Spr 17,22 Ein fröhliches Herz fördert die Genesung, aber ein
niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus. (Sch2000)
Kommentar von MacDonald (CLV) 17,22 Hier sehen wir wieder, dass
die innere Haltung eines Menschen sehr viel mit der Genesung von
einer Krankheit oder einem Unfall zu tun hat. Eine fröhliche
Grundhaltung ist eine starke zusätzliche Hilfe zur Heilung. Ein
gebrochenes, niedergeschlagenes Gemüt nagt an der Lebenskraft
eines Menschen. In einer Fußnote zu diesem Vers bemerkt die
amerikanische Berkeley-Übersetzung lapidar: »Hochmoderne
Therapie, bis heute unübertroffen«. Die heutigen Ärzte sagen uns,
dass ein herzhaftes Lachen eine hervorragende Leibesübung ist.
Wenn wir einen kräftigen Lacher ausstoßen, so erklären sie, dann
senkt sich das Zwerchfell tief in die Leibeshöhle hinab, und die
Lungen erweitern sich, wodurch sich die zugeführte
Sauerstoffmenge deutlich vergrößert. Während sich das Zwerchfell
gleichzeitig seitwärts dehnt, gibt es dem Herzen eine sanfte,
rhythmische Massage. Dieses edle Organ reagiert darauf, indem es
fester und schneller schlägt. Der Kreislauf wird schneller.
Leber, Magen, Bauchspeicheldrüse, Milz und Gallenblase werden
stimuliert – unser ganzes Organsystem bekommt einen kräftigenden
und belebenden Impuls. Wobei all das nur bestätigt, was
Aristoteles, jener weise alte Grieche, vor mehr als 2000 Jahren
über das Lachen gesagt hat: »Es ist eine leibliche Übung, die
sehr wertvoll für die Gesundheit ist« (Paul Brock). Aber nicht
jedes Lachen ist gesund. Howard Pollis, Professor für Psychologie
an der Universität von Tennessee, berichtet, dass ein in
aggressiver Absicht gebrauchtes Lachen und Lächeln – um jemanden
zu verhöhnen, zu verspotten, lächerlich zu machen oder in
Verlegenheit zu bringen – »ungesund« ist und dem Lachenden im
Endeffekt mehr Schaden zufügen kann als dem Verlachten. »Ein
niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus.« Der Autor Blake
Clark bestätigt dies: Gefühle können uns krank machen. Sie können
starken Haarausfall und pochende Kopfschmerzen verursachen,
können unsere Atemwege verstopfen oder Augen und Nase vor
Allergien tropfen lassen, sie können unseren Hals mit
Kehlkopfentzündung zuschnüren, Hautausschlag oder sogar
Zahnausfall verursachen. Gefühle können unser Inneres mit
Geschwüren und Entzündungen plagen, bei Frauen Fehlgeburten
verursachen, bei Männern zu Impotenz führen – und noch viel mehr.
Gefühle können töten.
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