In dieser Folge haben wir Nadina Ruedl zu Gast – Gründerin der
Pflanzerei und die Frau hinter Gustl, dem mittlerweile ziemlich
berühmten pflanzlichen Leberkäse.
Wir sprechen darüber, wie aus einer überzeugten Liebhaberin von
Leberkäsesemmel, Schweinsbraten und österreichischer Küche eine
Unternehmerin wurde, die sich für pflanzliche Ernährung
begeistert. Nadina erzählt uns, wie sie ursprünglich eigentlich
ihren veganen Partner davon überzeugen wollte, wieder Fleisch zu
essen – und dabei irgendwann selbst ihre Ernährung hinterfragt
hat.
Wir reden über ihren ungewöhnlichen Weg in die
Lebensmittelbranche, über fünf Jahre Entwicklungsarbeit am Gustl
und darüber, warum Nadina ganz bewusst nicht einfach eine neue
vegane Marke aufbauen wollte. Stattdessen arbeitet sie mit
traditionellen Metzgern, Produzenten und Handwerkern zusammen.
Ihr Ziel: Veränderung nicht von außen zu fordern, sondern das
bestehende System von innen heraus weiterzuentwickeln.
Dabei geht es um die Frage, wie österreichische Esskultur und
pflanzliche Ernährung zusammenpassen können. Muss Tradition
verschwinden, wenn sich unsere Ernährung verändert? Oder kann man
sie mitnehmen und weiterentwickeln? Für Nadina ist klar: Auch
pflanzliche Produkte dürfen Teil unserer österreichischen
Esskultur und unserer Tischgemeinschaft sein.
Wir sprechen außerdem über die Herausforderungen der
Produktentwicklung, regionale Zutaten, die Schwierigkeiten der
Lebensmittelproduktion, den Preis- und Verpackungsdruck,
Gastronomie und Handel – und darüber, warum Nadina bewusst auf
kleine, regionale Strukturen und ungewöhnliche Partnerschaften
setzt.
Ein Gespräch über Essen, Tradition, Veränderung, Unternehmertum
und die Frage, ob man ein System vielleicht am besten verändert,
indem man mit den Menschen arbeitet, die bereits darin stecken.
Und ja: Ein bisserl Leberkäse darf dabei natürlich auch sein.
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