Was gibt uns Sicherheit?
Toni Zulauf, Initiator Wort zum Tag, Ranflüh
Krieg, politische Spannungen, Klimaveränderungen, wirtschaftliche
Sorgen und eine Technik, die sich immer schneller entwickelt:
Viele Menschen erleben unsere Zeit als unsicher.
War früher alles sicherer?
Wahrscheinlich nicht. Unsere Eltern und Grosseltern kannten
Krieg, Krankheit, Armut und wirtschaftliche Krisen. Aber manche
Sicherheiten waren andere: Familie, Nachbarschaft, das Dorf, die
Kirche, ein Beruf fürs Leben und vertraute Gewohnheiten gaben
Halt und Struktur.
Heute haben wir viel mehr Möglichkeiten. Wir können wählen,
vergleichen und verändern. Doch vielleicht macht gerade diese
Freiheit manchmal auch unsicher.
Was trägt, wenn Sicherheiten ins Wanken geraten?
Im Psalm 23 steht: «Und ob ich wanderte im finsteren Tal, fürchte
ich kein Unglück; denn du bist bei mir.»
Das finstere Tal verschwindet nicht. Und der Glaube verspricht
uns kein Leben, in dem nichts Schlimmes geschieht.
Die Zusage ist eine andere: Du bist nicht allein.
Vielleicht liegt darin eine Form von Sicherheit, die wir heute
besonders brauchen. Menschen, die zuhören. Beziehungen, auf die
Verlass ist. Gemeinschaft. Ein vertrauter Tagesrhythmus. Ein
Spaziergang, wenn die Nachrichten zu viel werden. Ein Anruf bei
einem Menschen, dem wir vertrauen.
Und manchmal ein ganz einfaches Gebet: «Gott, sei bei mir.»
Wir können die Welt nicht vollkommen sicher machen. Aber wir
können einander Sicherheit schenken – indem wir da sind, zuhören
und jemanden nicht allein lassen.
Vielleicht braucht gerade heute jemand genau das von dir.
Und vielleicht brauchst du es selber.
Spendenaufruf:
„Wort zum Tag“ lebt von Menschen, die zuhören und mittragen.
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