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sexy & bodenständig

Wir sprechen über die Verschiebung unserer (sozusagen seit 2018
im Podcast entstandenen) Bücher „Junge Frau, am Fenster stehend,
Abendlicht, blaues Kleid“ und „Treue Seelen“ aufs nächste
Frühjahr. Und vor allem geht es diesmal, angeregt von Solvejg
Nitzke und ihrer Frage nach unserem Verhältnis zur
Literaturwissenschaft, um Leserinnen und unser Verhältnis zu
ihnen: Denken wir beim Schreiben an die Leserinnen? Oder eher
darum: Wie und warum nicht? Vielleicht ist das Thema des Buches,
an dem man gerade arbeitet, eher Triebmittel oder Werkzeugkasten.
Warum wir nie auf Sprüchekalendern erscheinen werden, oder doch,
und wie manche Kunstgriffe unbewusst entstehen. Schreiben wir
womöglich ohne einen Gedanken an Leserinnen? Kann man umgekehrt
in die Literaturwissenschaftsfalle tappen und zu viel darüber
nachdenken, was man eigentlich gerade tut oder tun sollte? Ist es
womöglich besser, je weniger man als Autorin über
Literaturwissenschaft weiß und je weniger man darüber nachdenkt?
Und macht es uns Unbehagen, wenn Leser*innen aus dem Buch
Rückschlüsse auf uns als Person ziehen? Till denkt nein, aber
Alena schafft es, ihm noch richtig Angst zu machen.

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