Eph 2,10 Denn wir sind seine Schöpfung, erschaffen in Christus
Jesus zu guten Werken, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in
ihnen wandeln sollen. (Sch2000)
Kommentar von MacDonald (CLV) 2,10 Das Ergebnis der Erlösung
besteht darin, dass wir »sein Gebilde« sind, ein erstklassiges
Werk Gottes, keine Eigenkreation. Ein wiedergeborener Christ ist
ein Meisterstück Gottes. Wenn wir an das Rohmaterial denken, mit
dem er sich zufriedengeben muss, so ist sein Werk umso
erstaunlicher. Dieses Meisterstück ist in der Tat eine
Neuschöpfung durch die Vereinigung mit Christus, denn »wenn
jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte
ist vergangen, siehe, Neues ist geworden« (2. Kor 5,17). Und das
Ziel dieser Neuschöpfung findet sich in dem Ausdruck »zu guten
Werken«. Es stimmt zwar, dass wir nicht durch gute Werke gerettet
werden, doch es trifft genauso zu, dass wir zu guten Werken
errettet werden. »Gute Werke« sind nicht die Wurzel, sondern die
Frucht. Wir tun keine Werke, um errettet zu werden, sondern weil
wir errettet sind. Dieser Aspekt der Wahrheit wird in Jakobus
2,14-26 betont. Wenn Jakobus sagt, dass »Glaube ohne Werke tot«
ist, dann meint er nicht, dass wir durch Glauben und Werke
errettet werden. Vielmehr meint er den Glauben, der zu einem
Leben »guter Werke« führt. »Werke« beweisen die Echtheit unseres
Glaubens. Paulus stimmt von Herzen ein: »Wir sind sein Gebilde,
in Christus Jesus geschaffen zu guten Werken.« Gottes Reihenfolge
ist folgende: Glaube Errettung gute Werke Lohn. Glaube
führt zur Errettung. Errettung führt zu »guten Werken«. Gute
Werke werden von Gott belohnt. Doch nun erhebt sich die Frage:
Welche Art von »guten Werken« soll ich denn tun? Paulus
antwortet: »Gute Werke, die Gott zuvor bereitet hat, damit wir in
ihnen wandeln sollen.« Mit anderen Worten, Gott hat einen Plan
für jeden Menschen. Schon vor unserer Bekehrung hat er geplant,
wie unsere künftige geistliche Entwicklung aussehen soll. Unsere
Verantwortung besteht darin, seinen Willen für uns herauszufinden
und diesem Willen zu gehorchen. Wir brauchen keinen eigenen Plan
für unser Leben auszuarbeiten, sondern müssen den Plan annehmen,
den er für uns vorgezeichnet hat. Das befreit uns von
Verdrießlichkeit sowie Verzweiflung und gibt uns die Zusicherung,
dass unser Leben ihm die größtmögliche Ehre bringt, andere am
besten segnet und uns den größten Lohn einträgt. Um die »guten
Werke«, die er für uns geplant hat, herauszufinden, sollten wir:
1. jede Sünde bekennen und lassen, sobald sie uns bewusst wird,
2. ihm ständig und ohne Vorbehalte hingegeben sein, 3. das Wort
Gottes studieren, um seinen Willen zu erkennen, und dann tun, was
immer er uns sagt, 4. jeden Tag Zeit im Gebet verbringen, 5. sich
bietende Gelegenheiten zum Dienst ergreifen, und 6. die
Gemeinschaft mit anderen Christen pflegen sowie ihren Rat
einholen. Gott bereitet uns für »gute Werke« zu, und er bereitet
»gute Werke« für uns zu. Dann belohnt er uns, wenn wir sie tun.
So groß ist seine Gnade!
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