1.Petr 3,14-15a Doch wenn ihr auch leiden solltet um der
Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr! Ihr Drohen aber
fürchtet nicht und lasst euch nicht beunruhigen; sondern heiligt
vielmehr Gott, den Herrn, in euren Herzen! (Sch2000)
Kommentar von MacDonald (CLV) 3,14 Doch man stelle sich vor, dass
ein Christ wirklich einmal wegen seiner Treue zu Christus
verfolgt wird. Was dann? Es ergeben sich drei Folgen: Gott
besiegt das Leid zu seiner Ehre.
Gott benutzt das Leiden, um andere zu segnen.
Gott segnet den Betreffenden, der um seines Namens willen
leidet.
Wir sollen Menschen nicht fürchten oder uns von ihren »Schrecken«
nicht ängstigen lassen. Wie sehr lebten die Märtyrer doch nach
dieser Einstellung. Als Polykarp versprochen wurde, dass er
freigelassen würde, wenn er Christus lästerte, sagte er: »Ich
habe nun 86 Jahre lang Christus gedient, und er hat mir nie
Unrecht getan. Wie kann ich meinen König und Heiland lästern?«
Und als der Prokonsul ihm drohte, ihn den wilden Tieren
vorzuwerfen, antwortete er: »Es ist schön für mich, schnell aus
diesem unglücklichen Leben erlöst zu werden.« Schließlich drohte
ihm der Herrscher, ihn bei lebendigem Leibe zu verbrennen.
Polykarp sagte: »Ich fürchte nicht das Feuer, das nur kurz
brennt: Du kennst nämlich das Feuer nicht, das ewig brennt.« 3,15
Im zweiten Teil von Vers 14 und in diesem Vers zitiert Petrus aus
Jesaja 8,12b-13, wo es heißt: »Das, was sie fürchten, sollt ihr
nicht fürchten und nicht davor erschrecken. Den Herrn der
Heerscharen, den sollt ihr heiligen! Er sei eure Furcht, und er
sei euer Schrecken!« Jemand hat einmal gesagt: »Wir fürchten Gott
so wenig, weil wir die Menschen so sehr fürchten.« Der Abschnitt
in Jesaja spricht vom »Herrn der Heerscharen« als dem, den wir
verehren sollen. Petrus zitiert ihn und sagt durch die
Inspiration des Heiligen Geistes: »Heiligt vielmehr Gott, den
Herrn, in euren Herzen« (Schl 2000). Den Herrn zu ehren,
bedeutet, ihn zum Herrscher unseres Lebens zu machen. All unser
Tun und Reden sollte seinem Willen entsprechen und zu seinem
Wohlgefallen sowie zu seiner Ehre sein. Die Herrschaft Christi
sollte jeden Bereich unseres Leben betreffen – unseren Besitz,
unsere Beschäftigung, unseren Bücherschrank, unsere Ehe, unsere
Freizeit. Nichts darf ausgeschlossen sein.
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