1.Joh 5,3-4 Denn das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote
halten; und seine Gebote sind nicht schwer. Denn alles, was aus
Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der
Sieg, der die Welt überwunden hat. (Sch2000)
Kommentar von MacDonald (CLV) 5,2.3 Die vierte Folge des Glaubens
ist Gehorsam gegenüber Gottes Geboten. »Hieran erkennen wir, dass
wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine
Gebote befolgen.« Wer wirklich gerettet ist, wird sich durch das
Verlangen auszeichnen, den Willen Gottes zu tun. Unsere Liebe zu
Gott drückt sich in willigem Gehorsam gegenüber seinen Geboten
aus. Der Herr Jesus hat gesagt: »Wenn ihr mich liebt, so werdet
ihr meine Gebote halten« (Joh 14,15). Wenn Johannes sagt, dass
»seine Gebote … nicht schwer« sind, dann meint er nicht, dass wir
sie mühelos halten könnten. Vielmehr will er damit sagen, dass
sie genau das enthalten, was wiedergeborene Menschen gern tun.
Wenn man einer Mutter sagt, sie solle gut auf ihr Kind aufpassen,
so wird sie antworten, dass sie dies gern tut. Die Gebote Gottes
sind Anweisungen, wie wir richtig handeln, wobei die neue Natur
sie aus ganzem Herzen und freudig befolgt. D. Glaube, der die
Welt überwindet (5,4.5)
5,4 Als Nächstes erfahren wir etwas über das Geheimnis des Sieges
über die Welt. Das Weltsystem beinhaltet eine ungeheuer
umfassende Verführungsstrategie, die immer versucht, uns von Gott
und vom Ewigen abzuhalten und uns mit Zeitlichem und Sinnlichem
zu beschäftigen. Die Menschen der Welt sind vollkommen von den
zeitlichen und sinnlich wahrnehmbaren Dingen in Anspruch
genommen. Sie sind Opfer des Vergänglichen geworden. Nur der
Mensch, der »aus Gott geboren ist«, kann wirklich die Welt
überwinden, weil er durch den Glauben imstande ist, sich über
diese vergängliche Welt zu erheben und die Dinge in ihrer
wirklichen, ewigen Perspektive zu betrachten. So ist nicht der
große Wissenschaftler, Philosoph oder Psychologe derjenige, der
die Welt wirklich überwindet. Vielmehr ist es der einfache
Gläubige, der erkennt, dass das Sichtbare zeitlich und das
Unsichtbare ewig ist. Der Blick auf die Herrlichkeit Gottes im
Angesicht Jesu lässt die Herrlichkeit dieser Welt verblassen.
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