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Auslandskonten vor dem Aus? Was sich 2027 für dich ändert.

Ab dem 11. Januar 2027 werden die Regeln für Banken außerhalb der
EU deutlich strenger, wenn sie EU-Residenten bestimmte
Bankdienstleistungen anbieten wollen. Drittstaatenbanken dürfen
sogenannte Core Banking Services innerhalb eines
EU-Mitgliedstaats grundsätzlich nicht mehr einfach
grenzüberschreitend anbieten, sondern benötigen dafür in der
Regel eine entsprechend zugelassene Niederlassung in diesem
Mitgliedstaat. Das klingt nach einer totalen Sperrung von
Auslandskonten – ist aber differenzierter, als viele Headlines
behaupten.Die neue Capital Requirements Directive VI (CRD VI)
reguliert in erster Linie die Banken. Bestehende Verträge, die
vor dem 11. Juli 2026 abgeschlossen wurden, bleiben von der neuen
Niederlassungspflicht grundsätzlich unberührt. Außerdem gibt es
eine wichtige Ausnahme: die sogenannte „Reverse Solicitation“.
Wenn du eine Bank außerhalb der EU aus eigener und
ausschließlicher Initiative kontaktierst – ohne zuvor von ihr
oder einem für sie handelnden Vermittler angeworben worden zu
sein –, kann die Bank dir grundsätzlich weiterhin die von dir
angefragten Bankdienstleistungen anbieten.Auch die
Inanspruchnahme von Bankdienstleistungen außerhalb der EU soll
nach der Richtlinie grundsätzlich unberührt bleiben.Das bedeutet
praktisch: Beliebte Optionen wie Konten in der Schweiz, Dubai
oder Singapur werden für EU-Residenten nicht grundsätzlich
verboten. In der Praxis könnten sie jedoch schwieriger zugänglich
werden, da Banken ihre Compliance-Regeln verschärfen oder
EU-Kunden vorsichtshalber nicht mehr aufnehmen könnten.Offiziell
geht es bei CRD VI vor allem darum, die Tätigkeit von
Drittstaatenbanken innerhalb der EU einheitlicher zu regulieren
und zu beaufsichtigen sowie Risiken für das europäische
Finanzsystem besser zu kontrollieren. Ob die zunehmende
Regulierung langfristig auch den Weg für stärkere Beschränkungen
internationaler Kapitalbewegungen ebnen könnte, ist heute noch
Spekulation, wird aber durchaus diskutiert.Für EU-Residenten, die
ihr Vermögen international diversifizieren wollen, werden deshalb
Fragen wie der Sitz der Bank, der Ort der Leistungserbringung,
die Initiative zur Kontoeröffnung und der Zeitpunkt des
Vertragsabschlusses zunehmend wichtiger.Welche Alternativen gibt
es also noch für EU-Bürger, die ihr Vermögen international
diversifizieren wollen? Alle Antworten in dieser Episode.
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„Auslandskonto Verbot?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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