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Der Sonntagvormittag im November des Jahres 1885 beginnt ruhig und
friedvoll. Viele Bewohnerinnen und Bewohner von Sarstedt besuchen
den Gottesdienst, andere gehen ihren alltäglichen Beschäftigungen
nach. Doch die Sonntagsruhe währt nicht lange: Plötzlich zerreißen
mehrere Schüsse die Stille, gefolgt von den verzweifelten Schreien
eines Mannes. Die zahlreichen Menschen, die herbeieilen, finden den
Gastwirt Heinrich Prigge blutüberströmt auf der Straße. Nach dem
Täter muss nicht lange gesucht werden: Prigges Stiefsohn, der
Student Friedrich Stolle, lässt sich widerstandslos festnehmen.
Schon bald wird deutlich, dass hinter der Bluttat ein jahrelang
schwelender und erbittert geführter Familienstreit steckt.

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