2.Kor 4,7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit
die überragende Kraft von Gott sei und nicht von uns. (Sch2000)
Major:4-Reh; 7-Kuh
Kommentar von MacDonald (CLV) 4,7 Nachdem er über seine
Verpflichtung gesprochen hat, die Botschaft zu verdeutlichen,
denkt der Apostel Paulus nun an das menschliche Werkzeug, dem der
wunderbare Schatz des Evangeliums übergeben wird. Der »Schatz«
ist die herrliche Botschaft des Evangeliums. Dagegen ist das
»irdene Gefäß« der verletzliche menschliche Leib. Der Gegensatz
zwischen beiden ist groß. Das Evangelium ist wie ein wertvoller
Diamant, der wundervoll glitzert - ganz gleich, wie man ihn
dreht. Es ist erstaunlich, dass solch ein wertvoller Diamant
einem solch schwachen, zerbrechlichen Tongefäß anvertraut wird!
Herr, wir loben Deine Gnade, dass du uns für Dich gewannst,
rein´gend, rettend und erfüllend, sodass Du uns brauchen kannst.
Refrain:
Nur Gefäße, heil´ger Meister, doch gefüllt mit Deiner Kraft, lass
dein Leben durch uns strömen, Deiner Liebe Geist und Macht.
Nur Gefäße, doch von Segen, für die Durst´gen rings umher lass
uns sein, geliebter Heiland, mach dazu uns täglich mehr.
Leer, damit Du ganz uns füllest als Gefäße Deiner Hand, und mit
keinem andern Siegel als nur dem: Von Dir gesandt.
Von der Rettermacht zu zeugen, die von Sünd´ uns selbst befreit,
dazu sind wir ausgesondert, dazu hast Du uns geweiht.
Nachdichtung unter Verwendung des Originals von M. E. Maxwell
Warum hat Gott es so bestimmt, dass »dieser Schatz in irdenen
Gefäßen« sein soll? Die Antwort lautet: ». . . .damit die
überragende Größe der Kraft von Gott sei und nicht aus uns.«
Gott möchte nicht, dass man sich mit dem menschlichen
Werkzeug statt mit Gottes Macht und Größe beschäftigt.
Deshalb übergibt er die Botschaft des Evangeliums absichtlich
schwachen, oftmals unansehnlichen Menschen. Alles Lob und
alle Ehre sollen dem Schöpfer gelten und nicht dem Geschöpf.
Gott sendet uns, wir sollen geh´n, gehorsam dienen ihm
allzeit. Doch auch wenn unsre Kraft zu klein, so wissen wir:
Der Herr regiert, weil, wenn draus Gutes wird entsteh´n, nur
ihm - nicht uns - das Lob gebührt.
… Nachdichtung unter Verwendung des Originals von Houghton
Jowett sagt: Etwas stimmt nicht, wenn das Gefäß den Schatz
seiner Herrlichkeit beraubt wird, wenn die Hülle mehr
Aufmerksamkeit erregt als das Juwel, das darin verborgen
liegt. Alles ist verdreht, wenn das Bild erst den zweiten
Platz nach dem Rahmen einnimmt und wenn das Geschirr, das
beim Fest benutzt wird, an die Stelle des Mahls tritt. Es
liegt eine Art Todeshauch über einem christlichen Dienst,
wenn die »überragende Größe der Kraft« von uns und nicht von
Gott ist. Solche Größe ist sehr vergänglich, und sie wird wie
das grüne Gras schnell verdorren und in Verwesung übergehen.
Als Paulus Vers 7 niedergeschrieben hat, hat er
höchstwahrscheinlich an ein Ereignis in Richter 7 gedacht. Dort
wird berichtet, wie Gideon sein Heer mit Hörner und Fackeln, die
in leeren Krügen verborgen waren, ausrüstete. Beim vereinbarten
Signal mussten seine Männer die Hörner blasen und die Krüge
zerbrechen. Als die Krüge zerbrachen, leuchteten die Fackeln
hell. Das erschreckte den Feind. Sie waren der Ansicht, dass eine
riesige Streitmacht hinter ihnen her war, nicht nur 300 Mann. Die
Lehre daraus ist, dass es sich in Bezug auf das Evangelium ebenso
verhält wie in Gideons Fall, als das Licht erst leuchten konnte,
nachdem die Krüge zerbrochen waren. Nur wenn menschliche
Werkzeuge zerbrochen und dem Herrn hingegeben sind, kann das
Evangelium durch uns in all seiner Herrlichkeit erstrahlen.
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