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  4. #78 Maximal gesegnet | Du kannst keine Bibelverse lernen? Hier lernst du, wie es geht.
Eph 1,3 Gepriesen sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus
Christus, der uns gesegnet hat mit jedem geistlichen Segen in den
himmlischen [Regionen] in Christus, (Sch2000)

Kommentar von MacDonald (CLV) 1,3 Nach seinem kurzen Gruß erhebt
der Apostel seine Stimme zu einem wunderbaren Lobgesang, und
bewegt sich dabei auf den erhabensten Höhen neutestamentlicher
Anbetung. Hier finden wir ein Herz, das überfließt im Lob der
göttlichen Segnungen. In diesen Versen (3-14) spürt Paulus Gottes
Handeln nach: von der Ewigkeit vor aller Zeit durch die Zeitalter
hindurch bis in die Ewigkeit nach aller Zeit. Und damit kommt er
unausweichlich auf das Geheimnis des Willens Gottes zu sprechen:
Gläubige Juden und Heiden sind gemeinsam Teilhaber des herrlichen
Erbes. Er beginnt, mit einem Aufruf an alle, die Gott kennen: Sie
sollen ihn preisen, d. h., Gottes Herzen Freude machen, indem sie
ihn loben und in Liebe anbeten. Der Gepriesene ist »der Gott und
Vater unseres Herrn Jesus Christus«. Bei bestimmten Gelegenheiten
redete Jesus den Vater als Gott an (Matth 27,46). Dann wiederum
sprach er ihn als seinen Vater an (Joh 10,30). Der Gepriesene ist
gleichzeitig der Segnende. Er segnet uns und macht uns froh,
indem er uns die Reichtümer seiner Gnade schenkt. »Er hat uns
gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt in
Christus.« Hier haben wir eine Gnadenpyramide: Segnung geistliche
Segnung jede geistliche Segnung jede geistliche Segnung in der
Himmelswelt jede geistliche Segnung in der Himmelswelt in
Christus Man beachte zunächst, wie vorbehaltlos Gottes Herz und
Hände geben – »jede geistliche Segnung«. Man beachte auch, dass
es hier um geistlichen Segen geht. Das kann man am einfachsten
erklären, indem man diesen Segen mit den Segnungen Israels unter
dem Gesetz vergleicht. Im AT wurde ein treuer, gehorsamer Jude
mit langem Leben, einer großen Familie, einer reichen Ernte und
dem Schutz vor seinen Feinden belohnt (5. Mose 28,2-8). Die
Segnungen des Christentums sind im Gegensatz dazu »geistlicher«
Art, d. h., sie betreffen immaterielle, unsichtbare und
unvergängliche Schätze. Es stimmt, dass die Heiligen des AT auch
geistliche Segnungen erhielten, doch werden wir sehen, dass die
Christen heute Segnungen empfangen, die im AT unbekannt waren.
Unsere Segnungen sind »in der Himmelswelt« (wörtl. in den
Himmlischen). Der Ausdruck »in der Himmelswelt« wird im
Epheserbrief fünfmal benutzt: 1,3 Der Bereich unserer geistlichen
Segnungen.

1,2 Der Ort, an dem Christus gegenwärtig regiert.

2,6 Der Ort, an dem wir gegenwärtig in Christus regieren.

3,10 Der Ort, von dem aus die Engel die Weisheit Gottes, wie
sie sich in der Gemeinde zeigt, beobachten können.

6,12 Der Bereich, der der Ursprung unseres gegenwärtigen
Konflikts mit den bösen Geistern ist.

Wenn wir diese Abschnitte zusammen sehen, dann haben wir eine
wirklich schriftgemäße Definition des Begriffs »Himmelswelt«.
Unger drückt es folgendermaßen aus: Die Himmelswelt umfasst »den
Stellungs- und Erfahrungsbereich des Gläubigen, der ihm aufgrund
seiner Vereinigung mit Christus durch die Taufe mit dem Heiligen
Geist zugeeignet ist«. Alle »geistlichen Segnungen« erhalten wir
in Christus. Er war derjenige, der sie für uns durch sein
vollendetes Werk auf Golgatha erlangte. Nun sind sie für uns in
ihm erreichbar. Alles, was Gott für den Gläubigen vorgesehen hat,
liegt im Herrn Jesus bereit. Um diese Segnungen empfangen zu
können, müssen wir durch den Glauben mit Christus eins sein. In
dem Augenblick, in dem der Mensch in Christus ist, wird er zum
Eigentümer all dieser Segnungen. Chafer schreibt: »Wer in
Christus ist (eine Stellung, die allen Erretteten zugeeignet
ist), hat an all dem Anteil, was Christus getan hat, was er jetzt
ist, und was er einmal sein wird.« In Christus ist eines der
Schlüsselworte des Epheserbriefes. Es gibt zwei eng verbundene
Wahrheiten im NT - die Wahrheit hinsichtlich der Stellung des
Gläubigen und die Wahrheit bezüglich seines praktischen Lebens.
Zunächst kommt die Stellung des Gläubigen. Jeder Mensch auf der
Welt ist entweder »in Adam« oder »in Christus«. Diejenigen, die
»in Adam« sind, leben noch in ihren Sünden und stehen deshalb
unter dem Urteil Gottes. Es gibt nichts, was sie selbst tun
können, um Gott zu gefallen oder sein Wohlwollen zu erlangen. Sie
haben keine Ansprüche an Gott, und wenn sie erhalten würden, was
sie verdient haben, dann würden sie auf ewig verlorengehen. Wenn
ein Mensch durch Bekehrung zum Glauben kommt, dann sieht ihn Gott
nicht länger als verurteiltes Kind Adams an. Stattdessen sieht er
ihn »in Christus« und nimmt ihn auf dieser Grundlage an. Es ist
wichtig, das zu verstehen. Der gläubige Sünder wird nicht wegen
seiner Eigenschaften angenommen, sondern weil er »in Christus«
ist. Wenn er »in Christus« ist, dann steht er in alle
Gerechtigkeit Christi gekleidet vor Gott. Und er wird Gottes
Wohlwollen so lange wie Christus besitzen, nämlich für immer. Die
Stellung des Gläubigen nun ist das, was er »in Christus« ist.
Doch gibt es noch eine andere Seite der Medaille – das praktische
Leben des Gläubigen. Damit ist gemeint, was er in sich selbst
ist. Seine Stellung ist vollkommen, doch sein praktisches
Verhalten ist unvollkommen. Nun besteht Gottes Willen darin, dass
das Verhalten des Gläubigen immer mehr seiner Stellung
entspricht. Das wird erst dann völlig der Fall sein, wenn er im
Himmel ist. Doch die Heiligung als lebenslanger Prozess und das
geistliche Wachstum sollten im Leben des Gläubigen ständig
weitergehen, während er noch hier auf Erden ist. Er sollte
Christus immer ähnlicher werden. Wenn wir den Unterschied
zwischen der Stellung des Gläubigen und seinem Zustand verstanden
haben, so ermöglicht dies uns, solche scheinbar gegensätzlichen
Verse wie die folgenden miteinander zu vereinbaren: Gläubige sind
vollkommen (Hebr 10,14) Gläubige sollten vollkommen sein (Matth
5,48) Gläubige sind der Sünde gestorben (Röm 6,11) Gläubige
sollten sich selbst der Sünde für tot halten (Röm 6,2) Die
Gläubigen sind eine heilige Nation (1. Petr 2,9) Gläubige sollten
heilig sein (1. Petr 1,15)

Die erste Spalte handelt von der Stellung, die zweite vom
gegenwärtigen Zustand. Der Brief des Paulus an die Epheser ist
selbst in zwei Teile gegliedert, die dieser Wahrheit entsprechen:
Kap. 1 – 3 behandelt unsere Stellung (was wir in Christus sind);
Kap. 4 – 6 behandelt unseren praktischen Zustand (wie wir sein
sollten). Die erste Hälfte hat mit Lehre, die zweite mit den sich
daraus ergebenden Verpflichtungen zu tun. In den ersten drei
Kapiteln wird unsere Stellung oft mit solchen Ausdrücken wie »in
Christus«, »in Christus Jesus«, »in ihm« und »in welchem«
beschrieben. In den letzten drei Kapiteln wird der Ausdruck »im
Herrn« oft benutzt, um die Verantwortung des Gläubigen gegenüber
Christus als seinem Herrn zu betonen. Jemand hat einmal treffend
gesagt, dass der erste Teil den Gläubigen in der Himmelswelt in
Christus (also gewissermaßen im »Sonntagsstaat«) zeigt, während
der zweite Teil ihn auf Erden (also gleichsam »im Arbeitskittel«)
darstellt: Nun sind wir bereit, einige der »geistlichen«
Segnungen »in der Himmelswelt« zu betrachten, die uns »in
Christus« gehören.

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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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