Welpenerziehung entscheidet sich früher, als die meisten glauben.
Zwischen der dritten und der sechzehnten Lebenswoche legt ein
Hund fest, was für ihn normal ist. Was ihm in diesen Wochen nie
begegnet, bleibt ihm für immer fremd.
Seit einer Woche lebt ein acht Wochen alter Rottweiler bei uns.
Er heißt Q. In dieser Folge nehme ich Dich mit in seine erste
Woche und zeige Dir, was in diesen Tagen in seinem Kopf abläuft,
während er scheinbar nur frisst und schläft.
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Verantwortung für ein Raubtier
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Zuerst räume ich mit einem Wort auf, das in jedem Ratgeber steht
und trotzdem das falsche Bild erzeugt. Dafür geht es ins Jackson
Laboratory in Maine. Von dort stammen die Zahlen, die bis heute
jeder zitiert, meist ohne die Quelle zu kennen.
Dann wird es konkret. Wann sollte ein Welpe einziehen? Eine
Untersuchung aus Helsinki mit rund 6.000 Hunden gibt darauf eine
klare Antwort, und sie widerspricht beiden Lagern.
In Budapest hat man Welpen beim Lernen zugesehen. Von wem sie am
meisten mitnehmen, hat die Forscher selbst überrascht.
Der praktische Teil dreht sich um die erste Angstphase, die
ausgerechnet in die Einzugswoche fällt. Ich gebe Dir vier Wörter
an die Hand, an denen Du Dich in jeder neuen Situation festhalten
kannst.
Am Ende erzähle ich von einem Fehler, der mir bei Gandhi
unterlaufen ist. Er passiert fast jedem zwischen Wohnungstür und
Garderobe, aus lauter Freundlichkeit.
Diese Folge lohnt sich auch, wenn Dein Hund längst erwachsen ist.
Du verstehst danach, woher manche seiner Reaktionen kommen und
woran sich noch arbeiten lässt.
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Das nimmst Du mit
Was die sensible Phase für die Hundeerziehung bedeutet
Weshalb acht Wochen der richtige Zeitpunkt sind, belegt an
tausenden Hunden
Was ein ruhiger erwachsener Hund leistet, was keine
Hundeschule ersetzen kann
Wie Du die erste Angstphase begleitest, ohne zu überfluten
Was davon auch bei einem erwachsenen Hund aus dem Tierschutz
noch greift
Kapitel
00:00 Der Fehler im Flur
01:01 Q zieht bei uns ein
05:05 Warum Prägung das falsche Wort ist
08:05 Tierschutzhunde und ihre Lücken
12:51 Helsinki: die Zahl hinter den acht Wochen
18:45 Budapest: von wem Welpen lernen
21:33 Die Angstphase in der Einzugswoche
23:39 Dosis, Wahl, Ausgang, Zustand
30:00 Impulskontrolle ohne ein Wort
31:31 Mein Versäumnis bei Gandhi
33:59 Die erste Nacht
Worum es mir geht
Ich verkaufe keine Kurse und keine Wundermethoden. Ich mache das
hier, weil ich glaube, dass Hunde etwas Besseres verdient haben
als das, was ihnen die meisten Ratgeber zumuten. Wenn Dir diese
Folge etwas gegeben hat, dann folge mir hier.
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Hinweis zur Produktion: Um die philosophischen Themen visuell zu
verdeutlichen, wurden für einzelne Metaphern, Sprach-Zitate sowie
das Bildmaterial KI-Gestaltungstools eingesetzt und redaktionell
bearbeitet.
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