2.Sam 24,24 ich will dem HERRN, meinem Gott, kein Brandopfer
darbringen, das mich nichts kostet! (SCH2000)
Kommentar von MacDonald (CLV) 24,15-25 Der Herr sandte drei Tage
lang die Pest und tötete 70.000 Mann. Der Engel, der das Gericht
ausführte, begann gerade, die Stadt Jerusalem zu vernichten, als
Gott ihn an der Tenne Araunas zurückhielt. David fragte den
Herrn, warum er das Volk Israel vernichte, wo doch David und sein
Haus die Schuld trugen. Gottes Antwort, die durch Gad gegeben
wurde, lautete, dass er einen Altar auf der Tenne des Jebusiters
Arauna (auch Ornan genannt) errichten solle. Deshalb verhandelte
David sofort mit Arauna, dem Jebusiter, über den Verkauf des
Geländes. Obwohl dieser ein Heide war, bot er nicht nur die Tenne
als Geschenk an, sondern auch die Rinder als Opfer und die
Dreschwerkzeuge als Feuerholz. Des Königs edle Antwort lautete:
»Ich will dem Herrn, meinem Gott, nicht umsonst Brandopfer
opfern.« Schließlich kaufte David die Tenne und die Rinder für
fünfzig Schekel Silber. (1Chr 21,25 berichtet, dass David 600
Schekel Gold für die Tenne gezahlt habe, aber darin war
zweifellos das Grundstück um die Tenne herum eingeschlossen.) Die
Pest hörte auf, als Brandopfer auf dem Altar dargebracht wurden
(V. 25). Die Tenne Araunas auf dem Berg Morija war wahrscheinlich
derselbe Platz, an dem auch Abraham Isaak opferte. Später wurde
der Tempel Salomos an dieser Stelle gebaut und dann der Tempel
des Herodes zur Zeit Christi. Heute steht dort ein muslimisches
Heiligtum – der Felsendom. An dieser Stelle wird wahrscheinlich
der Tempel der Großen Drangsal und schließlich auch der Tempel
des Tausendjährigen Reiches stehen. Die Schrift ist vollkommen
ehrlich, wenn sie von den Glaubenshelden berichtet. Von Davids
Fehlern wird genauso berichtet wie von seinem Glauben. Wir haben
David von der Herde über das Exil bis in die Erhöhung verfolgt.
Wenige Menschen sind enger mit Gott gewandelt, und wenige
Menschen sind in tiefere Sünde gefallen. Aber durch alles
hindurch wurde er von dem Herrn festgehalten. Wir alle
profitieren von den Erfahrungen, die David durchmachen musste,
weil er sie in seinen Psalmen niedergeschrieben hat. Matthew
Henry vergleicht David, wie er in den Samuelbüchern dargestellt
wird, mit dem David, wie er in den Psalmen erscheint: Vieles in
seiner Geschichte ist sehr lehrreich, doch von dem Helden, von
dem diese Geschichte berichtet, müssen wir bekennen, dass seine
Ehre in den Psalmen heller hervortritt als in seinen Annalen,
auch wenn er in vielen Ereignissen sehr groß, sehr gut und als
ein ausgesprochener Liebling des Himmels erscheint.
Die folgenden Worte aus Psalm 40 fassen Davids Leben gut
zusammen: Beharrlich habe ich auf den Herrn geharrt, und er hat
sich zu mir geneigt und mein Schreien gehört. Er hat mich
heraufgeholt aus der Grube des Verderbens, aus Schlick und
Schlamm; und er hat meine Füße auf Felsen gestellt, meine
Schritte fest gemacht. Und in meinen Mund hat er ein neues Lied
gelegt, einen Lobgesang auf unseren Gott. Viele werden es sehen
und sich fürchten und auf den Herrn vertrauen (Ps 40,2-4).
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