Glauben lernen – vom Mut loszugehen
(Predigtreihe über Abraham)
Glaube beginnt selten dort, wo schon alles klar ist, aber oft mit
dem ersten Schritt: heraus aus dem Gewohnten, hinein in ein
unbekanntes Gebiet.
Predigt: Gerson Wehrheim
Zusammenfassung
In dieser Predigt aus einer Reihe über Abraham geht
GersonWehrheim der Geschichte aus 1. Mose 13 nach, in der ein
handfester Streit zwischen den Hirten Abrahams und den Hirten
seines Neffen Lot eskaliert, weil das Land nicht mehr genug Platz
und Wasser für beide wohlhabend gewordenen Nomadenstämme bietet.
Anhand des biblischen Textes zeigt Gerson Wehrheim, wie Abraham
geistlich reift und den Konflikt löst, ohne die Beziehung zu Lot
zu zerstören. Der rote Faden ist, dass Abrahams Umgang mit dem
Konflikt bereits vor dessen Ausbruch beginnt: Seine wachsende
Gottesbeziehung und sein Vertrauen, dass Gott für ihn sorgt,
geben ihm die Gelassenheit, in der Auseinandersetzung nicht mit
allen Mitteln, um sein Recht zu kämpfen. Gerson Wehrheim
analysiert Schritt für Schritt Abrahams Vorgehen: den Konflikt
aktiv ansprechen, die Eskalation stoppen, den anderen nicht zum
Gegner machen, die Beziehung als schützenswertes Ziel benennen,
einen neuen Rahmen (räumliche Trennung) statt einer erzwungenen
Nähe schaffen und schließlich Lot die Wahl des besseren Landes
überlassen, obwohl Abraham als Älterer das Vorrecht gehabt hätte.
Abschließend wird betont, dass Menschen nie die
volle'Gottesperspektive' auf eine Entscheidung haben – Lot wählt
nach dem, was er sieht, ohne zu wissen, dass Sodom später
zerstört wird –, während Gott Abraham im Gegenzug verheißt, ihm
das ganze Land zu geben. Gerson Wehrheim überträgt diese
Prinzipien immer wieder auf heutige Konfliktsituationen in
Familie, Beruf und Freundschaft, insbesondere auf das Thema
gesunder Grenzen.
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