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Ich muss meinem Vater gar nichts verzeihen, Antje Schomaker

Ich muss meinem Vater gar nichts verzeihen, Antje Schomaker

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Frieden ohne Vergebung

Kann Frieden entstehen, obwohl die ersehnte Entschuldigung
ausbleibt? Antje Schomaker sagt „Ja“ und stellt damit eine
Erwartung infrage, die viele Menschen ein Leben lang begleitet:
Erst wenn wir verzeihen, dürfen wir abschließen.

„Ich kann ein ganz tolles, friedliches Leben führen, ohne
meinem Vater alles zu vergeben.“ Antje Schomaker

Antje ist Sängerin, Songwriterin und Moderatorin. In ihren
Liedern bringt sie ans Licht, worüber Familien und auch die
Musikbranche oft lieber schweigen. In ihrem Song „30 Euro“
erzählt sie erstmals offen vom Kontaktabbruch zu ihrem Vater.
Kein schneller Schnitt, keine Laune des Augenblicks, sondern das
Ende eines langen Ringens um Liebe, Anerkennung und eine
Entschuldigung, die wohl nie kommen wird.

Wir sprechen darüber, weshalb Verständnis nicht automatisch
Vergebung bedeutet. Antje kann die Geschichte ihres Vaters sehen,
ohne dadurch kleinzureden, was ihr gefehlt hat und was sie
verletzt hat. Frieden beginnt für sie dort, wo sie aufhört, die
andere Seite verändern zu wollen, und ihre Kraft wieder zu sich
zurückholt.

Das Gespräch führt weiter zu Grenzen in Familien,
Selbstfreundschaft und Therapie. Antje erzählt, wie sie alte
Beziehungsmuster durchbrechen und eine ruhige, sichere Liebe
kennenlernen konnte. Es geht um das Recht auf eigene Bedürfnisse,
um den Körper als unbestechlichen Wegweiser und um die schlichte,
manchmal lebensrettende Erlaubnis: Ich muss gar nichts.

Wir blicken außerdem auf Antjes kommendes Album „Liebes Tagebuch“
und auf ihre Erfahrungen als Frau in der Musikbranche. Sexismus,
Grenzüberschreitungen und Panikattacken zwangen sie, die Signale
ihres Körpers ernst zu nehmen und einen schmerzhaften beruflichen
Schlussstrich zu ziehen. Aus diesem Bruch wuchs etwas Neues: ein
klareres Leben, eine freiere Musik und der Mut, „volle Möhre“
ehrlich zu sein.

Auch der Blick zwischen den Generationen gehört dazu. Viele
Menschen der Babyboomer-Generation haben früh gelernt zu
funktionieren, sich anzupassen und familiäre Verletzungen eher zu
tragen als auszusprechen. Diese Folge lädt dazu ein, Schuld dort
zu lassen, wo sie hingehört, Grenzen ernst zu nehmen und der
eigenen Geschichte eine neue Richtung zu geben. Ohne Zwang zur
Harmonie. Und ohne Vergebungspflicht.

Eine offene, warmherzige und erstaunlich lebendige Folge über
Kontaktabbruch, schwierige Vater-Tochter-Beziehungen, innere
Freiheit und die Frage, wie ein friedliches Leben auch ohne
Versöhnung möglich werden kann.

Links

Antje Schomaker [LINK ZUR WEBSITE]

Song 30 Euro [LINK ZUM SONG]

Love of My Life [LINK ZUM SONG]

Die größte Reise deines Lebens [LINK ZUM BUCH]

Hier könnt ihr mein SPIEGEL-Bestseller Buch "Die größte Reise
deines Lebens - mit Gelassenheit älter werden"

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Die Musik im Intro und Outro ist von Stefan Kissel und wurde von
Nico Lange gesprochen.
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„Ich muss meinem Vater gar nichts verzeihen, Antje Schomaker“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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