Santiago Roel Santos, CEO von Inversion, über sein Depot ohne
Bitcoin und wo Krypto wirklich Wert schafft. Santiago Roel Santos
stieß 2012 auf Bitcoin, während er bei JP Morgan
Private-Equity-Deals rechnete. Heute hält er keine mehr. Im
Gespräch mit Sascha Roehrer rechnet er Krypto so durch, wie er
früher Unternehmen durchgerechnet hat: Gebühren, Nutzer, Cashflow,
Multiple. Der Befund fällt unbequem aus. Ein Netzwerk mit 300
Milliarden Dollar Marktkapitalisierung, das weniger als eine
Milliarde an Gebühren erzeugt, wäre in jeder anderen Anlageklasse
ein Gespräch wert. Der Wert wandert nach oben, sagt er: 90 Prozent
der Gebühren einer Chain landen bei der Anwendung darüber, ein
Prozent bei der Basisschicht. Stablecoins hält er für die
eigentliche Anwendung, nicht aus Überzeugung, sondern weil die
Nachfrage nach Dollar außerhalb der USA größer ist als das Angebot.
Bei Tokenisierung wird er einsilbig: Ein Grundstück in Burkina Faso
auf eine Blockchain zu legen löst kein Technologieproblem, es
verschiebt ein Rechtsproblem. Die zweite Hälfte gehört Inversion,
seiner Holding. Kleine, inhabergeführte Firmen kaufen und behalten,
statt einem Fondsmandat zu folgen. Gesucht sind Geschäfte, in denen
Technologie orthogonal wirkt: Sie macht das Geschäft besser, statt
es zu zerlegen. Sein Team hat vier Leute. Ohne KI, sagt er,
bräuchte er zwanzig. Über den Gast: Santiago Roel Santos ist
Gründer und CEO von Inversion, einer Holding mit Dauerkapital, die
inhabergeführte Unternehmen kauft und hält. Davor: Investmentbanker
bei JP Morgan, Growth-Investor bei Sage View Capital, dann früh in
einem Krypto-Fonds. LinkedIn: Santiago Roel Santos Website:
inversioncap.com Hinweis: Die deutsche Fassung dieses Podcast nutzt
eine KI-Synchronisation. (Art. 50 EU AI Act, Verordnung (EU)
2024/1689). Dieser Podcast dient ausschließlich der Information und
stellt keine Anlageberatung oder Kauf- bzw. Verkaufsempfehlung dar.
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