Jos 23,14 so sollt ihr erkennen mit eurem ganzen Herzen und mit
eurer ganzen Seele, dass nicht ein Wort gefehlt hat von all dem
Guten, das der HERR, euer Gott, euch verheißen hat; es ist alles
für euch eingetroffen, und nicht ein Wort davon ist ausgeblieben!
(Sch2000)
Kommentar von MacDonald (CLV) F. Josuas Abschiedsrede an die
Anführer Israels (Kap. 23)
Dies ist die erste von zwei Abschiedsreden von Josua. Hier
spricht er zu den Anführern Israels. Josuas Aufforderung, sowohl
mutig als auch schrifttreu zu sein (V. 6), klingt wie ein Echo
der Worte des Herrn an ihn viele Jahre zuvor (1,7). Er hatte
seitdem ihre Verlässlichkeit in der Feuerprobe des Lebens
erfahren und war nun in der Lage, diese Worte voller Überzeugung
und Zuversicht an die folgende Generation weiterzugeben. Er
erinnerte sie an die Treue Gottes, mit der er seine Zusagen
bezüglich des Landes und seiner heidnischen Einwohner gehalten
hatte. Gott würde auch weiterhin den Feind vertreiben, aber das
Volk musste ihm gehorchen. Vor allem sollten sich die Juden von
dem Götzendienst der Völker fern halten und keine Mischehen mit
den Kanaanitern eingehen. Andernfalls würden diese Heiden zu
einer ständigen Quelle von Schwierigkeiten für Israel werden.
Keines der Worte Gottes war »hingefallen« (V. 14). Das bedeutet
nicht, dass schon alles Land in jüdischer Hand war, denn der Herr
selbst hatte gesagt, dass er nicht alle Einwohner auf einmal,
sondern nach und nach austreiben wollte (5. Mose 7,22). Die
Tatsache, dass nicht eine Verheißung des Herrn fehlgegangen war,
war die starke Ermutigung, die Josua benutzte, um die Anführer
aufzufordern, die Aufgabe zu vollenden, die er begonnen hatte.
Dieser Ermahnung fügte er eine Warnung hinzu (V. 5.16): dass der
HERR sie genauso sicher wieder aus dem guten Land vertilgen
würde, wie er die Kanaaniter vertilgt hatte, wenn sie ihren Bund
vergessen und sich den Götzen zuwenden sollten. Die
neutestamentliche Parallele zu diesem Kapitel ist 2. Korinther
6,14-18. Absonderung ist für einen Menschen Gottes lebenswichtig.
Wir können nicht dem Herrn anhängen und gleichzeitig an seine
Feinde gebunden sein.
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