 63 sollte er sein. Außerdem stellt sich heraus:
Der Fährverkehr an der Okertalsperre wurde nicht wegen des
Wasserstands eingestellt, sondern wegen Insolvenz. Und
Wischhafen-Glückstadt hat vier Fähren, worüber Dietmar eine eigene
Theorie entwickelt. • Cashew-Joghurt und Bügelflaschen: Die
Schwarzkohlsuppe wurde vergessen, die Udon-Erdnusspfanne auch,
geblieben ist ein Zucchini-Lemon-Cake und ein fermentierter
Cashew-Joghurt, den Dietmar für etwas anderes hielt, bevor er ihn
probierte. Dazu die Erkenntnis, dass Tinas gesamte Küche aus
Cashew, Banane und Kichererbsen besteht. Und die Frage, warum man
leere Flaschen bei Kleinanzeigen kauft, statt einfach eine Kiste
Bier auszutrinken. • Live-Termine und 200.000 Downloads: Am 3.
Oktober um 19 Uhr im Glückaufsaal in Clausthal, gegenüber der
blauen Kirche, mit den Shirts exklusiv vor Ort. Am 16. Dezember der
Jahresrückblick im großen Sendesaal des RBB in Berlin, am 6. Januar
die Jahresvorausschau in der Osnabrückhalle, verlegt aus Bremen,
weil Dietmar als amtierender Grünkohlkönig von Osnabrück in seiner
Legislaturperiode sonst wenig gerissen hat. • Partnergefängnis JVA
Stadelheim: Die Frauenabteilung, die Tina im Rahmen einer Tagung
selbst besichtigt hat, und die bei Google genau einen Stern hat.
Dazu das, was ihr wirklich nachging: dass Kinder, die drinnen
geboren werden, irgendwann raus müssen, und dass sie draußen vor
jeder Tür stehen bleiben, weil sie es nicht anders kennen. Offene
Frage an die Hörerschaft: Hängen in deutschen Gefängnissen
eigentlich Fluchtwegpläne? • Fünfzig Jahre Muppets: Dass der
amerikanische Schöpfer die Serie ausgerechnet in Großbritannien
produzieren ließ, und dass Kermit 1955 aus dem alten Mantel seiner
Mutter entstand. Dietmar hat sie nie gesehen, war 1976 bei der
Bundeswehr und überlegt rückblickend, ob der Unteroffizier den
Anschiss für die Muppet Show vertagt hätte. • Die innere Revision:
Bei Dietmar hat sich die interne Ermittlung gemeldet. Was hier so
erzählt werde, könne man in der Öffentlichkeit nicht bringen, einer
von beiden müsse gehen und werde ersetzt. Wer, wurde noch nicht
gesagt. Dass sie zuerst bei ihm waren, hält Dietmar für ein
Zeichen, ist sich aber nicht sicher, für welches. • Fünfzig Jahre
Klassentreffen: Tina war in Gittelde und konnte bis auf zwei alle
beim Namen nennen, nach fünfunddreißig Jahren. Es gab
Schluckimpfungen, eine Gemeindeschwester auf Läusesuche und genau
einen Ausländer in der Klasse. Eine ist nicht gekommen, weil sie
als Kind gemobbt wurde, was Tina nachhaltig beschäftigt hat. •
Asien in Stichworten: Dietmar in Moskau zu Gorbatschows Zeiten, wo
ein Mitreisender aus der studentischen Reisegruppe im obersten
Stock an die falschen Leute geriet und nicht mehr zurückkam. Tina
dreimal in Russland, einmal mit Hannover 96 bei minus 26 Grad im
Europapokal, einmal per Containerschiff von St. Petersburg nach
Hamburg, was sie zum Heulen fand, als sie wieder runter musste. Da

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